Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, hat die Bereitschaft der Bundesbank begrüßt, die Vermögensverwaltung für die geplante Kapitalrente zu übernehmen. Sie sieht die Notenbank als geeigneten Partner für die Umsetzung der neuen Form der Altersvorsorge.
Heiligenstadt: Bundesbank „genau der richtige Partner“
Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, bezeichnete die Bundesbank als idealen Akteur für die Verwaltung der geplanten Kapitalrente. „Die Bundesbank ist genau der richtige Partner für die Umsetzung“, sagte Heiligenstadt dem Nachrichtenportal T-Online. Sie begründete dies mit der Erfahrung der Notenbank und dem Vertrauen, das sie nach ihren Worten sowohl in der Regierung als auch in der Bevölkerung genieße.
Heiligenstadt verwies zudem darauf, dass die Bundesbank über die nötige Infrastruktur verfüge, um „schnell an den Start zu gehen“. Nach ihrer Darstellung kann die Kapitalrente so zügig aufgebaut und in die bestehenden Strukturen der Altersvorsorge integriert werden.
Koalition setzt auf breitere Altersvorsorge
Mit der Kapitalrente, der reformierten privaten Altersvorsorge und der Frühstartrente stelle die Koalition die Altersvorsorge „breit auf“ und ermögliche allen Menschen „eine Teilhabe an den positiven Entwicklungen des Kapitalmarkts“, so Heiligenstadt weiter gegenüber T-Online. Die verschiedenen Bausteine sollen demnach zusammenspielen und zusätzliche Möglichkeiten der finanziellen Absicherung im Alter eröffnen.
Signal aus der Bundesbank-Spitze
Zuvor hatte Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer im „Tagesspiegel“ ihre Bereitschaft erkennen lassen, die Kapitalrente zu verwalten. Die Äußerungen Mauderers gelten als Signal aus der Notenbank-Spitze, dass sie bereit ist, eine aktive Rolle bei der Umsetzung der neuen Vorsorgeinstrumente zu übernehmen.
