Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor der Anhörung im Gesundheitsausschuss am Montag scharfe Kritik am geplanten GKV-Sparpaket geübt. Besonders bemängelt der Verband eine drohende soziale Schieflage zulasten von Beitragszahlenden und Versicherten sowie die vorgesehenen Zuzahlungserhöhungen und die Einführung einer Teilkrankschreibung.
Warnung vor sozialer Schieflage
Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Das Sparpaket der gesetzlichen Krankenversicherung droht zur sozialen Schieflage zulasten der Beitragszahlenden und Versicherten zu werden, die bereits in den vergangenen Jahren durch steigende Beiträge, Leistungseinschränkungen und Eigenbeteiligungen erheblich belastet wurden.“
Vor diesem Hintergrund lehne der Sozialverband Deutschland insbesondere die geplanten Zuzahlungserhöhungen und die Einführung einer Teilkrankschreibung entschieden ab.
Forderung nach solidarischer Finanzierung
„Die Krankenversicherung braucht eine solidarische Finanzierung, eine verlässliche Beteiligung des Bundes, die faire Einbeziehung hoher Einkommen und einen echten Ausgleich zwischen gesetzlicher und privater Versicherung“, mahnte die SoVD-Chefin gegenüber der „Rheinischen Post“.
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