Blitze, umstürzende Bäume und Überschwemmungen – Unwetter halten das Land in Atem.
In weiten Teilen Deutschlands sorgen schwere Gewitter für Chaos. Besonders betroffen sind Baden-Württemberg und der Süden des Landes, wo der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor extremen Wetterlagen warnt. Wie die Tagesschau berichtet, kam es im Kreis Ravensburg zu Blitzeinschlägen, die Stromkästen beschädigten und sogar Stichflammen aus Steckdosen auslösten. Eine 43-jährige Frau erlitt dabei einen Stromschlag, als sie ihr an der Steckdose lades Smartphone in der Hand hielt. Sie wurde leicht verletzt und begab sich selbstständig in ein Krankenhaus. Auch in Reutlingen fiel der Strom für rund 6.000 Haushalte aus, vermutlich aufgrund eines Blitzeinschlags. Zudem stürzten Bäume um, und ein Autofahrer verletzte sich schwer, nachdem er auf der nassen Fahrbahn von der Straße abkam. In Lichtenstein brach nach einem Blitzeinschlag ein Feuer im Dachstuhl eines unbewohnten Gebäudes aus, das die Feuerwehr schnell löschen konnte.
Tödlicher Sturm: Baum stürzt auf Radfahrer
In Karlsruhe führte ein umgestürzter Baum oder Ast zum Tod eines Radfahrers, wie t-online.de unter Berufung auf den SWR meldet. Orkanböen, Starkregen und Hagelkörner von bis zu fünf Zentimetern Größe richteten in der Stadt schwere Schäden an. Das Karlsruher Rheinstrandbad blieb am Freitag wegen Aufräumarbeiten geschlossen. In Ulm berichteten Einsatzkräfte von herabfallenden Ästen und Dachziegeln, wobei ein Baum auf ein fahrendes Auto stürzte. Die Insassen konnten sich nicht mehr befreien und alarmierten die Notrufzentrale.
DWD warnt vor Blitzschlag und Erdrutschen
Der DWD warnt vor weiteren Gefahren wie Blitzschlag, umstürzenden Bäumen, Hochspannungsleitungen und Gerüsten sowie raschen Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern. Auch Erdrutsche seien möglich. In Hessen erwartet der Wetterdienst Starkregen mit Niederschlagsmengen bis zu 15 Liter pro Quadratmeter und Stunde sowie Windböen bis 60 km/h, wie die hessenschau.de berichtet.
Gewitter beenden Hitzeperiode mit Sturmböen
Für den Freitag kündigt der DWD einen Luftmassenwechsel an, der das Ende der aktuellen Hitze einläutet. Dabei sollen erneut heftige Gewitter auftreten, begleitet von starker Bewölkung und Schauern. Die Temperaturen sinken auf 22 bis 28 Grad, in höheren Lagen auf 22 Grad. Ein mäßiger Westwind mit frischen bis starken Böen wird erwartet.
Wochenende bringt kühleres Wetter und Sonnenschein
Am Wochenende soll das Wetter dann wieder freundlicher werden, die Temperaturen bleiben aber deutlich kühler mit oft unter 25 Grad. In einigen Regionen, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet, ist mit dem meisten Sonnenschein zu rechnen, wie wetter.com mitteilt. Im Norden und Osten sind am Sonntag noch einzelne Schauer und Gewitter möglich.
