Jugendlicher tötet Lehrer, Schüler und Großeltern, dann sich selbst.
An einer Schule in der thailändischen Provinz Nonthaburi nördlich von Bangkok hat sich am Freitag ein schwerer Schusswaffenangriff ereignet. Mindestens sieben Menschen starben, darunter drei Lehrer, drei Schüler und der mutmaßliche Täter, wie die Zeitung „Khaosod“ unter Berufung auf den örtlichen Katastrophenschutz berichtete. Weitere 15 Personen wurden verletzt, mindestens eine davon lebensgefährlich. Die genauen Umstände und das Motiv des Angriffs sind noch unklar.
Schüler erschießt Großeltern vor Amoklauf
Laut der Polizei und dem Tagesspiegel soll der Täter ein Schüler gewesen sein, der zunächst seine Großeltern mit der Pistole seines Großvaters erschoss und die Waffe an sich nahm. Anschließend begab er sich zur Debsirin Nonthaburi School, wo er die Schüsse abfeuerte. Der Jugendliche wurde später tot in einem Klassenzimmer aufgefunden – nach Angaben der Sicherheitskräfte soll er sich selbst erschossen haben. In seiner Tasche fanden die Ermittler große Mengen Munition.
Panik bricht während Schießerei an Schule aus
Unter den Anwesenden brach Panik aus, wie Augenzeugen berichteten. Ein 18-jähriger Schüler erzählte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe zunächst an Feuerwerkskörper gedacht. „Es gab viele Schüsse: peng, peng, peng. Dann wurde es still. Dann fing es wieder an.“ Rettungskräfte versorgten Verletzte noch während der Schüsse, wie ein Sanitäter schilderte.
Thailands Premier fordert strengere Waffengesetze
Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich tief erschüttert. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und äußerte sich bestürzt darüber, „dass ein solcher Vorfall in unserem Land passieren konnte“. Politiker forderten umgehend eine Verschärfung der Waffengesetze und bessere Sicherheitsvorkehrungen an Bildungseinrichtungen.
Opferzahlen bei Schul-Amoklauf unklar
Die Zahl der Opfer wird in den Medien unterschiedlich angegeben. Während die Süddeutsche Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung von mindestens sieben Toten berichten, nennt Euronews acht Tote, darunter den Täter. Die Polizei bestätigte zunächst sechs Tote an der Schule sowie zwei weitere in der Wohnung der Großeltern.