Der Konzern schafft im Rahmen seines Programms "One Tech Company" offenbar hunderte Führungspositionen ab. Betroffene Manager wurden am Donnerstagnachmittag in einem internen Call informiert, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Neue Titel und kultureller Wandel
Die Betroffenen sollen demnach zumeist neue Bezeichnungen wie "Head of …" oder "Managing Director" erhalten. Intern gilt das Thema als heikel, weil viele Manager an ihren Titeln hängen. Bei Siemens gibt es allein rund 300 CEOs und CFOs in Geschäftseinheiten und Landesorganisationen.
Der Konzern sei kein Konglomerat mit vielen kleinen Reichen mehr, sondern werde ein integrierter Technologiekonzern, hieß es in Unternehmenskreisen. Dieser kulturelle Wandel müsse auch auf der Topebene gelebt werden. CEO Roland Busch sagte in dem Call laut Teilnehmern, die Veränderung sei Teil von etwas Größerem. Sie sei Teil eines umfassenden kulturellen Wandels, vielleicht der größten Transformation, die Siemens jemals durchlaufen habe: der Entwicklung zu einer „One Tech Company“.
Die neue Siemens-Struktur soll am 1. Oktober an den Start gehen. Viele Manager wissen laut Bericht noch nicht, was künftig ihr Titel und ihre Aufgaben sind. Dies hat in den vergangenen Wochen für Unruhe in dem Traditionsunternehmen gesorgt.