In Deutschland leidet fast jeder dritte Erwachsene unter Durchschlafproblemen, etwa jeder sechste hat Schwierigkeiten beim Einschlafen. Das geht aus neuen Daten des RKI-Panels "Gesundheit in Deutschland" hervor, die im "Journal of Health Monitoring" veröffentlicht wurden. Jeder achte Erwachsene ist demnach sowohl von Ein- als auch von Durchschlafstörungen betroffen.
Mehr Schlafprobleme als noch vor einigen Jahren
Nach den aktuellen Auswertungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben Durchschlafprobleme inzwischen fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland erfasst. Etwa jeder Sechste berichtet von Problemen beim Einschlafen, und jeder achte Erwachsene ist sowohl von Ein- als auch von Durchschlafstörungen betroffen. Grundlage sind Daten des RKI-Panels „Gesundheit in Deutschland“, die im Fachmagazin „Journal of Health Monitoring“ erschienen sind.
Im Vergleich zu früheren Erhebungen ist die Zahl der Betroffenen gestiegen. In der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS 1) des RKI, die Daten aus den Jahren 2008 bis 2011 umfasst, lag die Gesamtprävalenz für Ein- und/oder Durchschlafstörungen bei 18- bis 79-Jährigen um fünf Prozentpunkte niedriger als in der aktuellen Analyse.
Mögliche Ursachen und Folgen von Insomnien
Die Autoren der aktuellen Auswertung führen aus, dass lang anhaltende Schlafprobleme auf eine Schlafstörung hinweisen können, die die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität beeinträchtigt. Insomnien gelten demnach als Risikofaktoren für körperliche Erkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie für psychische Störungen. Zudem führen sie zu einer erhöhten Inanspruchnahme des Gesundheitssystems und verursachen sowohl direkte als auch indirekte Kosten.
Die Autoren vermuten, dass die Zunahme schlafassoziierter Beschwerden mit gestiegener Mediennutzung und gesellschaftlichen Krisen wie der Covid-19-Pandemie zusammenhängen könnte. Sie raten Betroffenen, bei anhaltenden Schlafproblemen ärztlichen Rat einzuholen, um mögliche zugrunde liegende Erkrankungen abzuklären.
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