Der SC Paderborn kehrt in die Fußball-Bundesliga zurück. Die Ostwestfalen setzten sich im Relegationsrückspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1 nach Verlängerung durch, nachdem das Hinspiel torlos geblieben war. Wolfsburg steigt damit erstmals nach 29 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit aus der Bundesliga ab, für Paderborn ist es der dritte Aufstieg ins Oberhaus nach 2014 und 2019.
VfL geht früh in Führung und schwächt sich selbst
Das Rückspiel begann deutlich turbulenter als das von offensiven Höhepunkten weitgehend freie Hinspiel. Bereits in der 3. Minute brachte Dzenan Pejcinovic den VfL Wolfsburg mit dem ersten Angriff in Führung. Konstantinos Koulierakis fand auf der linken Seite Adam Daghim, der den Ball in die Mitte zu Pejcinovic brachte, der zur frühen Wolfsburger Führung vollendete.
Knapp zehn Minuten später handelte sich Joakim Maehle eine Gelb-Rote Karte ein und brachte Wolfsburg damit in Unterzahl. Der Außenbahnspieler sah innerhalb weniger Minuten zwei Mal die Gelbe Karte. In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem Paderborn die Kontrolle übernahm und Wolfsburg sich zunehmend in die Defensive gedrängt sah.
Paderborn belohnt sich vor und nach der Pause nicht sofort
Anschließend zogen die Paderborner ein dominantes Ballbesitzspiel auf. Aus mehreren Eckbällen konnte der SCP zunächst kein Kapital schlagen. In der 39. Minute fiel der Ausgleich dann nach einem Einwurf: Calvin Brackelmann verlängerte den Ball auf Filip Bilbija, der aus kurzer Distanz einköpfte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Spielstatik zunächst nichts. Die Hausherren blieben spielbestimmend und kamen zu mehreren hochkarätigen Chancen, ließen diese jedoch ungenutzt und verpassten es damit, die Partie noch in der regulären Spielzeit zu drehen.
Gegen Mitte der zweiten Hälfte schienen bei Paderborn die Kräfte etwas nachzulassen, sodass Wolfsburg für etwas Entlastung sorgen konnte. Der SCP setzte in der Schlussphase zunehmend auf hohe Hereingaben in Richtung der eingewechselten Zielstürmer Steffen Tigges und Sven Michel. In der Nachspielzeit scheiterte Paderborn-Urgestein Michel noch am Pfosten, sodass die Entscheidung in der Verlängerung fallen musste.
Curda entscheidet die Partie in der Verlängerung
In der Verlängerung trat Michel dann als Vorlagengeber in Erscheinung. Seine Flanke verwertete der sträflich freigelassene Laurin Curda in der 100. Minute zur 2:1-Führung für Paderborn. Wolfsburg bemühte sich anschließend noch um den Ausgleich, doch SCP-Keeper Dennis Seimen war in den letzten Minuten zur Stelle und sicherte seinem Team den Aufstieg.
Mit dem 2:1-Erfolg im Relegationsrückspiel und dem 0:0 aus dem Hinspiel steigt der VfL Wolfsburg erstmals in seiner Vereinsgeschichte aus der Bundesliga ab – nach 29 Jahren durchgängiger Ligen-Zugehörigkeit. Für den SC Paderborn ist es der dritte Aufstieg ins Fußball-Oberhaus nach 2014 und 2019.
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