Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Ruhrgebiet fordern von der Spitze ihrer Partei und Fraktion mehr Führung und Geschlossenheit. In der Auseinandersetzung mit Koalitionspartnern, Opposition und Medien solle die Parteiführung klare Linien vorgeben und vertreten, berichten die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" und weitere Quellen. Personaldebatten wollen die Abgeordneten nach eigenen Angaben jedoch vermeiden.
SPD-Abgeordnete verlangen klare Führung
Die SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet verstärken nach einem Bericht der „Westdeutschen Allgemeine Zeitung“ den Druck auf die eigene Partei- und Fraktionsführung. Sie erwarteten vor allem Führung von ihrem Spitzenpersonal in der Partei, aber auch in der Fraktion, heißt es in der Zeitung.
Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Revier Markus Töns aus Gelsenkirchen sagte der „Westdeutschen Allgemeine Zeitung“, dies betreffe sowohl die Themen als auch die Kommunikation mit CDU/CSU und mit den Medien. Diskussionen seien in jedem Ortsverein und auch in jeder Ratsfraktion notwendiger Bestandteil der demokratischen Willensbildung. Am Ende müsse es aber Aufgabe der Vorsitzenden sein, das Ergebnis dieser Willensbildung qua Amt auch mit geradem Rücken durchzusetzen, so Töns weiter.
Keine Personaldebatte gewünscht
Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ weiter berichtet, wollten die Revier-Abgeordneten nach eigenen Angaben keine Personaldebatte in Gang setzen. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehe demnach nicht die personelle Spitze, sondern die Art und Weise der politischen Führung und Kommunikation.
Appell an Regierungskoalition und Abgrenzung zur AfD
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hendrik Bollmann aus Herne sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Diese Bundesregierung gewinnt entweder gemeinsam, oder sie verliert gemeinsam. Die Annahme, dass eine Seite besser aussehen könnte als die anderen, ist falsch.“
Sein Fraktionskollege Sebastian Fiedler aus Mülheim betonte gegenüber der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Der Gegner in diesem Staat ist nicht die Union, sondern die AfD.“
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