# Rauch warnt: Berliner Universitäten vor dem Kollaps Datum: 25.04.2026 09:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/rauch-warnt-berliner-universitaeten-vor-dem-kollaps-706593/ --- Die Berliner Universitäten befinden sich nach Einschätzung von Geraldine Rauch, bis März Präsidentin der Technischen Universität (TU), in einem „desaströsen Zustand“. In einem Gastbeitrag für die „Berliner Morgenpost“ (Samstagsausgabe) kritisiert sie marode Gebäude, steigende Beiträge und drohende Kürzungen von Studienplätzen. Sie warnt, Hochschulen könnten ihre laufenden Kosten bald nicht mehr tragen und fordert mehr Mitbestimmung und verlässliche Finanzierung für die Studierenden. ## „Eimer stehen wie selbstverständlich mitten in Eingängen“ Die frühere TU-Präsidentin Geraldine Rauch, die derzeit an der Charité Berlin das Institut für Biometrie und klinische Epidemiologie leitet, beschreibt den baulichen Zustand der Berliner Hochschulen drastisch. In Hörsälen tropfe es von der Decke, „Eimer stehen wie selbstverständlich mitten in Eingängen, Laboren und Hörsälen – notdürftig abgesperrt mit Flatterband“, schreibt sie in ihrem Gastbeitrag für die „Berliner Morgenpost“ (Samstagsausgabe). Ganze Gebäude seien mittlerweile gesperrt. ### Steigende Beiträge, weniger Studienplätze Rauch verweist zugleich auf steigende Belastungen für die Studierenden. Während die Gebäude verfielen, würden die Studierendenbeiträge steigen und in den nächsten Jahren bis zu 14 Prozent aller Studienplätze aus Kostengründen gestrichen. „Schon bald werden Hochschulen ihre laufenden Kosten nicht mehr alleine tragen können, in der freien Wirtschaft käme das einer Insolvenz gleich“, schreibt Rauch in der „Berliner Morgenpost“. ### Forderungen an Politik und Hochschulen Für die rund 200.000 Studenten an den Berliner Universitäten fordert Rauch „echte Mitbestimmung bei hochschulpolitischen Entscheidungen“ und eine verlässliche Finanzierung, die derzeit nicht gegeben sei. Wichtig sei auch „eine Wohnraumpolitik, die Studierende nicht im Regen stehen lässt“. Mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl am 20. September kritisiert Rauch zudem den Umgang der Parteien mit der Wählergruppe der Studierenden. „Vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September hätten die Parteien die Wählergruppe der Studenten noch nicht richtig im Blick: ‚Studierende tauchen in Programmen auf, aber selten als konkrete politische Priorität. Es wird über sie gesprochen – selten mit ihnen’“, heißt es in ihrem Beitrag für die „Berliner Morgenpost“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück