Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat am Mittwoch den offiziellen Erntebericht vorgestellt. Dabei bewertete er die Lage der deutschen Landwirte als Krise nationaler Tragweite. Mehrere Belastungen treffen die Betriebe gleichzeitig.
Mehrfachbelastung für die Landwirtschaft
"ein durchaus ernstes Gesamtbild", sagte Rainer bei der Präsentation. "Dürre, Trockenheit, regionale Ernte- und Qualitätsverluste, massive Futterknappheit, hohe Betriebsmittelkosten bei Diesel und Dünger infolge geopolitischer Krisen, wirtschaftlicher Druck in der Tierhaltung, insbesondere im Schweinemarkt, und erhebliche Belastungen unserer Wälder treffen gleichzeitig zusammen."
"Jede dieser Belastungen wäre für sich genommen schon eine Herausforderung", So der Minister. "In ihrer Summe und Gleichzeitigkeit setzen sie die Betriebe aber massiv unter Druck." Es gehe um die wirtschaftliche Existenz. Die Bilanz nach der Ernte zeige, dass die Landwirtschaft viele Risiken gleichzeitig tragen müsse – und dabei gehe es um mehr als um eine schlechte Ernte.
Hilfen nur gezielt
Rainer erneuerte seine Aussage, auf allen Ebenen "an der Seite der Bauern zu stehen". Hilfen dürften "nicht mit der Gießkanne" verteilt werden. Er sehe nach dem Erntebericht eine Krise nationaler Tragweite.
Diese Feststellung ist die Voraussetzung für finanzielle Hilfen des Bundes.