Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) bringt eine Reform des Elterngelds ins Gespräch. Sie kann sich vorstellen, die maximale Bezugsdauer zu verkürzen und im Gegenzug die monatlichen Zahlungen anzuheben. Zudem sollen Väter nach ihren Vorstellungen länger in Elternzeit gehen müssen, damit Paare den vollen Elterngeldanspruch ausschöpfen können.
Weniger Monate, höhere Sätze
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hält eine Senkung der maximalen Elterngeld-Bezugsmonate für vorstellbar, um im Gegenzug die monatlichen Beträge anzuheben. „Ich könnte mir schon vorstellen, dass man einerseits verkürzt, aber andererseits die Lohnersatzrate und eben Lohnersatzrate und Mindest- und Höchstbetrag anhebt“, sagte die Ministerin dem Magazin Politico.
Derzeit können Paare zusammen 14 Monate Elterngeld beziehen, wovon ein Elternteil mindestens zwei Monate nehmen muss. Die Lohnersatzrate – also die Höhe des Elterngelds – liegt bei 65 Prozent des Nettoeinkommens, wobei der Mindestbetrag 300 und der Höchstbetrag bei 1.800 Euro liegen.
Mehr Engagement von Vätern
Außerdem sollen Väter künftig mehr als zwei Monate in Elternzeit gehen müssen, damit das Paar den vollen Bezugsraum ausschöpfen kann. „Dass man da nochmal ein Stück entgegenkommt, jedenfalls wenn man den vollen Elterngeldbezug haben will (…), das könnte eine Idee sein“, so Prien gegenüber Politico.
Dies sei zwischen Union und SPD so vereinbart. „Im Koalitionsvertrag, der für mich nach wie vor die entscheidende Grundlage meiner Überlegungen ist, steht drin, wir wollen mehr Partnerschaftlichkeit“, sagte Prien dem Magazin.
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