Patientenschützer Eugen Brysch kritisiert die vom Bundeskabinett beschlossene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als unausgewogen und nachteilig für Versicherte. Von einer gerechten Lastenverteilung könne keine Rede sein, monierte er und warnte vor einer erheblichen finanziellen Belastung der GKV in den kommenden Jahren.
Patientenschützer Eugen Brysch sieht durch die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) deutliche Nachteile für Versicherte. Von einem ausgewogenen Paket und einer gerechten Lastenverteilung könne nicht die Rede sein, sagte Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Kritik an Finanzierung und Vergütungssystem
„Diese Schieflage geht voll zu Lasten der Patientinnen und Patienten“, kritisierte er laut Funke-Mediengruppe. Die Kürzungen seien nicht an die Behandlungsqualität gekoppelt. Bezahlt werde weiterhin nur die Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte. Ob sich die Beschwerden der Patienten durch eine Therapie verbessern, verschlechtern oder Leiden gelindert werden, bleibe für die Vergütungshöhe irrelevant.
Warnung vor Milliardenloch in der GKV
Brysch wies darauf hin, dass die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren ein Loch von 50 Milliarden Euro in die gesetzliche Krankenversicherung reißen würde. Der Bundeszuschuss werde gekürzt und die Kosten für Bürgergeldempfänger würden nur spärlich übernommen.
Forderung nach Korrekturen im Bundestag
Der Patientenschützer forderte den Bundestag auf, jetzt bei der Gesetzgebung massiv gegenzusteuern. „Das Parlament hat den Entwurf von Nina Warken zukunftsfähig zu machen und Lars Klingbeil mit in die Verantwortung zu nehmen“, so Brysch weiter gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
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