Vor fast vier Jahren wurde der Traum vom vierten Weltmeistertitel für die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien wahr. Damit begann sogleich eine neue Ära für Jogi Löws Mannschaft. Die intensive Arbeit im Jugendbereich des DFB zahlt sich seither kontinuierlich aus. Die Nationalelf verfügt inzwischen über einen Kader, der auf nahezu jeder Position zwei- oder dreifach mit Top-Spielern besetzt ist. Dem Bundestrainer wird die Entscheidung, wer letztlich mit zur WM nach Russland darf, sicher nicht leicht fallen – auch wenn dies gewissermaßen ein Luxusproblem darstellt.
Kroos, Khedira & Co. – Wer in jedem Fall mit darf
Angefangen bei Marco Reus (Borussia Dortmund), der aufgrund einer Verletzung die letzte WM verpasste. Bei Ihm liegen allen Hoffnungen auf einen Einsatz während der bevorstehenden Weltmeisterschaft, sofern er verletzungsfrei bleibt. Bislang sieht es gut für ihn aus und ein Stammplatz sollte ihm damit sicher sein. Ebenso wie bei Reus dreht sich bei Torwart Manuel Neuer (Bayern München) alles um seine Gesundheit. Noch hat er sich nicht von seiner Fußverletzung vollends erholt, doch vieles deutet auf einen Einsatz bei der WM hin, vorausgesetzt er wird bis dahin wieder voll einsatzfähig. Neben Neuer gilt Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) als gesetzt. Und für den Fall, dass Neuer nicht rechtzeitig fit wird, ist mit ter Stegen als Stammtorhüter zu rechnen. In der Abwehr werden zwei bekante Gesichter von der WM 2014 die Innenverteidigung bilden: Jerome Boateng und Mats Hummels (beide Bayern München). Darüber hinaus dürften Jonas Hector (1. FC Köln) sowie Joshua Kimmich (Bayern München) zum WM Kader gehören.
Obwohl Jerome Boateng und Jonas Hector unter Löw als gesetzt gelten, ist zu beachten, dass Boateng aktuell mit einer Verletzung zu kämpfen hat, die seinen Einsatz bei der WM unter Umständen im letzten Moment noch gefährden könnte. Daneben steht inzwischen fest: Der 1. FC Köln wird zum Ende der laufenden Saison das Bundesliga-Oberhaus definitiv verlassen, was wohl auch die Chance auf seinen Einsatz bei der WM mindern dürfte. Ob Jonas Hector ebenso wie Jerome Boateng letztlich auf den WM-Zug aufspringen wird, kann beispielsweise bei den besten Sportwetten getippt werden. Im heutigen Fußballgeschäft ist nichts mehr allzu sicher. Im Mittelfeld werden aber wohl bekannte Namen einen Stammplatz sicher haben. Ilkay Gündogan, der wie Reus verletzungsbedingt die letzte WM in Brasilien verpasste, dürfte dank seiner starken Leistungen in der Premier League von Jogi Löw berücksichtigt werden. Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Arsenal London) und Julian Draxler (Paris Saint Germain) werden wie in Brasilien auch diesmal in Russland zum WM Kader zählen. Im Sturm spricht vieles dafür, dass Timo Werner (RB Leipzig) und Sandro Wagner (Bayer München) das Team komplettieren werden
Die Wackelkandidaten
Der Confed Cup im Sommer vergangenen Jahres hat bereits verdeutlicht, dass die zweite Garde der Nationalelf international durchaus konkurrenzfähig ist. Der überraschende Gewinn des Confed Cup unterstrich das positive Gesamtbild der Mannschaft. Andererseits herrschen während einer WM andere Bedingungen. Ein Kader bestehend aus der Spritzigkeit junger Spieler gepaart mit WM-erfahrenen Spielern kommt dem, was sich der Trainer für die WM vorstellt, wohl nahe. Daneben gibt es noch die so genannten Wackelkandidaten, die zwar WM- bzw. EM-erfahren sind, doch wegen einiger Defizite beim Trainer nicht mehr allererste Wahl sind. Mario Gomez (VfB Stuttgart) etwa ist einer dieser Wackelkanditaten. Trotz seines Alters ist er ein wichtiger Spieler. Allerdings haben ihn mehrere kleine Verletzungen und ein Vereinswechsel im Winter leistungsmäßig zu schaffen gemacht. Zudem ist der Sturm mit Werner und Wagner bereits hinreichend besetzt.
Andre Schürrle und Mario Götze (beide Borussia Dortmund) waren in der Nachspielzeit des Endspiels zwischen Deutschland und Argentinien vor knapp vier Jahren das Gespann, das den Siegtreffer zum Gewinn der WM beisteuerte. Trotz dieser einzigartigen Leistung gelten beide Spieler als Wackelkandidaten, bei denen es nicht sicher ist, ob sie am Ende mit zur WM nach Russland fahren dürfen. Gründe dafür dürften in den schwankenden Leistungen der beiden Spieler zu finden sein. Noch ist allerdings Zeit, den Trainer der Nationalmannschaft von sich zu überzeugen.
Fritz Wolf bezeichnete sich stets selbst als Osnabrücker. Mit der 1973 verliehenen Justus-Möser-Medaille, der wichtigsten Ehrung der Stadt Osnabrück, schrieb ihm die Stadt eine wichtige Rolle zu. Zu Ehren des Künstlers gibt es derzeit zwei Ausstellungen – „Er war ein Osnabrücker!“ im Diözesanmuseum, in der über 100 Originale aus Privatbesitz zu sehen sind und „Nach mir das Ozonloch“ – Umweltsch(m)utz im Spiegel der Karikaturen Fritz Wolfs im Museum am Schölerberg. Die Ausstellung im Diözesanmuseum kann noch bis zum 15. Juli und die Ausstellung im Museum am Schölerberg bis zum 17. Juni besucht werden.





Dabei sind die 111 Gründe zumeist nur der Aufhänger, um das enzyklopädische Wissen des Autors zu einem bestimmten Thema darzulegen. So hat es auch der verhinderte Leistungssportler und langjährige Sportjournalist Arno Boes getan. Natürlich gibt es mehr als 111 gute Gründe, das Rudern zu lieben. Jeder, der im Boot gesessen hat, weiß das. Und natürlich ist Rudern nicht irgendeine Sportart, sondern so etwas wie die Krönung menschlicher Fortbewegung. Um diese 111 mal mehr mal weniger ernsthaft vorgetragenen Gründe wird nun die ganze Kulturgeschichte des Rudersports gesponnen. So verwundert es nicht, dass auch Pierre-Auguste Renoir mit seinem „Frühstück der Ruderer“ als Kronzeuge für die Bedeutung des Rudersport in der Kunst herangezogen wird. Ob Vereinstruktur, olympische Heldentaten oder tragisch knappe Entscheidungen, der ganze Kosmos einer Sportart, die mehr ist als sich rückwärts über das Wasser zu bewegen und mehr als ein elitäres Vergnügen britischer Akademiker, wird dem Leser kurzweilig, humorvoll und kenntnisreich offenbart.