Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Stadt und Landkreis Osnabrück steigt weiter. Nach aktuellen Zahlen zählt die Stadtverwaltung inzwischen 157 Fälle.
Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Stadt und Landkreis Osnabrück steigt weiter. Nach aktuellen Zahlen zählt die Stadtverwaltung inzwischen 157 Fälle.
Am Mittwochabend (18. März) wurde das Gerätehaus des SSC Dodesheide durch ein Feuer beinahe vollständig zerstört. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen!
Am späten Mittwochabend wurden die Feuerwehr und die Polizei zu einem Brand am Reinhold-Tiling-Weg gerufen. Die Osnabrücker Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Brandstiftung. Unbekannte hatten sich auf das Vereinsgelände des SSC Dodesheide begeben und ein Gerätehaus angezündet. Anwohner und Hundebesitzer wurden gegen 22:36 Uhr auf die Flammen aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Als die ca. 35 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Haste auf dem Gelände eintrafen, stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr löschte die Flammen, konnte jedoch nicht verhindern, dass das Gebäude und die darin gelagerten Gegenstände nahezu vollständig zerstört wurden. Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Informationen auf ca. 60.000 Euro belaufen. Die Osnabrücker Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen beobachtet haben, sich unter der Rufnummer 0541/327-2215 oder 327-3103 zu melden.
Liebe Leserin, lieber Leser, heute schreibe ich Sie Dich ausnahmsweise mit einem direkten „Du“ an, denn wir müssen reden.
Und nein, vielleicht bist Du auch gar nicht gemeint. Tatsächlich habe ich das Gefühl, wenn ich so die Kommentare bei Facebook lese und gestern die Fotos aus einer fast menschenleeren Großen Straße gesehen habe, dass die allermeisten Osnabrückerinnen und Osnabrücker sich bereits vorbildlich verhalten.
Ein Kommentar von Heiko Pohlmann.
Aber da gibt es auch „die anderen“, die Zeitgenossen, die sich bei dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Tage in Straßencafés tummeln oder im Supermarkt in Gruppen dicht beieinander stehen und einen Plausch über die aktuelle Versorgungslage mit Toilettenpapier halten.
Ich will mich selbst davon nicht freisprechen, dass mir das in den vergangenen Tagen nicht auch passiert ist – wider besseres Wissen. Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen und wir neigen dazu, uns auszutauschen, miteinander zu reden und die Gemeinschaft zu suchen.
Wir müssen uns allerdings alle bewusst machen, auch und ganz besonders dann, wenn wir nicht zu den Risikogruppen gehören (etwas älter, vielleicht mit Vorerkrankung), dass wir dennoch alle gefährdet sind.
Wir sind gefährdet unbeabsichtigt zum Täter zu werden oder wie ich es im Titel geschrieben habe: Du und ich, wir sind vielleicht das Virus!
Oder wie es gestern im Gespräch (telefonisch!) ein Mitarbeiter der Verwaltung und Angehöriger des Krisenstabs formulierte: „Teile der Bevölkerung haben noch nicht erkannt, dass sie selbst ein Teil der Krise sind.“
Vielleicht hilft es, wenn wir uns einfach mal vor Augen führen, wen es ganz besonders hart treffen kann. Menschen brauchen immer eine Visualisierung. Ich denke da zum Beispiel an den netten alten Mann im Toto-Lotto-Laden, der, obwohl er schon lange in Rente ist, dort immer noch den Kindern Tüten mit „Schlickersachen“ verkauft. Jeden Tag nimmt er die Lottoscheine entgegen, von denen, die bei jeder Ziehung immer wieder auf das ganz große Glück hoffen. Gefühlt begleitet er mich schon mein ganzes Leben. Er macht das sicher gerne, aber ich glaube er muss da auch jeden Tag stehen, weil die Rente sonst nicht reicht.
Vielleicht ist es bei Dir die Oma oder der Opa. Oder Tante Elfriede vielleicht, die so schwer Zucker hat? Die Nachbarin, die erst kürzlich eine neue Hüfte bekommen hat und deswegen starke Medikamente nehmen muss? Der Nachbar, von dem Du gar nicht weißt, dass er vor ein paar Jahren ein neues Herz bekommen hat und deswegen Tabletten nehmen muss, die sein Immunsystem herunterfahren?
Willst Du, oder wollen wir der Überbringer des Virus sein, der diese Menschen krank macht und womöglich tötet?
Wir haben es alle selbst in der Hand, jetzt unsere Sozialkontakte auf das Nötigste zu verringern. Warum machen da nicht alle mit?
Gleichzeitig sollten wir nicht die verurteilen, die dafür sorgen, dass in Handwerksbetrieben und in den Firmen, die keine Homeoffice anbieten können, jetzt nicht das Licht ausgeht. Es gibt einen Grund, warum noch so viele Menschen unterwegs sind. Das Wirtschaftsleben wurde nicht eingestellt – aber unsere direkten sozialen Kontakte können wir einstellen, es ist ja nur vorübergehend.
Und wir sollten uns jetzt schon überlegen, wie wir die unterstützen können, die inzwischen bereits auf Kurzarbeit gesetzt wurden, denen die Aufträge wegbrechen oder die als Gastwirte, Künstler, Einzelunternehmer und Ladenbesitzer nicht mehr wissen, wie sie zum Stichtag 1. April die Pacht für ihre Ladenlokal bezahlen sollen. Aber das ist ein ganz anders Thema.
Und noch was: Mitdenken! Leser haben unserer Redaktion in den vergangenen Stunden viel von ihren eigenen Erfahrungen berichtet. Zwei Geschichten sind mir besonders in Erinnerung geblieben.
Da schreibt uns ein Leser von dem Betreiber einer Pflegeeinrichtung, der es für nötig erachtete ausgerechnet in diesen Tagen Handwerker zu beauftragen, um eine Lampe in dieser Pflegeeinrichtung auszutauschen. Keine Notfall-Reparatur, einfach nur ein anderes Design der Lampe. In dieser Einrichtung leben schwerkranke Menschen, die beatmet werden müssen. Kann da nicht einer Mitdenken und solche Aufträge verschieben? Und was geht in den Handwerkern vor, die sich gegen die Pfleger vor Ort durchsetzen, sie beiseite schieben und trotz aller Warnungen einfach ihren Auftrag durchziehen?
Und eine andere Geschichte betrifft einen Discounter an der Mindener Straße, gleich gegenüber von einem großen Callcenter. Eine Leserin hat beobachtet, dass das Personal an der SB-Theke für die Backwaren keine Einmalhandschuhe nachgelegt hatte. Sowas kann passieren, da geht man als Kunde kurz an die Kasse und fragt nach, wartet einen Moment und dann gibt es sicher wieder neue Handschuhe.
Ganz offensichtlich interessierte das die allermeisten Kunden aber überhaupt nicht. Da wurde mit den gleichen Händen, mit denen eben noch der Einkaufswagen durch den Laden geschoben wurde, munter in den Brötchen gewühlt. Es könnte ja sein, dass eines der Brötchen etwas größer ist.
Sorry, es ist nicht okay, wenn einzelne Mitmenschen meinen, das Risiko auf eine Corona-Infektion eingehen zu wollen – die restlichen Brötchen, die beim Durchwühlen des SB-Regals alle angepackt wurden, werden andere Kunden kaufen.
„Du bist das Virus“, wenn sich wegen Deiner Ignoranz jemand infiziert, für den das potentiell ein Todesurteil sein kann!
So, eigentlich sollte das nur ein kurzer Kommentar werden … war wieder nichts. Ab sofort wird es bei der HASEPOST jeden Morgen einen aktuellen Kommentar geben. Nicht immer von mir, sondern auch mal von unserem Kolumnisten Kalla oder von anderen interessanten Osnabrückerinnen und Osnabrückern – ich freue mich schon sehr darauf!
Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.
In den letzten fünf Jahren wurde Italien von mehreren Erdbeben, Fluten und Brückeneinstürzen erschüttert. Jetzt kämpft das Land mit einer neuen Herausforderung: Dem Corona-Virus. Wie die in der Krisenregion lebende Roswitha Franz die aktuelle Situation erfährt, erzählt sie im Interview mit unserer Redaktion.
Am 17. März meldeten die Behörden 591 Corona-Infizierte in der norditalienischen Region Trentino – allein 106 davon aus Trient, der Provinzhauptstadt.
Die laut dem Smart City Index nachhaltigste Stadt Italiens hat seit mehreren Wochen mit der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu kämpfen. Es wurden bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen: Schulen, Universitäten, Restaurants, Kinos und viele weitere Institutionen bleiben vorerst geschlossen. Ausgenommen von der Regelung sind lediglich Kioske, Apotheken und Supermärkte. Der vor ein paar Wochen noch selbstverständliche Besuch des Tante-Emma-Ladens im Nachbardorf ist jetzt nur noch unter strengen Vorschriften möglich.
Sevignano liegt in Trentino, im Cembretal. Karte: OpenStreetMap-Daten | Lizenz: Open Database License (ODbL)
Rosi Franz lebt in Sevignano, einem kleinen Ort im Cembratal, circa 28 km außerhalb der 118.000 Einwohner-Stadt Trient in Südtirol. Veränderungen durch das Inkrafttreten der neuen Verfügungen seien jedoch auch außerhalb der Großstädte zu spüren. „Bei uns im Dorf war es generell immer sehr ruhig“, erzählt sie, „Oft konnte ich die Kinder draußen durch mein Wohnungsfenster spielen und lachen hören – das hat sich jetzt geändert“. Wer das Haus verlassen möchte, muss eine Selbstauskunft des Ministeriums bei sich tragen. „Das Formular kann online abgerufen und ausgedruckt werden. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Inhaber, dass er nicht in Quarantäne oder wissentlich am Corona-Virus erkrankt ist“, erklärt die Wahl-Italienerin. Ausnahmen für das Ausgangsverbot gelten nur bei Eintreten eines Notfalls, gesundheitlichen Belangen und dem Weg zur Arbeit. Als Bestätigung für Letzteres erhalten Betroffene ein Zertifikat ihres Arbeitgebers.
Mittlerweile gibt es in Italien über 20.000 gemeldeten Verstöße gegen das Ausgangsverbot. Die meisten Italiener halten sich allerdings an die Anordnungen der Regierung. „Die Menschen hier akzeptieren die aktuelle Situation, sind sehr verständnisvoll und übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen. Wir müssen Alte und Kranke besonders schützen“, legt Franz dar. Bei Missachtung der neuen Regelung drohen Geldstrafen über 200 Euro oder Haftstrafen von bis zu zwei Jahren. „Wer wissentlich mit dem Corona-Virus infiziert ist und sich nicht an die Quarantäne Vorschriften hält, kann mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis rechnen“, fügt Franz hinzu.
Das Ausgangsverbot reicht über den eigenen Haushalt, bis zum Verbot die Gemeinde zu verlassen, hinaus. „Einwohner der kleinen Gemeinden kommen nicht mehr in die großen Einkaufscenter. Die Beamten kontrollieren die Einfahrten stetig und überprüfen die Selbstauskünfte durchquerender Personen. Ich fahre in letzter Zeit immer zum kleinen Tante-Emma-Laden im Nachbardorf. Der liegt zum Glück noch in unserer Gemeinde“, erzählt Franz. Doch auch beim Einkaufen müssen strenge Vorschriften eingehalten werden: „In dem Lädchen sind nur bis zu drei Personen erlaubt, um den Sicherheitsabstand von einem Meter gewährleisten zu können. Die Kasse ist durch eine Plexiglas-Scheibe von den Kunden abgeschirmt. Wer einkaufen will, muss vor Betreten des Ladens Einmal-Handschuhe anziehen“, berichtet Franz. Eine Lebensmittelknappheit gäbe es allerdings nicht: „Als ich noch in den größeren Supermärkten einkaufen konnte, waren nur wenige Produkte komplett vergriffen. Beim nächsten Besuch hatte das Personal die ausverkaufte Ware auch schon wieder nachgefüllt.“ Ältere und alleinstehende Menschen können sich Lebensmittel und Medikamente nach Hause liefern lassen.
„Das Ortszentrum ist wie leer gefegt!“/Foto: Roswitha Franz
„Im Nachbardorf ist ein 83-jähriger Mann an dem Corona-Virus erkrankt“, erzählt Franz betroffen, „jetzt liegt er zur Behandlung im Krankenhaus. Dort herrschen mittlerweile katastrophale Zustände. Die Ärzte müssen entscheiden, wer beatmet wird und wen sie zum Sterben nach Hause schicken“. Um die Kapazitäten zu erhöhen haben die verzweifelten Hospitale Notzelte mit provisorischen Betten eingerichtet. Ärzte und Krankenpfleger, die noch im Studium sind, können ihre Prüfung vorzeitig ablegen, um direkt einsetzbar zu sein. „Dieses Angebot wird nicht selten angenommen“, berichtet die Wahl-Italienerin, „unsere Ärzte und Pflegekräfte versuchen trotz der Krisensituation stets positiv zu bleiben“. In Italien haben wir den Hashtag „#andràtuttobene„, zu deutsch: „Alles wird gut“.“
Seit Schließung der Schulen und Universitäten findet Bildung online statt. Lehrer unterrichten ihre Schüler per Videochat oder schicken ihnen Aufgaben zu. „Die Kinder sehen die Situation relativ gelassen. Es ist schade, dass sie ihre Freunde vorerst nicht mehr treffen können, aber auch die jüngsten in Italien haben den Ernst der Lage verstanden“, erzählt die gebürtige Deutsche. Sie habe jedoch die Befürchtung, dass die Schulen noch lange geschlossen bleiben werden. Zur Abwechslung bleibt den Kindern immer noch der Garten, um sich auszutoben. „Die Menschen hier im Ort sind momentan oft draußen im Garten und betätigen sich handwerklich. Einige bauen sogar eigenes Gemüse an“, erzählt Franz.
Kein anderes westliches Land hat bisher solch signifikante Maßnahmen getroffen wie Italien. In der Bevölkerung stößt das Vorgehen auf Verständnis: Für die Gemeinschaft aktiv zu sein bedeutet nicht immer große Taten vollbringen zu müssen. In Zeiten von Corona ist die Einschränkung der eigenen Freiheit zum Schutz der Schwächeren in der Gesellschaft bereits ein wichtiger Schritt. Gerade in der momentanen Situation ist Zusammenhalt und Rücksichtnahme wichtiger denn je – in diesem Sinne: #andràtuttobene!
Zum Schutz der Bürger und Bürgerinnen Osnabrücks schließen zurzeit viele Einrichtungen ihre Türen für den Publikumsverkehr. Das bedeutet allerdings nicht, dass keine Beratungen mehr stattfinden werden. Welche Einrichtungen bis auf Weiteres keine Laufkundschaft begrüßen, Fragen aber trotzdem freundlich am Telefon beantworten, erfahren sie im folgenden Artikel.
Schließungen auf einen Blick: Touristinformation Osnabrück | Osnabrücker Land, Servicezentren der AOK Niedersachsen, Dienststellen der Stadt Osnabrück, Caritas Beratungsstellen, MaßArbeit Jobcenter im Landkreis, einige Filialen der Volksbank Osnabrück, Einschränkungen im Amtsgericht Osnabrück, Einschränkungen bei der Arbeitsagentur Osnabrück.
Aufgrund der Entwicklungen rund um das Corona-Virus hat die Touristinformation Osnabrück | Osnabrücker Land schon gestern (17. März 2020) ihre Türen geschlossen. Auch das Büro des Tourismus- und Tagungsservice Osnabrück | Osnabrücker Land wird für den Publikumsverkehr vorerst geschlossen. „Die Schließung unserer Räumlichkeiten in der Bierstraße 22 ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir sind darum bemüht, alle Anfragen kurzfristig telefonisch oder per E-Mail zu beantworten“, sagt Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH (OMT). Bei der OMT gibt es aktuell keinen Corona-Verdachtsfall oder einen Ausbruch. „Wir möchten mit dieser Maßnahme einen verantwortungsvollen Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter sowie der potentiellen Besucher leisten“, ergänzt Alexander Illenseer, Prokurist der OMT.
„Die persönliche Beratung unserer Kunden vor Ort ist uns ein großes Anliegen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation tragen wir als Gesundheitskasse aber eine besondere Verantwortung für unsere Versicherten sowie Mitarbeiter“, berichtet die Pressesprecherin der AOK Niedersachsen Ulrike Serbent. Daher schließen die Servicezentren der AOK Niedersachsen für die persönliche Beratung. Versicherte sollen sich ab sofort überwiegend telefonisch, per Post, per E-Mail oder Fax sowie über die Online-Geschäftsstelle an ihre Gesundheitskasse wenden. Nur in dringenden Fällen und nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung kann eine persönliche Beratung in den Servicezentren in Anspruch genommen werden. „Die Reduzierung von persönlichen Kontakten ist eine wirksame Maßnahme, um weitere Ansteckungen zu verhindern und gerade Risikogruppen wie ältere oder chronisch kranke Menschen zu schützen“, ergänzt Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.
Zudem bleiben alle Dienststellen der Stadt Osnabrück bis auf Weiteres geschlossen. Nur wer bereits einen Termin verabredet hat, darf noch eine Dienststelle aufsuchen. Wer beispielsweise einen Termin im Internet verabredet hat, kann diesen noch wahrnehmen. Telefonisch sind die Dienststellen für dringende Anliegen weiterhin erreichbar.
Außerdem schließen die MaßArbeit-Jobcenter des Landkreises Osnabrück ihre Außenstellen in Melle, Bramsche, Ostercappeln, Süd- und Nordkreis für den Publikumsverkehr. Dringliche Anliegen, wie etwa Leistungsanträge, können per Post geschickt oder in den Briefkasten der Außenstelle eingeworfen werden. Alle persönlichen Termine entfallen ohne Rechtsfolgen und müssen auch nicht abgesagt werden. Im Einzelfall können zwingend notwendige Termine nach telefonischer Abstimmung vereinbart werden. Telefonisch bleiben die Ansprechzeiten unverändert und auch die Erreichbarkeit per E-mail ist sichergestellt. Die Auszahlung aller Geldleistungen ist jederzeit gewährleistet.
Aufgrund von Personalverschiebungen – insbesondere wegen Schul- und Kita-Schließungen – werden Volksbank-Filialen an der Natruper Straße und Bremer Straße in Osnabrück sowie Filialen in Glane, Dissen und Alfhausen der Volksbank Osnabrück eG bis auf weiteres geschlossen. Die übrigen Filialen der Volksbank Osnabrück eG bleiben geöffnet. Zudem wird die telefonische Erreichbarkeit verbessert, denn Kunden können viele Bankgeschäfte auch telefonisch erledigen. Die Nutzung der Selbstbedienungszonen mit Geldautomaten,
Kontoauszugsdrucker und Selbstbedienungsterminals stellt die Volksbank Osnabrück eG an allen Standorten weiterhin sicher. Alternativ empfiehlt das Geldinstitut, Bankgeschäfte bequem und sicher digital von zu Hause erledigen. Im Bedarfsfall unterstützen die Bankmitarbeiter telefonisch bei der Einrichtung eines Online-Banking-Zugangs.
Alle Rechtssuchenden sind des Weiteren dringend dazu aufgefordert, mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen zu prüfen, ob ein Anliegen so dringlich ist, dass das Gerichtsgebäude betreten werden muss. Viele Anliegen ließen sich auch telefonisch, per Fax oder schriftlich klären. Das gilt insbesondere auch für Eingaben an die Register- und Grundbuchabteilung. Die Mitarbeiter des Amtsgerichts stünden dafür gerne zur Verfügung. Für unaufschiebbare Besuche im Gerichtsgebäude gelten geänderte Öffnungszeiten, nämlich Montag bis Freitag 8:30 bis 12:30 Uhr. In diesem Zeitfenster ist auch die telefonische Erreichbarkeit des Gerichts sichergestellt. Außerhalb dieser Zeiten kann es zu Einschränkungen kommen, weil auch das Amtsgericht verstärkt von Möglichkeiten der Heimarbeit Gebrauch machen wird. Ist der Besuch des Amtsgerichts unumgänglich, besteht eine Registrierungspflicht. Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, Kontakt zu infizierten Personen gehabt haben oder die an Krankheitssymptomen leiden, werden in jedem Fall gebeten, vom Besuch des Amtsgerichts abzusehen.
Grundsätzlich gilt aber auch in anderen Einrichtungen: Ist das Anliegen nicht dringend, sollte lieber zu einer Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail gegriffen werden!
Die Stadt Osnabrück hat am Dienstag, den 17. März 2020, eine weitreichende Allgemeinverfügung erlassen, die auch Auswirkungen auf die Universität Osnabrück hat. Es kommt zu Absagen von Prüfungen und Sprechstunden.
„Verboten werden: Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen“, heißt es in der neuen Verfügung.
Bis zum 19. April werden keine Präsenz- und Promotionsprüfungen mehr stattfinden. Die Universität Osnabrück sagt Klausuren, mündliche Prüfungen, Präsentationen oder ähnliche Prüfungsformate ab. „Promotionsprüfungen finden oft unter Teilnahme von Personen aus unterschiedlichen Universitäten und Organisationseinheiten unserer Universität statt“, so Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück. Das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Kontaktkreisen bedeutet eine erhöhte Infektionsgefahr.
„Alle Sprechstunden werden abgesagt und können ausschließlich als telefonische Beratung oder online-Beratung fortgeführt werden“, erklärt die Präsidentin der Universität Osnabrück. Der Info-Point des Studierendensekretariats ist von dieser Regelung nicht betroffen und ist zu Validierung und Ausgabe der Campuscard von Montag bis Freitag zwischen ab 10:00 Uhr für jeweils eine Stunde besetzt.
Dekaninnen und Dekane werden sich am Mittwoch, den 18. März, über die weitere Vorgehensweise im Gremienbetrieb beraten. Um die Infektionsgefahr einzudämmen, wird das Gespräch in Form einer Videokonferenz stattfinden. Alle bereits vereinbarten Gremiensitzung sollten schnellstmöglich verschoben oder wenn möglich online abgehalten werden.
Eine zentrale Aufgabe zur Eindämmung der Infektionsgefahr ist es, soziale Kontakte bis aufs Nötigste zu minimieren. Häufig wechselnde Kontakte, sowie das Zusammentreffen größerer Menschenmenge, sollten vermieden werden. „Wo wenige, immer dieselben Personen zusammentreffen besteht eine geringere Infektionsgefahr, als bei wechselnden Personengruppen. Ist ein Zusammentreffen nicht vermeidbar, sollten unbedingt höchste Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten werden“, so Menzel-Riedl. Die Universität Osnabrück bittet die Studierenden, Organisationseinheiten nur nach vorheriger telefonischer Absprache zu besuchen. Nach Möglichkeit sollte mobiles Arbeiten beziehungsweise Telearbeit genutzt werden.
Neben den bekannten Standards des Robert-Koch-Instituts spielt die Vermeidung von Sozialkontakten eine entscheidende Rolle. Die Universität hat allerdings einen zusätzlichen Tipp: „Tragen Sie im öffentlichen Raum Handschuhe, zum Beispiel Stoffhandschuhe. Die Queen ist unser Vorbild! Legen Sie die Handschuhe ab, wenn Sie wieder in Ihrem Arbeitsumfeld oder privaten Umfeld sind und reduzieren Sie das Händewaschen trotzdem nicht!“
„Wir rechnen damit, dass unsere Universität in den nächsten Tagen vorübergehend geschlossen werden könnte. Dies würde bedeuten, dass der Campus dann nicht mehr betreten werden darf. Ausgenommen sind systemrelevante Personen, zum Beispiel Personen, die in Kernbereichen der Verwaltung tätig sind oder Betreuende von wissenschaftlichen Langzeitexperimenten“, erklärt die Präsidentin der Universität Osnabrück.
Die Polizeidirektion Osnabrück präsentiert die Ergebnisse der „Kontrollwoche mit Licht und Schatten“, die vom 9. bis zum 15. März 2020 stattfand. Die Gesetzeshüter haben dabei vor allem auf die Anschnallpflicht und die vorschriftsmäßige Benutzung von Kindersitzen und Schutzhelmen geachtet.
Im gesamten Bereich der Polizeidirektion Osnabrück – von den Ostfriesischen Inseln bis zum Teutoburger Wald – wurde diesen Lebensrettern im Straßenverkehr ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. „Es war eine Woche mit Licht und Schatten. Leider sind immer noch viele Gurtmuffel auf unseren Straßen unterwegs“, erklärt Polizeisprecherin Anne Außendorf. Im Hinblick auf Verstöße durch betroffene Kinder fiel das Ergebnis im Vergleich zu Kontrollen in der Vergangenheit relativ positiv aus, so Außendorf. Insgesamt wurden im Rahmen der Kontrollwoche im Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück 610 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 338 Gurtverstöße festgestellt. Von diesen 338 Verstößen waren sieben nicht angeschnallte Kinder betroffen. „Auch wenn sich sieben erst einmal nach nicht viel anhört – es sind sieben zu viel“, so Außendorf weiter. Verstöße gegen die Schutzhelmpflicht gab es lediglich zwei.
Zum Großteil wurden Pkw kontrolliert – vereinzelnd aber auch Lkw und motorisierte Zweiräder. In der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund waren es 93 Verstöße gegen die Sicherheitsgurtpflicht bei 198 Kontrollen, in der Polizeiinspektion Leer/Emden 90 Gurtverstöße bei 123 Kontrollen, in der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim 80 Verstöße bei 196 Kontrollen und im Bereich der Polizeiinspektion Osnabrück 75 nicht angeschnallte Verkehrsteilnehmer bei 93 kontrollierten Fahrzeugen. Außerdem wurden im Rahmen der Kontrollen noch weitere Verstöße, wie unter anderem 42 Fälle wegen unerlaubter Handynutzung am Steuer, festgestellt.
Ziel der Schwerpunktkontrolle war auch dieses Mal, auf die Gefahren im Verkehr aufmerksam zu machen und an das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu appellieren – für die eigene Sicherheit und die Sicherheit aller anderen. Die Kontrollwoche fand im sogenannten RoadPOL-Verbund statt. Dieser ist ein Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der EU. „Durch gemeinsame Aktionen regelmäßiger Kontrollwochen werden die europaweit häufigsten Unfallursachen bekämpft“, so Anne Außendorf.
Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.
Mit minutenlangem Beifall würdigte das Publikum die Spielfreude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im voll besetzten Konzertsaal der Kreismusikschule Leer beim 26. Lions Musikpreis, am Samstag, den 7. März.
Nadja Konert, 21 Jahre junge Studentin aus Osnabrück, hatte nicht nur die hochkarätige Jury, sondern auch das Publikum überzeugt. Sie erhielt den mit 1.000 Euro dotierten 1.Preis. Neben ihrem Studium in Latein und Musik an der Universität Osnabrück hatte sie sich mit ihrer professionellen Klavierbegleitung intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Zweite Preisträgerin wurde die 17-jährige Kiara-Joy Molitor aus Osnabrück und über den dritten Preis freute sich Carlotta Hohaus (18 Jahre) aus Georgsmarienhütte. Unterstützung erhielten die drei Gewinnerinnen von ihrer engagierten Dozentin Katharina Betten (Musik- und Kunstschule Osnabrück), die ihre Schützlinge nach Leer begleitet hatte. Sie war stolz, dass alle ihre Schülerinnen beim Lions Musikpreis überzeugen konnten. Bereits am Nachmittag hatten die Kandidaten/innen ihre Pflichtstücke von Georg Philipp Telemann und Paul Harvey präsentiert. In dem öffentlichen Konzert spielten sie ihr Wahlstück.
Zum ersten Mal in der 26-jährigen Geschichte des Lions Musikpreises war das klassische Saxofon Wettbewerbsinstrument. Heute zählt das Saxofon zu den beliebtesten Instrumenten und wurde Instrument des Jahres 2019.
Die jungen Saxofonisten haben im Konzert alles gegeben. Es kann nur eine Siegerin geben, aber für alle war es ein großer Auftritt, der hoffentlich zu vielen weiteren Auftritten führt. Unzählige erfolgreiche Künstler haben zu Beginn ihrer Karriere zunächst bei einem Lions Regionalwettbewerb teilgenommen.
Für Nadja Konert geht es im Mai zum Deutschlandwettbewerb nach Bremen, wo sie sicherlich nicht chancenlos um die Teilnahme auf internationaler Ebene kämpfen wird. Sie wurde vom Lionsclub Osnabrück-Friedensreiter unterstützt. Kiara-Joy Molitor fand Unterstützung durch den LC Osnabrück-Penthesilea und Carlotta Hohaus durch den LC Georgsmarienhütte „Dörenberg“.
Die beiden jüngsten Teilnehmer, Svea Machatsch (14) aus Papenburg und Leon Matta (16) aus Leer erhielten für ihre Leistung viel Beifall und Förderpreise der Stiftung „Kultur tut Leer gut“.
Ehrlich gesagt, wenn ich bei jeder in den vergangenen Tagen vollzogenen Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus mich im Detail mit dem Für und Wider auseinandergesetzt hätte, dann hätte ich vor lauter Kopfschütteln jetzt vielleicht eine Nackenstarre. Aber Kopfschütteln bringt uns aktuell nicht weiter!
Ein Appell an die Eigenverantwortlichkeit, von Heiko Pohlmann
In den vergangenen Tagen und vor allem nach den drastischen Maßnahmen, die unsere überraschend aus der Versenkung aufgetauchte Kanzlerin am Montag verkündete, gab es zahlreiche Anfragen an unsere Redaktion und noch viel mehr Kommentare bei Facebook, in denen nach dem“Warum“ zu einzelnen Vorschriften gefragt wurde.
Und ich muss als Journalist ganz klar sagen: Das Hinterfragen von Regulierungen und Gesetzen ist nicht nur Aufgabe der Presse, sondern auch eine wichtige Bürgerpflicht. Dieses Recht ist durch die Corona-Krise weder eingeschränkt, noch sollten wir es uns nehmen lassen. Doch jetzt folgt das „Aber“: Wir sollten uns auch Gedanken machen, vor welchem Hintergrund manche Entscheidung der letzten Tage getroffen wurde und unter welchem Druck zukünftige Entscheidungen getroffen werden.
Dabei können (und sollten) wir in einer hoffentlich bald wieder entspannteren Situation auch aufklären, warum die Regierenden solange gewartet haben, bis sie in eine derartige Situation gerieten, in der vieles nun viel zu unüberlegt erscheint.
Vorerst müssen wir nun aber einige Fragen vertagen und erstmal auf die aktuellen Herausforderungen reagieren – um Menschenleben zu schützen.
Worauf ich eigentlich hinaus will: Es bringt einfach nichts, jetzt in eine Trotzhaltung zu gehen – „Warum, warum, warum …?“. So manche Frage kann jetzt einfach nicht beantwortet werden und manche offizielle Regulierung ist vielleicht halbherzig. Und wenn das so ist, dann sind wir alle gefordert, es besser zu machen!
Natürlich ist es beispielsweise auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar, warum Friseure noch arbeiten dürfen und Baumärkte weiterhin geöffnet haben.
Ich habe mir zu den beiden Themen meine Gedanken gemacht. Es ist aus Kriegsgefangenenlagern bekannt, dass die Körperpflege tatsächlich als eine der wichtigsten Beschäftigungen gilt, mit der die Moral und das Durchhalten der Betroffenen aufrecht gehalten werden kann. Vielleicht hilft es manch einem Mitbürger tatsächlich über die kommende Zeit, wenn er die Haare nochmal schön hat? Aber kein Friseur ist verpflichtet, jetzt noch geöffnet zu haben, und kein Kunde muss jetzt noch zum Friseur gehen. Dazu aber gleich unten noch mehr.
Und was die Baumärkte angeht, ich glaube nicht, dass es darum geht, dass Familienväter jetzt ihre Freizeit im Kleineisenbereich verbringen sollen, um endlich eine Antwort auf die Frage zu finden, ob Spax-Schrauben wirklich eine Alternative zum Eisennagel sind.
Zahlreiche Handwerker sind jedoch dringend auf die Verfügbarkeit der Waren aus Baumärkten angewiesen. Schon jetzt haben sich die Lieferzeiten der Paketdienste drastisch verlängert. Auf Zulieferungen an und von Großhändlern kann sich derzeit kein Handwerker mehr verlassen. Und wenn der Geruchsverschluss unter dem Waschbecken platzt, dann muss schnell Ersatz her, sonst kann man sich auch nicht mehr so einfach die Hände waschen. Und halbfertige Baustellen müssen auch beendet werden, sonst wäre der wirtschaftliche Schaden immens. Also der Einsatz von Handwerkern muss gewährleistet bleiben!
In einer perfekten Welt hätte man sicher Regelungen geschaffen, die den Besuch von Baumärkten nur noch Handwerkern erlaubt und die Vorsichtsmaßnahmen beim Friseurbesuch zwingend vorschreiben.
Und da bin ich beim Kernpunkt dieses Kommentars: Wir dürfen und sollen durchaus die getroffenen Maßnahmen hinterfragen, vielleicht müssen wir diese Fragen auch ein wenig auf die Zukunft verschieben. Wir sollten jetzt aber versuchen uns wenn möglich selbst Antworten zu geben und auf Eigenverantwortung setzen!
Denn kein Friseur und kein Baumarkt ist aktuell verpflichtet zu arbeiten oder zu öffnen. Niemand schreibt uns vor, nur weil unsere Arbeit noch nicht staatlichen Regulierungen unterworfen ist, nicht selbst für Schutzmaßnahmen zu sorgen.
Vor allem aber ist auch kein Kunde verpflichtet, jetzt zum Friseur zu gehen oder einen Baumarkt zu bevölkern. Nur weil es nicht verboten ist, müssen wir da jetzt hin!
Ich habe neulich in einem Baumarkt Markierungen auf dem Boden vor der Kasse gesehen, mit dem die Kunden zu ausreichendem Abstand voneinander aufgefordert werden (immer nur Vorrücken bis zur nächsten Markierung) – eine tolle Idee, die würde sich auch im Supermarkt bestimmt bewähren.
Und kein Friseur ist gezwungen, seinen Laden geöffnet zu halten. Hier sind die Ladeninhaber selber gefordert, Entscheidungen zu treffen. Und bitte, wenn ihr geöffnet habt, verwendet Einmalhandschuhe beim Kundenkontakt, bittet eure Kunden und Mitarbeiter sich die Hände zu waschen und stellt Euch selbst ernsthaft die Frage: Müssen wir tatsächlich geöffnet haben, auch wenn es nicht verboten ist? Hier sind auch die Mitarbeiter gefordert, ein wenig auf ihre Chefs einzuwirken. Einfache Grundregeln wie Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen kann jeder selbst durchsetzen, ohne gleich einen Streik organisieren zu müssen.
Das gleiche gilt für die so viel gescholtenen Baumärkte: Hier braucht es Unternehmen und Unternehmer mit Mut, die klar sagen: „Wir bedienen aktuell nur Handwerker, die sich mit einem Gewerbenachweis ausweisen können.“
OK; vielleicht bin ich ein wenig naiv und vertraue zu sehr auf Eigenverantwortung. Aber statt immer nach dem „Warum“ zu fragen, braucht es jetzt einfach mehr Mut zur Eigenverantwortung. Ohne wird es in den kommenden Wochen nicht gehen!
Wenn auch nur ein kleiner Teil von uns in dieser Krise lernt, wieder eigenverantwortlich zu denken und zu handeln – und das auch im Sinne der Gemeinschaft – wäre das ein toller Nebeneffekt dieser Krise. Fangen Sie doch gleich heute damit an, es geht!
In einer am Dienstagabend veröffentlichten Videobotschaft richtet sich Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert an die Bevölkerung.
Griesert macht deutlich, dass der Gesundheitsschutz und aktuell vor allem das Ziel, die Verbreitung des Virus einzudämmen, im Vordergrund der getroffenen Maßnahmen steht.
Feuerwehr, Müllabfuhr, Rettungsdienste und die wichtigsten Grundpfeiler der öffentlichen Vorsorge werden auch während der Corona-Krise weiter funktionieren, sichert der Oberbürgermeister zu.
Griesert appelliert an die Osnabrückerinnen und Osnabrücker unnötige Kontakte zu vermeiden und drängt darauf, wo es möglich ist, Lösungen für Arbeit im HomeOffice zu finden.
„Wir rücken zusammen und wir halten körperlich etwas Abstand“, ist zum Abschluss der Videobotschaft eine zentrale Aussage des OB.