Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Notenbank Fed erhöht den Leitzins um 0,25 Prozent und damit so stark wie von den meisten Marktteilnehmern erwartet. Die dts Nachrichtenagentur sendet gleich weitere Details.
Foto: Konrad Laimer (RB Leipzig), über dts Nachrichtenagentur
Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – Im Achtelfinale des DFB-Pokals hat RB Leipzig gegen den TSG 1899 Hoffenheim 3:1 gewonnen und damit das Viertelfinale erreicht. Die Führung erlangte Leipzig bereits in der 8. Minute mit einem Tor von Emil Forsberg.
Ohne große Mühe dominierten sie fortan das Spiel, Konrad Laimer baute ihre Führung in der 41. Minute aus. Hoffenheim blieb dagegen weitgehend defensiv, Chancen boten sich für sie kaum. Immerhin gelang Kasper Dolberg in der 76. Minute ein Tor, das die erfolgsverwöhnten Leipziger zu Ende nochmal wachrüttelte: In der 83. Minute schoss Timo Werner das dritte Tor für RB. Am Abend trifft in einem weiteren Achtelfinale der 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Bayern München.
Foto: Vonovia, über dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Co-Chef der SPD-Linken, Sebastian Roloff, hat sich offen gezeigt für einen Einstieg des Bundes bei Vonovia, wie ihn die „Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt“ fordert. „Die Krise am deutschen Wohnungsmarkt erfordert starke öffentliche Antworten“, sagte der Bundestagsabgeordnete dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).
Die Ankündigung des Immobilienkonzerns, alle für dieses Jahr vorgesehenen Neubauprojekte auf Eis zu legen, sei „ein weiteres Beispiel dafür, dass wir uns eben nicht auf den freien Markt verlassen können“. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, hält Roloff „massive Investitionen“ in öffentliche Neubauprojekte für notwendig. Das Ziel der Bundesregierung, pro Jahr mindestens 400.000 Wohnungen zu bauen, müsse „zeitnah“ erreicht werden. „Über welches Modell das geschafft wird, da bin ich erst mal offen“, sagte der SPD-Politiker.
Die Gewerkschaft hatte sich als Konsequenz aus dem Neubau-Stopp von Vonovia für einen Staatseinstieg ausgesprochen. Der Bund müsse einen Anteil von 25 Prozent plus eine Aktie, die sogenannte Sperrminorität, erwerben, sagte IG-BAU-Vize Harald Schaum am Mittwoch. „Der Staat würde damit Einfluss auf die langfristige Strategie bei Vonovia bekommen – also auch auf den Neubau, die Modernisierungen und die Mietpreisentwicklung.“
Foto: Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 6, 20, 34, 36, 40, 49 die Superzahl ist die 5. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 2081905. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 533606 gezogen.
Diese Angaben sind ohne Gewähr. Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Im Jackpot liegen zwölf Millionen Euro.
Neuer Trainingsplatz im Schinkel – Pötter erwartet vom VfL: „Jetzt muss die Mannschaft liefern“
„Die Stadt hat geliefert, jetzt muss die Mannschaft liefern.“ Mit deutlichen Worten, die daran erinnerten, dass der VfL gerne aus der klammen Stadtkasse nimmt, wenn es um Leistung auf dem Platz geht, aber nicht immer glänzt, übergab Oberbürgermeisterin Katharina Pötter am Mittwochnachmittag (1. Februar) den in den 70er Jahren als „Hartplatz“ eröffneten und für einen siebenstelligen Betrag umfangreich umgebauten Sportplatz an der Weberstraße an den VfL.
Nach einem langen Hin und Her, begonnen zu einem Zeitpunkt, als die Lila-Weißen noch Zweitligist waren, ist der umfangreich umgebaute Sportplatz im Schinkel ein erster Schritt auf dem Weg zu besseren Trainingsbedingungen für die Profis und den Nachwuchs.
CDU und SPD wollten Investition 2021 an der Öffentlichkeit vorbei durchsetzen
Kurz vor der Kommunalwahl im Herbst 2021 und der dabei auch anstehenden Neubesetzung des OB-Postens fiel die erste wegweisende Entscheidung für einen neuen Trainingsstandort. Bitterer Beigeschmack: Trotz der hohen Investitionssumme sollte diese Entscheidung an der Öffentlichkeit vorbei und hinter geschlossenen Türen getroffen werden.
Ganz so leicht wollte es der scheidende Rat dem VfL aber doch nicht machen und brachte das Thema in seiner letzten Zusammensetzung doch noch öffentlich zur Diskussion. Zuvor hatte es im unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagenden Verwaltungsausschuss bereits eine knappe Mehrheit gegeben, die nach Ansicht von SPD und CDU ausgereicht hätte, dem VfL auch ohne öffentliche Debatte eine neue Trainingsstätte zu verschaffen.
Grüne wollten Entscheidung, ohne sich unter Zeitruck setzen zu lassen
Der Antrag der Grünen, doch bitte mit diesem nicht unerheblichen Griff in die tiefenentleerte Stadtkasse auf den neu gewählten Stadtrat zu warten, bekam keine Mehrheit. Mit Hinweis auf die angebliche Zeitnot, weil ja der Platz noch im Winter 2021/22 umgebaut werden könne, hatten die Grünen gegen die Stimmen von CDU und SPD keine Chance.
Kinder gehen immer: Eingerahmt von VfL-Pressesprecher Sebastian Rüther (links) und VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling (rechts) eröffnet Oberbürgermeisterin Katharina Pötter zusammen mit VfL-Präsident Holger Elixmann die neue Trainingsstätte. / Foto: Dieter Reinhard
Ratsmitglieder wollten an Eröffnung noch im Jahr 2021 glauben
Angesichts der tatsächlichen Planungs- und Bauzeit (zum ersten Spatenstich kam es erst im Spätsommer 2022) mutet die damalige Debatte heute wie eine Geschichte aus dem Paulanergarten an, der viele Ratsmitglieder nur zu gerne glauben wollten.
Tatsächlich versprach die Verwaltung im Herbst 2021, dass der Platz samt Rasenheizung noch im Winter des gleichen Jahres fertiggestellt werden könne.
Das klappte natürlich nicht, aber die fantastische Geschichte sorgte immerhin dafür, dass die, die es nur zu gerne glauben wollten, satte 1,5 Millionen Euro locker machten. Was genau der Umbau, der neben einer Rasenheizung auch eine Flutlichtanlage beinhaltet, den Steuerzahler tatsächlich gekostet hat und welche laufenden Kosten zu erwarten sind, davon war bei der Feierstunde an diesem regnerischen Februartag keine Rede.
Allerdings ist der Trainingsplatz auf dem Schinkelberg inzwischen auch nicht mehr die singuläre Investition, die 2021 so hastig auf den Weg gebracht wurde. In verschiedenen folgenden Ratsdebatten, in denen die Oberbürgermeisterin darum bemüht war, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, wurde eine Neuaufstellung der bestehenden Trainingsanlagen an der Illoshöhe und der Neubau des Trainingszentrum für Profis und Teile des Nachwuchsleistungszentrums beschlossen.
Text: Heiko Pohlmann und Dieter Reinhard
Foto: Halbseitig gesperrte Brücke, über dts Nachrichtenagentur
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) wirft Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) vor, sich für den Neubau von Autobahnen zu „verkämpfen“, und fordert stattdessen eine Priorisierung von Sanierungen. Wissing „sollte sich zuerst darum kümmern, dass Strecken und Bauwerke saniert werden können“, sagte Krischer der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgaben).
Die Forderungen des Bundesverkehrsministers, besonders belastete Autobahnen auszubauen und Lücken im Autobahnnetz zu schließen, hörten sich für Krischer an wie: „Es regnet durchs Dach, aber ich mache mir Gedanken über die Gestaltung des Badezimmers.“ Der Grünen-Politiker sagte, er verstehe die Diskussion über den Autobahnbau nicht. „Das Problem bei den Autobahnen sind die anstehenden Sanierungen. In NRW müssen laut Herrn Wissing 873 Autobahnbrücken in den nächsten zehn Jahren saniert werden. Er hat im letzten Jahr mit 41 Sanierungen nicht einmal die Hälfte dessen geschafft, was er schaffen müsste“, so der Landesminister.
„Gerne können wir auch über zusätzliche Autobahn-Fahrspuren reden, aber erst dann, wenn Klimaschutzziele erfüllt und Sanierung und Erhalt von Autobahnen und Brücken angegangen und erledigt sind“, sagte Krischer. „Wer alles zur Priorität macht, macht am Ende gar nichts zur Priorität.“
Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.181 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.
Nach einem Vormittag ohne klare Richtung konnte der DAX am Nachmittag noch zulegen. Am späten Vormittag hatte Eurostat bekannt gegeben, dass die jährliche Inflation im Euroraum bei 8,5 Prozent lag, im Dezember waren es noch 9,2 Prozent. Das dürfte auch ein Signal an die Europäische Zentralbank senden, die am Donnerstag über die nächste Leitzinserhöhung bekanntgibt. Zuvor steht am Mittwochabend allerdings der Zinsentscheid der US-Notenbank an. Während für Europa mit einer Anhebung um 50 Basispunkte gerechnet wird, dürfte der Schritt in den USA nur halb so hoch ausfallen. Entscheidend ist darüber hinaus der langfristige Ausblick. An der Spitze der Kursliste in Frankfurt standen bis kurz vor Handelsschluss die Aktien von Mercedes-Benz, Deutscher Post und BMW. Sie konnten jeweils von guten Quartalszahlen ihrer US-Mitbewerber profitieren. Kräftige Abschläge von fast sechs Prozent mussten hingegen die Papiere von Hannover Rueck hinnehmen, die zur gleichen Zeit am Ende der Kursliste in Frankfurt rangierten.
Trotz einer Gewinnsteigerung im vergangenen Jahr zeigten sich Marktbeobachter enttäuscht über den Ausblick des Rückversicherers für 2023. Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im März kostete 60 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis sank hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 84,53 US-Dollar, das waren 93 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,0920 US-Dollar (+0,55 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9157 Euro zu haben.
Foto: Fähre im Hamburger Hafen, über dts Nachrichtenagentur
Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat vor einer Sturmflut im Hamburger Elbgebiet gewarnt. Der Hochwasserscheitel werde am Donnerstag, dem 2. Februar gegen 1:28 Uhr am Pegel St. Pauli mit einer Höhe von 3,39 bis 3,89 Metern über Normalhöhennull erwartet, hieß es.
Das entspricht 1,25 Meter bis 1,75 Meter über dem mittleren Hochwasser. In der Warnung, die das Lagezentrum der Polizei Hamburg verbreitete, werden Bürger dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet zu meiden. „Informieren Sie sich in den Medien, zum Beispiel im Lokalradio. Informieren Sie Ihre Nachbarn“, schreibt die Behörde. Tiefer gelegene Gebiete sollten verlassen werden, insbesondere im Hafen, in der Hafen-City und in elbnahen Gebieten. Das Seeschifffahrt-Bundesamt ruft dazu auf, tiefer gelegene Gebäude vor dem Hochwasser zu sichern und Fahrzeuge in höher gelegene Gebiete zu bringen.
Foto: Joe Biden, über dts Nachrichtenagentur
Delaware (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehreren Funden von Geheimdokumenten im Wohnsitz von US-Präsident Joe Biden in Wilmington und in einem Büro einer Denkfabrik, durchsucht das FBI nun sein Strandhaus in Delaware nach als Verschlusssache eingestuften Papieren. Die Durchsuchungen sollen einvernehmlich erfolgen, hieß es, einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss gebe es nicht.
Bidens Anwälte hatten im Januar angegeben, das Strandhaus bereits durchsucht zu haben. Die bislang in seinen Anwesen gefundenen Dokumente stammen aus der Zeit der Obama-Biden-Regierung. Zuletzt wurden zudem eine geringe Zahl an Geheimdokumenten im Haus des ehemaligen US-Vizepräsidenten Pence gefunden. Den weitaus größten Fund gab es im August 2022 in Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago.
Foto: BND-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur
Pullach (dts Nachrichtenagentur) – Die Affäre um einen leitenden BND-Mitarbeiter, der geheime Unterlagen des deutschen Auslandsgeheimdienstes an den russischen Geheimdienst weitergegeben haben soll, weitet sich aus. Ein mutmaßlicher Komplize des BND-Mitarbeiters Carsten L. hat mittlerweile eingeräumt, mindestens zweimal nach Moskau gereist zu sein, um dort geheime BND-Unterlagen an Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB zu übergeben, berichtet der „Spiegel“.
Die konspirativen Treffen in einem Moskauer Restaurant fanden demnach im Oktober und November 2022 statt. Der mittlerweile festgenommene Verdächtige Arthur E. sagte zudem aus, dass die FSB-Agenten ihm beim zweiten Treffen in Moskau einen Briefumschlag mit Bargeld als Gegenleistung für die geheimen BND-Unterlagen übergeben hätten. Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) hatten den 31-jährigen Deutschrussen Arthur E. am vorvergangenen Samstag nach seiner Einreise aus den USA am Münchner Flughafen festgenommen. Zuvor hatten ihn Ermittler der US-Bundespolizei FBI bereits in den USA befragt und E.s Handys, Laptop und eine Festplatte beschlagnahmt. Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen Arthur E. und Carsten L. wegen des Verdachts des Landesverrats. Beide Beschuldigte sind ehemalige Bundeswehrsoldaten. E. hatte sich 2009 als Zeitsoldat verpflichtet und wurde zum IT-Fachmann ausgebildet, er schied 2015 auf eigenen Wunsch aus der Bundeswehr aus. Laut „Spiegel“-Bericht handelte es sich bei dem in Moskau übergebenen Material unter anderem um ausgedruckte Screenshots geheimer Tabellen und Daten zu russischen Opferzahlen in der Ukraine, die der BND offenbar im Rahmen verdeckter Operationen abgefangen hatte.
Mit den Dokumenten waren dem russischen Geheimdienst womöglich Rückschlüsse auf die Spionage-Methoden des BND möglich. Die Aussagen von E. deuten zudem darauf hin, dass Carsten L. möglicherweise noch weitere Helfer beim BND hatte. So sagte E. aus, er sei nach seiner Rückkehr von der zweiten Reise nach Moskau am Münchner Flughafen nicht von L., sondern von einem anderen BND-Mitarbeiter abgeholt worden. Auch den Briefumschlag mit dem Bargeld habe dieser an sich genommen.
Laut „Spiegel“-Bericht haben die Ermittler hierzu ein Verfahren eingeleitet. Viel spricht allerdings dafür, dass der BND-Mann unwissentlich eingespannt wurde. Recherchen des „Spiegel“ und der Investigativplattform Bellingcat stützen die Aussagen von Arthur E. über seine Moskau-Reisen. So geht aus russischen Flugdatenbanken hervor, dass sich E. zwischen dem 6. und 10. Oktober sowie vom 31. Oktober bis 11. November in Moskau aufhielt.
Die Verteidiger von Arthur E. und Carsten L. wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Auch der BND und die Bundesanwaltschaft wollten die neuen Details in dem Spionage-Fall nicht kommentieren.