Die deutschen Skirennläuferinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo Silber in der Team-Kombination gewonnen. Gold ging an das österreichische Duo Ariane Rädler und Katharina Huber, Bronze sicherten sich Jacqueline Wiles und Paula Moltzan aus den USA.
Silber für deutsches Duo in der Team-Kombination
Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann haben bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Silbermedaille in der Team-Kombination gewonnen. Gold holten Ariane Rädler und Katharina Huber für Österreich, Bronze ging an das US-Duo Jacqueline Wiles und Paula Moltzan.
Zweite Medaille für Aicher, Premiere für Weidle-Winkelmann
Für Aicher ist es nach Silber in der Abfahrt bereits die zweite Medaille in Italien und die dritte bei Olympischen Spielen insgesamt. Weidle-Winkelmann kann sich derweil erstmals in ihrer Karriere über olympisches Edelmetall freuen.
Starke Teamleistung in Abfahrt und Slalom
In Cortina hatte Weidle-Winkelmann für das deutsche Duo am Vormittag die Abfahrt absolviert und dafür gesorgt, dass Aicher im Slalom in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen war. Diese legte dann einen starken Lauf hin, der letztendlich für das Podest reichte. Für Gold fehlten aber letztendlich fünf Hundertstelsekunden.
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In der aktuellen Forsa-Umfrage zur politischen Stimmung in Deutschland bleibt die Union mit 26 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 24 Prozent. Während sich die Werte der meisten Parteien nur leicht verändern, bleibt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen mit 27 Prozent auf hohem Niveau. Auch bei der Frage nach politischer Kompetenz liegt die Union vorn, zugleich traut mehr als die Hälfte der Bevölkerung keiner Partei die Lösung der aktuellen Probleme zu.
Union vorn, AfD auf Platz zwei
In der von Forsa gemessenen Wählergunst bleibt die Union mit 26 Prozent unverändert stärkste politische Kraft. Die AfD folgt in der wöchentlichen Erhebung für die Sender RTL und ntv mit ebenfalls unveränderten 24 Prozent auf Platz zwei.
Die Grünen legen im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt zu und erreichen nun 13 Prozent. Die SPD liegt unverändert bei 14 Prozent, die Linke kommt auf 11 Prozent. FDP (3 Prozent) und BSW (3 Prozent) bleiben stabil. Der Anteil der sonstigen Parteien sinkt um einen Punkt auf 6 Prozent.
Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt weiterhin bei hohen 27 Prozent und damit deutlich über dem Wert der Bundestagswahl 2025 (17,9 Prozent).
Vertrauen in Problemlösungskompetenz gering
Bei der politischen Kompetenz liegt weiterhin die Union vorn: 19 Prozent der Bundesbürger trauen CDU und CSU am ehesten zu, die Probleme in Deutschland zu lösen. Der AfD schreiben 10 Prozent politische Problemlösungskompetenz zu (-1). Der SPD und den Grünen trauen jeweils 6 Prozent diese Fähigkeit zu, wobei die Grünen einen Punkt zulegen. Die Linke erreicht 5 Prozent.
Unverändert hoch bleibt der Anteil derjenigen, die keiner Partei zutrauen, die aktuellen Herausforderungen wirksam zu bewältigen: Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) sieht derzeit keine politische Kraft in der Lage, die Probleme des Landes zu lösen.
Bewertung der Arbeit von Kanzler Merz
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen sich aktuell 24 Prozent der Bundesbürger zufrieden, ein Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche. Gleichzeitig äußern weiterhin 74 Prozent Unzufriedenheit. Damit liegt Merz nur knapp über seinem bisherigen Tiefstwert.
Mehrheitlich zufrieden mit der Arbeit des Kanzlers sind nach wie vor die Anhänger der CDU/CSU (61 Prozent). In den Anhängerschaften aller anderen Parteien überwiegt die Unzufriedenheit, besonders deutlich bei AfD- (95 Prozent) und Linke-Wählern (92 Prozent).
Die Daten zu den Parteipräferenzen wurden vom 3. bis 9. Februar 2026 erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte. Zur politischen Kompetenz und zur Zufriedenheit mit der Arbeit von Merz wurden vom 3. bis 9. Februar 2026 insgesamt 1.001 Personen befragt.
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Das EU-Parlament hat neue Regeln für Asylverfahren in der Europäischen Union auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag für die Einführung einer EU-weiten Liste sicherer Herkunftsstaaten und billigten zugleich eine Verordnung zur Anwendung des Konzepts des sicheren Drittstaats. Mit den neuen Vorgaben sollen Asylanträge aus bestimmten Ländern schneller bearbeitet werden. Die Vereinbarungen müssen nun noch vom Rat formell angenommen werden.
EU-weite Liste sicherer Herkunftsstaaten beschlossen
Mit 408 Ja-Stimmen bei 184 Nein-Stimmen und 60 Enthaltungen billigte das EU-Parlament die Einführung einer EU-weiten Liste sicherer Herkunftsstaaten. Die neue Liste soll eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen aus Ländern wie Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Kosovo, Indien, Marokko und Tunesien ermöglichen.
Asylbewerber aus diesen Staaten müssen künftig darlegen, dass die allgemeine Einstufung ihres Herkunftslandes als sicher im individuellen Fall nicht zutrifft. Auch EU-Beitrittskandidaten gelten als sichere Herkunftsstaaten, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen.
Überwachung durch die EU-Kommission
Die Kommission überwacht die Lage in den als sicher eingestuften Ländern und kann Änderungen an der Liste vorschlagen. Ziel ist es, die Einstufungen an die tatsächlichen Entwicklungen in den Herkunftsstaaten anzupassen.
Verordnung zu sicheren Drittstaaten angenommen
Neben der Liste sicherer Herkunftsstaaten stimmten die Abgeordneten auch der Einigung über die Verordnung zur Anwendung des Konzepts des sicheren Drittstaats zu. Damit werden die Kriterien und Verfahren für die Behandlung von Asylanträgen in Bezug auf sichere Drittstaaten EU-weit geregelt.
Die Vereinbarungen treten erst in Kraft, wenn sie vom Rat formell angenommen wurden.
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Das Europäische Parlament hat eine Änderung des EU-Klimagesetzes beschlossen, um ein neues Klimazwischenziel für das Jahr 2040 festzuschreiben. Demnach sollen die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Teil des Pakets ist auch die Verschiebung des EU-Emissionshandels für Gebäude und Verkehr um ein Jahr. Bevor die Neuregelung in Kraft treten kann, muss noch der Rat zustimmen.
Neues Klimaziel für 2040
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten am Dienstag für eine Änderung des EU-Klimagesetzes, um ein neues Klimazwischenziel für 2040 aufzunehmen. Die zuvor mit dem Rat vereinbarte Formulierung sieht vor, dass die Netto-Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden sollen.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten mit 413 zu 226 Stimmen bei 12 Enthaltungen für die Gesetzesänderung. Sobald der Rat den Text billigt, tritt er 20 Tage nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft.
Verschiebung von EU-ETS 2
Die Einführung des EU-Emissionshandelssystems für die Sektoren Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) soll um ein Jahr verschoben werden, von 2027 auf 2028.
Einsatz internationaler Emissionszertifikate
Fünf Prozentpunkte der geplanten Emissionsreduktionen können durch internationale Emissionszertifikate außerhalb der EU erzielt werden. Auf Drängen des Parlaments dürfen diese Zertifikate nur in Sektoren verwendet werden, die nicht unter das EU-Emissionshandelssystem für die Sektoren Energie und Industrie (EU-ETS 1) fallen, und nur aus Partnerländern stammen, deren Klimaziele und -politiken mit den Zielen des Pariser Übereinkommens vereinbar sind.
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Das EU-Parlament hat zusätzliche Schutzmaßnahmen für den Agrarsektor der Europäischen Union beschlossen, um mögliche Nachteile durch das geplante Handelsabkommen mit den Mercosur-Ländern abzufedern. Die Abgeordneten legten fest, unter welchen Bedingungen Zollpräferenzen für landwirtschaftliche Importe ausgesetzt werden können, wenn EU-Erzeuger Schaden nehmen. Die Verordnung war zuvor bereits informell mit den EU-Mitgliedstaaten abgestimmt worden und erhielt im Plenum breite Zustimmung.
Breite Mehrheit im EU-Parlament für neue Verordnung
Die Verordnung zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen für den Agrarsektor wurde am Dienstag mit 483 Ja-Stimmen, 102 Nein-Stimmen und 67 Enthaltungen angenommen. Sie richtet sich auf mögliche Auswirkungen des Handelsabkommens mit den Mercosur-Ländern und soll verhindern, dass ein starker Anstieg landwirtschaftlicher Einfuhren aus diesen Staaten den EU-Erzeugern schadet.
Die Neuregelung sieht vor, dass die EU die im Rahmen des Handelsabkommens vorgesehenen Zollpräferenzen für landwirtschaftliche Einfuhren aus den Mercosur-Ländern aussetzen kann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Schutzklauseln sollen nach Angaben des Parlaments einen verlässlichen Rahmen für ein Eingreifen bieten, falls es zu Marktstörungen kommt.
Kriterien für das Aussetzen von Zollpräferenzen
Kern der Verordnung sind genaue Kriterien, unter denen eine Untersuchung zur Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen eingeleitet wird. Diese Untersuchung beginnt, wenn die Einfuhren sensibler landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Dreijahresdurchschnitt um fünf Prozent steigen und zugleich die Einfuhrpreise um fünf Prozent unter dem jeweiligen inländischen Preis liegen.
In solchen Fällen kann die EU die geplanten Zollpräferenzen für betroffene Produkte aus den Mercosur-Ländern vorübergehend aussetzen. Ziel ist es, rasch auf Marktverwerfungen reagieren zu können, die durch erhöhte Importe zu niedrigeren Preisen entstehen könnten.
„Ausgewogener und glaubwürdiger Schutzmechanismus“
Gabriel Mato (EVP), ständiger Berichterstatter für Mercosur, betonte die Bedeutung der beschlossenen Schutzklauseln. Er sagte, dass die Schutzklauseln einen „ausgewogenen und glaubwürdigen Schutzmechanismus“ für den Agrarsektor der EU sicherstellen sollen (Quelle: EU-Parlament).
Weiter erklärte Mato: „Sie stärken die Marktüberwachung, führen klare und objektive Kriterien zur Erkennung von Marktstörungen ein und ermöglichen ein schnelleres Handeln bei sensiblen Erzeugnissen, wenn Anzeichen für Schäden vorliegen.“ (Quelle: EU-Parlament).
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In Richtung Deutsche Meisterschaften: Osnabrücker Langsprinter überzeugen auf hohem Niveau
Zwei Osnabrücker Startplätze
Bronzemeeting, die Veranstaltung in Dortmund gehört zur dritthöchsten Kategorie des Weltverbandes. Drei Startplätze gab es für deutsche Aktive. Dass deren zwei nach Osnabrück an die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) gehen, ist eine bemerkenswerte Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit im Sportpark Gretesch. Der fand in der letzten Woche sogar bundesweit Beachtung – das rote Band der Kunststoffbahn inmitten des schneebedeckten Umfeldes verdeutlichte symbolhaft die schwierigen Trainingsbedingungen ohne eigene Halle, wie es der Norddeutsche Rundfunk in einem Fernsehbeitrag des Vorjahres skizziert hatte.
Kroll bleibt selbstbewusst
Davon unbeeindruckt traf Florian Kroll, im Vorjahr an gleicher Stelle sensationell Deutscher Hallenmeister, zum Auftakt auf den derzeit schnellsten Deutschen, Jean-Paul Bredau, dazu Jonathan Sacoor, mehrfach Weltmeister mit den belgischen Staffeln. Florian geht selbstbewusst an, ist bis 300 Meter schnell wie nie. Nach einer gerade überstandenen Grippe kann er seine große Stärke, die Schlussgerade, noch nicht wie gewohnt ausspielen. 47,00 Sekunden – nur einmal war Florian in der Halle bisher schneller. In der Gesamtwertung bedeutet es Rang sieben, ganze drei Hundertstel hinter Rang fünf.
Auch Dammermann überzeugt
Im zweiten Lauf richten sich die Blicke der 3.000 Zuschauer auf Fabian Dammermann, im Vorjahr schnellster Deutscher auf der Rundbahn. Zielfotoentscheidungen, Stürze, Stolperer – Fabian steht in der Halle für Spannung, Dramatik und Erfolg. Bei Deutschen Meisterschaften sammelte er sechs Finalteilnahmen bei sieben Starts. Und Fabian wird den Erwartungen gerecht, gestaltet das Rennen wie gewohnt spannend bis dramatisch. Von Platz drei nach der Rennhälfte startet er seine Aufholjagd, nicht ohne eingangs der dritten Kurve nach einem leichten Körperkontakt mit einem Stolperer für ein Raunen im Publikum zu sorgen. Auf der kurzen Zielgeraden macht der angehende Gymnasiallehrer Platz um Platz gut. 46,81 Sekunden – nur zweimal war Fabian bisher schneller. Gesamtplatz vier, ganze zwölf Hundertstel fehlen am Ende zu Bronze.
Hallensaison der Leichtathletik
Dramatisch schnell wie die 400 Meter wird jetzt auch die Hallensaison der Leichtathletik. Am Freitag Indoor-Meeting in Erfurt mit der kompletten deutschen Spitze, zwei Wochen später die Deutschen Meisterschaften in Dortmund. Mittendrin statt nur dabei zwei Osnabrücker Langsprinter – zu verfolgen auf Social Media und den Livestreams der Veranstaltungen, zu finden über die Webseite.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Kay Gottschalk, will trotz einer Empfehlung der AfD-Spitze, keine Parteiveranstaltungen mit Martin Sellner durchzuführen, im Mai am sogenannten „Remigrations-Gipfel“ in Porto teilnehmen. Gottschalk sieht darin nach eigenen Angaben keine Kollision mit dem Beschluss des AfD-Bundesvorstands, da es sich bei der Veranstaltung nicht um eine Parteiveranstaltung handle.
AfD-Vize Gottschalk plant Teilnahme am „Remigrations-Gipfel“
Kay Gottschalk
„Ich verstehe das Drama nicht“
Gottschalk äußerte Unverständnis über die innerparteiliche Debatte. Er verstehe „das Drama“ nicht, sagte der AfD-Politiker gegenüber „T-Online“. „Ich höre mir an, was sie für Ideen haben“, so Gottschalk weiter. „Wenn sie gute Ideen haben, dann würde ich sie auch zu weiteren Gesprächen einladen. Warum nicht?“ Treffe er Sellner bei der Veranstaltung, werde er mit ihm reden. „Ich würde auch mit Heidi Reichinnek oder Putin reden. Wir dürfen nicht zu viele rote Linien ziehen.“
Abgrenzung zur Empfehlung des AfD-Bundesvorstands
Einen Widerspruch zur Empfehlung des AfD-Vorstands sieht der AfD-Vizechef in seiner Teilnahme an dem Treffen nicht. „Das hat gar nichts miteinander zu tun. Es geht im Beschluss des Vorstands nur um Parteiveranstaltungen. Der Remigrations-Gipfel ist keine Parteiveranstaltung“, sagte er „T-Online“ zufolge.
Martin Sellner wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als zentrale Figur der „Identitären Bewegung“ identifiziert, welche die Behörde bereits als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstuft. Das Bundesverwaltungsgericht bewertete Sellners Remigrationskonzept im Jahr 2025 als nicht vereinbar mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes.
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Die US-Bank JP Morgan rechnet im kommenden Jahr mit einer weltweiten Welle großer Unternehmensübernahmen. Nach ersten sehr großen Transaktionen Ende 2025 sollen die Rahmenbedingungen für sogenannte Megadeals 2026 besonders günstig sein, wie das Geldhaus dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) sagte.
„2026 wird das Jahr der Megadeals werden“
Co-Head Global Banking Filippo Gori von JP Morgan verwies im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) auf mehrere Transaktionen, die bereits für Bewegung im Markt gesorgt hätten. Ende 2025 habe es mit dem 55 Milliarden Dollar schweren Verkauf des Videospieleentwicklers Electronic Arts und der Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. durch Netflix für 72 Milliarden Dollar zum ersten Mal seit Längerem wieder sehr große Deals gegeben, sagte Gori dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Dieses Momentum hält an, und wir sind überzeugt: 2026 wird das Jahr der Megadeals werden. Unsere Pipeline ist so voll wie nie zuvor“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Günstige Finanzierung und stabiles Zinsumfeld
Für das gestiegene Interesse an großen Übernahmen gebe es laut Gori verschiedene Ursachen. „Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Finanzinvestoren sind so günstig wie lange nicht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Außerdem ist das Zinsumfeld in Europa und den USA stabil, was für Planungssicherheit sorgt“, erklärte Gori dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Hinzu komme, dass sich Unternehmen in vielen Regionen der Welt an das unsichere geopolitische Umfeld gewöhnt hätten und darin inzwischen kein Hindernis mehr sähen, Übernahmen anzugehen, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Erwartete Übernahmen in den USA und in Europa
In den Vereinigten Staaten erwartet Gori unter anderem wegen der Politik von Präsident Donald Trump weitere Übernahmen. „In den USA wollen viele Konzerne auch wegen wirtschaftsfreundlicher Reformen der Regierung aktiv werden und denken deshalb zum Teil auch über Deals nach, die bisher als ausgeschlossen galten“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Zudem rechnet Gori mit Akquisitionen innerhalb Europas. „Europa braucht größere Unternehmen, um in Sektoren wie Technologie, Verteidigung und Infrastruktur im globalen Wettbewerb mithalten zu können“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
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Warum Grüne, SPD und Volt die Kritik der IHK an der geplanten Osnabrücker Verpackungssteuer zurückweisen
In der Diskussion um die Reduzierung von Einwegmüll in der Stadt weisen Grüne, SPD und Volt im Osnabrücker Rat die Kritik der Industrie- und Handelskammer (IHK) zurück.
Kritik zu kurz gedacht?
„Osnabrück leidet seit Jahren unter steigenden Kosten für Straßenreinigung, Abfallentsorgung und Müllbeseitigung im öffentlichen Raum. Die Kritik des IHK-Hauptgeschäftsführers Marco Graf an der geplanten Verpackungssteuer in Osnabrück greift daher einfach zu kurz und blendet zentrale Fakten aus. Die Verpackungssteuer ist kein Angriff auf die Gastronomie, sondern ein notwendiger, sozial ausgewogener und kommunalpolitisch sinnvoller Schritt für mehr Sauberkeit, weniger Müll und mehr Verantwortung im Umgang mit Ressourcen“, so Susanne Hambürger dos Reis, SPD-Fraktionsvorsitzende.
Ihr Kollege, Grünen-Fraktionschef Jens Meier betont: „Wir wollen ein sauberes Osnabrück. Achtlos weggeworfene Einwegverpackungen wie Pizzakartons, Eis- oder Kaffeebecher passen nicht zu unserer schönen Stadt. Seit Jahren diskutieren wir über Müllvermeidung, seit 2023 gibt es eine Pflicht zum Mehrwegangebot. Geholfen hat das nicht. Noch immer liegt viel zu viel Verpackungsmüll rum. Die Kosten der Müllentsorgung trägt die Allgemeinheit. Das ist nicht gerecht. Deshalb wollen wir gegensteuern: Wer Mehrweg nutzt, hat den Vorteil, wer Müll verursacht, zahlt dafür künftig etwas.“
Lenkungswirkung im Fokus, nicht Einnahme-Erzielung
Entgegen der Darstellung der IHK gehe es bei der Verpackungssteuer nicht um reine Einnahme-Erzielung, sondern um eine klare Lenkungswirkung. Mehrwegangebote würden attraktiver, Einweg verliere seinen Preisvorteil. Gerade kleinere Betriebe profitierten langfristig von stabilen Mehrwegsystemen, geringeren Verpackungskosten und einer stärkeren Kundenbindung. Erfahrungen aus Städten wie Tübingen, wo die Mehrweg-Quote mittlerweile bei über 50 Prozent liege, zeigten: Wo die Steuer konsequent umgesetzt und begleitet werde, steige die Nutzung von Mehrweg – insbesondere, wenn Kommunen aktiv berieten und unterstützten.
„Die von der IHK genannten Preissteigerungen werden dramatisiert. Niemand zwingt Betriebe, die Steuer eins zu eins weiterzugeben. Wer auf Mehrweg setzt, spart die Abgabe vollständig. Zudem zeigen die Beispiele Konstanz und Tübingen, dass Kundinnen und Kunden sehr wohl bereit sind, für nachhaltige Lösungen einen kleinen Beitrag zu leisten – insbesondere dann, wenn sie nachvollziehbar und transparent sind“, erläutert Susanne Hambürger dos Reis.
Saubere Innenstadt stärkt Einzelhandel und Gastronomie
„Die Behauptung, die Verpackungssteuer leiste keinen Beitrag zur Abfallreduzierung, ist schlicht falsch. In Konstanz hat sich die Müllmenge innerhalb von neun Monaten um 14 Tonnen reduziert. Und auch die Aussage, Osnabrück werde durch die Verpackungssteuer unattraktiv, ist nicht belegt. Im Gegenteil: Eine saubere Innenstadt, weniger Müll, mehr Aufenthaltsqualität und ein klares nachhaltiges Profil stärken den Einzelhandel und die Gastronomie. Städte, die früh Verantwortung übernehmen, werden zunehmend als lebenswerter und zukunftsfähiger wahrgenommen. Auch deshalb wird die Verpackungssteuer vom Deutschen Städtetag unterstützt“, stellt Jens Meier klar.
Die Mehrheitsgruppe nehme die Reaktionen aus der Gastronomie ernst. Der Ball liege nun bei der Stadtverwaltung, einen Vorschlag vorzulegen. Dann werde man gemeinsam schauen, was für Osnabrück sinnvoll und umsetzbar sei. Der bürokratische Aufwand müsse so gering wie möglich gehalten werden. „Gleichzeitig ist festzuhalten: Umwelt- und Klimaschutz sind ohne klare Regeln nicht zu haben. Die Verpackungssteuer ist ein wichtiger Baustein kommunaler Umweltpolitik, sozial gerecht, ökologisch notwendig und wirtschaftlich verantwortbar. Wer heute jede Veränderung mit dem Hinweis auf „Unzeit“ blockiert, verschiebt die Kosten auf morgen – und damit auf die nächsten Generationen. Osnabrück geht hier einen richtigen Schritt. Wir laden die IHK ein, diesen Weg konstruktiv mitzugestalten, statt ihn wie auch die Systemgastronomie ohne eigene Vorschläge schlechtzureden“, so die beiden Vorsitzenden abschließend.