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Landtag Nordrhein-Westfalen

Jugend in NRW verliert starkes Vertrauen in Demokratie

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

In Nordrhein-Westfalen ist die Zufriedenheit mit der Demokratie deutlich gesunken, vor allem unter jungen Menschen. Das zeigt der dritte sogenannte Demokratiebericht der Landeszentrale für politische Bildung, über den die "Rheinische Post" in ihrer Freitagsausgabe berichtet. Auch wenn eine große Mehrheit die Demokratie grundsätzlich weiterhin befürwortet, wächst zugleich die Zustimmung zu autoritären Vorstellungen.

Junge Menschen verlieren Vertrauen in die Demokratie

Im dritten Demokratiebericht der Landeszentrale für politische Bildung, auf den sich die „Rheinische Post“ bezieht, wird ein starker Rückgang der Demokratiezufriedenheit insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen festgestellt. Demnach zeigten sich 2025 unter den 14- bis 18-Jährigen nur noch 47 Prozent zufrieden mit der Demokratie, „wie sie tatsächlich funktioniert“ – 30 Prozentpunkte weniger als bei der Erhebung zwei Jahre zuvor. Unter den 19- bis 29-Jährigen sank der Wert von 65 auf 51 Prozent, unter den 30- bis 44-Jährigen von 61 auf 43 Prozent.

Hohe Zustimmung zur Demokratie – aber wachsende Affinität zu autoritären Modellen

Zugleich zeigt die Erhebung, dass 89 Prozent aller Befragten der Aussage zustimmten, die Demokratie sei „das politische System, das am besten zu unserer Gesellschaft passt“ (2023: 91 Prozent). Parallel dazu nahmen jedoch autoritäre Einstellungen zu. So bejahten 15 Prozent (2023: 11) den Satz „Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform“. 22 Prozent (2023: 11) stimmten der Aussage zu: „Politische Entscheidungen sollten von einer starken Führungspersönlichkeit getroffen werden, die keine Rücksicht auf das Parlament nehmen muss.“ Zudem neigten 47 Prozent (2023: 26) der Forderung zu: „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpert.“

Anteil überzeugter Demokraten sinkt deutlich

Die Studienautoren ordnen nur noch 44 Prozent der Bevölkerung (2023: 62) ohne Abstriche als Demokraten ein. Für die Erhebung wurden nach Angaben der Landeszentrale für politische Bildung im März und April 2025 insgesamt 2.914 Personen telefonisch und online befragt, wie die „Rheinische Post“ berichtet.

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Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse startet mit Rekordbeteiligung und Protesten

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die Leipziger Buchmesse hat am Donnerstag ihre Tore für das Publikum geöffnet. Bis Sonntag präsentieren 2.044 Aussteller und Vertreter aus 54 Ländern ihre Werke – ein Anstieg gegenüber 2025, als 2.040 Aussteller aus 45 Ländern vertreten waren. Die Veranstalter erwarten rund 300.000 Besucher, im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Literatur des Donauraums.

Mehr Aussteller, mehr Länder

Bis Sonntag zeigen 2.044 Aussteller und Vertreter aus 54 Ländern auf der Leipziger Buchmesse ihre Werke. Nach Angaben der Veranstalter bedeutet dies in beiden Kategorien einen Zuwachs im Vergleich zu 2025, als 2.040 Aussteller aus 45 Ländern in Leipzig vertreten waren.
Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse, hob die Bedeutung des Marktes hervor. „Was für eine Relevanz der deutschsprachige Buchmarkt hat, beweisen auch die internationalen Gäste: Dieses Jahr präsentieren Aussteller aus mehr Ländern als je zuvor ihre Literatur in Leipzig“, sagte sie vor der Eröffnung (Quelle: Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse). Weiter erklärte sie: „Die Leipziger Buchmesse ist der Ort, wo Geschichten uns verbinden.“ (Quelle: Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse)

Fokusthema Donau und Besucherprognose

Das diesjährige Fokusthema der Messe lautet „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Literatur und die kulturellen Bezüge des Donauraums. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit rund 300.000 Besuchern.

Festakt mit Protesten gegen Kulturstaatsminister

Offiziell eröffnet worden war die Leipziger Buchmesse bereits am Mittwochabend mit einem Festakt im Leipziger Gewandhaus. Anwesend war auch der zuletzt heftig in die Kritik geratene Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der von Protesten empfangen wurde. Auch im Saal wurde er teilweise ausgebuht.
Hintergrund der Proteste sind seine umstrittene Entscheidung, drei linke Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis zu streichen, sowie der Streit um den Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig.

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Windrad-Bau (Archiv)

Schneider dringt auf Ausbau erneuerbarer Energien und stärkeren Mieterschutz

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) dringt auf einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und fordert stärkeren Mieterschutz bei der Reform des Gebäude-Energie-Gesetzes. Er betont die Bedeutung der Energiewende für Souveränität und Versorgungssicherheit und weist Kritik an geplanten Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz zurück.

Ausbau von Wind- und Solarenergie „absolut prioritär“

Umweltminister Carsten Schneider (SPD) fordert einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien. „Wie schnell sich Deutschland von fossilen Brennstoffen unabhängig macht, ist eine zentrale Frage von Souveränität und Versorgungssicherheit“, sagte der Minister der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Quelle: „Die Zeit“). Der Ausbau von Windkraft und Solarenergie sei für ihn „absolut prioritär“. „Erneuerbare sind Sicherheitsenergien“, so Schneider (Quelle: „Die Zeit“).
Schneider stellte klar, dass es beim Ausbau der erneuerbaren Energien keinen grundsätzlichen Rückzieher geben werde. „Es dürfe und werde keinen generellen Stopp beim Ausbau der erneuerbaren Energien geben. „Im Gegenteil: Wir werden die Kapazitäten bei Sonne und Wind weiter ausbauen“, sagte Schneider (Quelle: „Die Zeit“).

Debatte um Reform des EEG

Auslöser für die aktuellen Diskussionen ist ein Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Dieser Entwurf sieht unter anderem vor, den Ausbau von Solaranlagen auf Privathäusern zu bremsen. Schneider verwies darauf, dass es sich um einen frühen Stand im Gesetzgebungsverfahren handele. Die Reform des EEG müsse noch vom Kabinett und vom Bundestag beschlossen werden, da sei man „noch lange nicht am Ende“, sagte der Minister (Quelle: „Die Zeit“).

Mieterschutz beim „Heizungsgesetz“

Bei der Reform des Gebäude-Energie-Gesetzes („Heizungsgesetz“) kündigte Schneider Nachbesserungen zugunsten der Mieterinnen und Mieter an. „Wir werden nicht zulassen, dass die Mieter auf höheren Heizkosten sitzen bleiben, weil die Vermieter Gas- und Ölheizungen einbauen“, sagt Schneider (Quelle: „Die Zeit“). Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD hatten sich vor wenigen Tagen auf eine Reform des Gesetzes geeinigt. Nach öffentlicher Kritik am Entwurf hatten verschiedene SPD-Politiker Nachbesserungen beim Mieterschutz verlangt.
Bis zum 25. März muss Umweltminister Schneider das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung veröffentlichen und darin belegen, wie Deutschland bis 2030 mindestens 65 Prozent CO2 im Vergleich zu 1990 eingespart haben wird. „Wir müssen und werden unsere Klimaziele erreichen“, sagte Schneider (Quelle: „Die Zeit“).

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Gasleitung (Archiv)

Verzögerte Kraftwerksstrategie: Deutschland bremst beim Bau neuer Gaskraftwerke

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Der Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland verzögert sich weiter. Auch zwei Monate nach einer Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission liegt in Brüssel noch kein Entwurf der Kraftwerksstrategie aus dem von Katherina Reiche (CDU) geführten Bundeswirtschaftsministerium vor, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf die Kommission berichtet. Dies verzögert auch die Ausschreibung neuer Kraftwerke, die nach Angaben des Ministeriums womöglich erst im Sommer beginnen kann.

Entwurf der Kraftwerksstrategie weiter ausstehend

Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche (CDU) hat nach Informationen des Magazins „Spiegel“ bislang keinen Entwurf der Kraftwerksstrategie bei der EU-Kommission eingereicht. Der „Spiegel“ beruft sich dabei auf Angaben aus der Kommission.
Mit der Ausschreibung neuer Kraftwerke sei womöglich erst im Sommer zu rechnen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums dem Magazin. Eine Voraussetzung dafür ist den Angaben zufolge, dass die Kommission das entsprechende Gesetz beihilferechtlich prüft und genehmigt.

Ressortabstimmung und Gesetzesnovellen stocken

Doch bisher hat noch nicht einmal die zuvor notwendige Abstimmung zwischen den Bundesministerien begonnen, vor allem zwischen Reiches Ressort und dem von Umweltminister Carsten Schneider (SPD). Dort liegen nach Angaben aus Regierungskreisen auch noch keine Entwürfe der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und des sogenannten Netzpakets vor.
Beide Gesetzesvorhaben spielen nach diesen Angaben eine wichtige Rolle bei der Energiewende, auch bei ihnen ist das Wirtschaftsministerium federführend.

Zeitdruck durch Kohleausstieg und Energiewende

Neue Gaskraftwerke müssen spätestens 2031 ans Netz gehen. Ansonsten drohen durch die geplante Abschaltung der Kohlekraftwerke und den steigenden Anteil von Wind- und Solarstrom bei Dunkelflauten Versorgungslücken.

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Daniel Günther

Günther fordert tabulose Reformen und mehr Mut vor Wahlen

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert von der Bundesregierung, notwendige Reformen ohne Tabus und ohne Rücksicht auf mögliche Wahlfolgen anzugehen. Nach seiner Einschätzung sind Bürgerinnen und Bürger eher bereit zu Veränderungen und Einschnitten, als viele politische Entscheidungsträger vermuten. Günther warnt zugleich davor, dass ausbleibende Reformen das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik schwächen könnten.

Reformen ohne Tabus und ohne Angst vor Wahlen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert von der Bundesregierung Reformen ohne Tabus und ohne Angst vor Wahlen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschen mehr Veränderung und Einschnitte akzeptieren, als wir in der Politik denken“, sagte Günther dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Politiker müssten den Bürgern klar sagen, „dass wir in einer Zeit leben, die Reformen verlangt, und es dabei keine Tabus geben darf“.
„Parteien sollten keine Angst haben, dass sich Menschen von ihnen abwenden, wenn sie Reformen beschließen.“ Vielmehr würden sich Wähler abwenden, wenn es keine Veränderungen gebe, obwohl diese offenkundig notwendig seien. Denn dann hätten die Menschen das Gefühl, dass die Politik die Probleme nicht löse.

Landtagswahlen und Umgang mit der AfD

Günther sagte voraus, dass es sich sowohl für die Union als auch für die SPD bei den Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auszahlen werde, Reformen jetzt anzugehen. „Handlungsfähigkeit ist das einzige Mittel gegen die AfD.“

Warnung vor Belehrungen der Bürger

Die Menschen bräuchten aber keine Belehrungen oder Hinweise, „dass sie einfach mal ein bisschen mehr arbeiten müssten, um das Land wieder in Ordnung zu bringen“. Politiker sollten auch nicht mit Begriffen hantieren, durch die sich die Bürger persönlich angegriffen fühlten. Günther spielte damit auf Wortmeldungen aus seiner Partei in den vergangenen Wochen und Monaten an.

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Schienen (Archiv)

EuGH kippt deutschen Trassenpreisdeckel: Milliardenkosten im Nahverkehr

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die deutsche Preisdeckel-Regelung für die Schienennutzung im Nahverkehr verstößt nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen EU-Recht. Die Luxemburger Richter sehen in den Vorgaben, die eine Berechnung der Entgelte mittels einer festen mathematischen Formel vorschreiben, eine Beeinträchtigung der Unabhängigkeit der Infrastrukturbetreiber. Die Entscheidung könnte erhebliche finanzielle Folgen für den Schienenpersonennahverkehr haben, während Bund und Branche nach Lösungen suchen.

EuGH rügt fehlenden Spielraum für Infrastrukturbetreiber

Der Europäische Gerichtshof stellte am Donnerstag fest, dass die deutschen Vorschriften zur Berechnung der Entgelte für die Nutzung der Schieneninfrastruktur im Nahverkehr gegen EU-Recht verstoßen. Nach Auffassung der Luxemburger Richter müssen die Infrastrukturbetreiber über einen gewissen Spielraum bei der Berechnung der Entgelte verfügen, um ihre Geschäftsführung unabhängig ausüben zu können. Die deutsche Regelung, die eine feste mathematische Formel vorgibt, lasse den Betreibern jedoch keinen ausreichenden Spielraum. Diese Einschränkung widerspreche dem Ziel, den Eisenbahnverkehr leistungsfähig und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Der Gerichtshof lehnte zudem den Antrag der Bundesnetzagentur ab, die Wirkungen des Urteils zeitlich zu beschränken. Die Bundesnetzagentur hatte argumentiert, dass eine rückwirkende Anwendung des Urteils zu erheblichen wirtschaftlichen Störungen führen könnte.

Branche warnt vor Milliarden-Mehrkosten

Der Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) erwartet nach dem Urteil Mehrkosten in Milliardenhöhe. Er forderte vom Bund nun eine schnelle Lösung, um den dadurch entstehenden zusätzlichen Finanzbedarf zu decken. „Nun ist es am Bund, die Finanzierungslücke kurzfristig zu schließen, die durch die Europarechtswidrigkeit der vom Bund geregelten Trassenpreisbremse entstanden ist“, sagte Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN). Der SPNV sei wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge in Deutschland. „Die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen fahren zunächst unverändert weiter, denn Millionen Fahrgäste täglich verlassen sich darauf.“

Bundesverkehrsministerium plant Reform des Trassenpreissystems

Das Bundesverkehrsministerium äußerte sich derweil zurückhaltend. „Das EuGH-Urteil schafft aus Sicht des BMV Rechtssicherheit und wird bei den internen Prüfungen des BMV für eine Reform des Trassenpreissystems in die Überlegungen einbezogen“, sagte ein Sprecher. Damit biete sich nun auch die Gelegenheit einer anderen Verteilung der Kosten auf die unterschiedlichen Verkehrsarten auf der Schiene. „Das BMV befindet sich intensiv in Vorbereitung der Trassenpreisreform und wird zeitnah mit möglichen Ansätzen auf die betroffenen Stakeholder zugehen.“

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Frankfurter Börse

Dax rutscht wegen Iran-Krieg und Konjunktursorgen deutlich ab

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Der Dax hat am Donnerstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag deutlich nachgegeben und ist tief ins Minus gerutscht. Belastet wurde der deutsche Leitindex vor allem durch Sorgen über den Iran-Krieg, dessen wirtschaftliche Folgen und die hohe Abhängigkeit Europas von Energieimporten. Analysten verweisen zugleich auf eine nachlassende Risikobereitschaft institutioneller Investoren und gestiegene Inflations- und Konjunktursorgen.

Dax rutscht deutlich ab

Am Donnerstagmittag stand der Dax gegen 12:30 Uhr bei 22.905 Punkten und damit 2,6 Prozent unter dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Börse, RWE und die Hannover Rück, am Ende Vonovia, Infineon und Siemens Energy.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, beschrieb eine zunehmende Zurückhaltung größerer Marktteilnehmer: „Die Stimmung auf dem Börsenparkett verschlechtert sich im Gleichklang mit der abnehmenden Bereitschaft der institutionellen Anleger, weiter hohe Aktienquoten in ihren Portfolios halten zu wollen“, sagte er laut CMC Markets. Bereits in den vergangenen Handelswochen habe sich abgezeichnet, dass sich die Stimmung zum großen Verfallstermin am Freitag hin grundsätzlich ändern könnte. „Im Vorfeld des Iran-Kriegs waren viele institutionelle Investoren abgesichert und hatten lediglich mit einem Mehrtageskrieg gerechnet.“

Iran-Krieg und Konjunktursorgen belasten

„Nun sind die Auswirkungen wesentlich dramatischer und der Konflikt verlagert sich auf die global konjunkturelle Ebene“, so Lipkow weiter. Der Iran handele bewusst mit Blick auf den wirtschaftlichen Druck und durchkreuze damit die Pläne der USA und Israels. „Der diplomatische Druck auf die Kriegsparteien dürfte insbesondere aus Asien und Europa noch wesentlich größer werden. Die Abhängigkeit von Energie aus dem Nahen Osten ist zu schwerwiegend und erhöht den Druck in den einzelnen Ländern“, sagte der Analyst laut CMC Markets.
Die Inflations- und Konjunktursorgen lasteten nach seinen Worten wegen der hohen Abhängigkeit von Energieimporten besonders stark auf europäischen Aktien. „Unternehmen in den USA können sich durch deren Energieträgerunabhängigkeit noch ein wenig distanzieren und profitieren zusätzlich von einer steigenden Effizienz durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Selbst die US-Notenbank wies gestern darauf hin, dass die verstärkte Anwendung und Integration von KI tendenziell deflationäre Tendenzen auslösen könnten.“ Dem stünden die Einflüsse auf den US-Immobilienmarkt und den Konsum durch freigesetzte, hochspezialisierte Arbeitnehmer allerdings entgegen, so der Analyst laut CMC Markets.

Stärkerer Euro, steigender Ölpreis

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1472 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8717 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen weiter stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 114,40 US-Dollar; das waren 6,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Manfred Weber

Schweitzer wirft Union Tabubruch durch Pakt mit Rechtsaußen vor

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Im Streit über mögliche Absprachen zwischen konservativen und rechten Kräften im Europaparlament wirft der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) der Europäischen Volkspartei (EVP) einen massiven Vertrauensbruch vor. Schweitzer sieht sich persönlich getäuscht und spricht von einem Tabubruch, der der Glaubwürdigkeit der politischen Mitte schade.

Schweitzer wirft EVP Vertrauensbruch vor

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD), sieht sich im Eklat um mögliche Absprachen zwischen konservativen und rechten Kräften im Europaparlament auch persönlich getäuscht. „Was die EVP unter der Führung von Manfred Weber hier angezettelt hat, ist ein tiefer Vertrauensbruch“, sagte Schweitzer dem Nachrichtenportal T-Online.
„Viele Menschen, die CDU und CSU bei der Europawahl gewählt haben, haben auf deren Aussagen vertraut, dass man mit der AfD und anderen Rechtsextremen im Europaparlament nicht paktiert.“ Auch er habe den Aussagen von Weber vertraut. Dass es doch so gekommen sei, halte er für einen schweren politischen Fehler, erklärte Schweitzer gegenüber T-Online.
Schweitzer sprach von einem „Tabubruch“, der allen Demokraten schade. Seine Erwartung an die Verantwortlichen in CDU und CSU sei nun, ein „klares Machtwort gegenüber Manfred Weber“ und seinen Mitstreitern in Brüssel auszusprechen. „Es geht um die Glaubwürdigkeit der politischen Mitte, die hier fahrlässig beschädigt worden ist“, sagte Schweitzer T-Online.

Kritik auch an SPD-Parteikollegen

In der Auseinandersetzung kritisierte Schweitzer zugleich seine SPD-Kollegen in Brüssel. Die EU-Rückführungsverordnung, an der sich der Streit entzündet hatte, sei erklärtes Ziel von SPD und Union. „Dass meine europäischen Parteikollegen das blockieren, halte ich für falsch“, sagte Schweitzer dem Nachrichtenportal T-Online.
Der SPD-Politiker sieht in der Haltung seiner Partei auf europäischer Ebene jedoch keine Rechtfertigung für das Vorgehen der EVP. „Aber eine gescheiterte Einigung darf doch niemals der Grund sein, mit Rechtsextremen ins Bett zu steigen. Dann kann man die Brandmauer gleich entsorgen. Nein, hier geht es um einen Grundkonsens unter Demokraten, der hier verletzt wurde“, sagte Schweitzer T-Online.

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19. März 2026 0 Kommentare
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Dirk Wiese

SPD fordert Übergewinnsteuer auf Krisenprofite der Mineralölkonzerne

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese spricht sich für die Einführung einer Übergewinnsteuer auf Krisenprofite von Mineralölkonzernen aus. Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen nach seinen Vorstellungen Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger finanziert werden. Zugleich lässt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einem Medienbericht die Einführung einer solchen Steuer prüfen.

Wiese: „Wir werden nicht dabei zuschauen“

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hält die Einführung einer „Übergewinnsteuer“ auf Krisenprofite von Mineralölkonzernen für sinnvoll. „Wir werden jedenfalls nicht dabei zuschauen, wie Kriegsgewinnler sich die Taschen füllen, während der Rest der Menschen draufzahlt“, sagte Wiese der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Das ist inakzeptabel.“
Deshalb sei es richtig, keine Option vom Tisch zu nehmen, ergänzte Wiese in der „Rheinischen Post“. „Die Übergewinnsteuer ist dabei eine sinnvolle Möglichkeit. Sie würde Krisenprofite abschöpfen, mit denen wir wiederum Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger finanzieren können.“

Prüfauftrag im Bundesfinanzministerium

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) lässt nach Informationen des „Spiegels“ die Einführung einer sogenannten „Übergewinnsteuer“ prüfen. Ziel einer Einführung soll demnach sein, mit den Erlösen die Pendlerpauschale anzuheben, um Berufspendler zu entlasten, berichtet der „Spiegel“.

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Sarah Kopp, Isabell Sollmann und Alexander Illenseer auf dem Ledenhof. / Foto: Lilli Würdemann

Ledenhof in Osnabrück soll durch Ideen aus der Stadtgesellschaft belebt werden

von Lilli Würdemann 19. März 2026

Der Ledenhof in Osnabrück findet sich direkt gegenüber des Schlosses. Zusammen bildet sich dabei ein Ensemble, welches das Herzstück der Innenstadt darstellt. Aus diesem Grund ruft die Marketing Osnabrück GmbH (mO) eine Initiative ins Leben, die den Ledenhof für die Osnabrückerinnen und Osnabrücker wieder erlebbar machen und beleben soll.

Osnabrücker Bewusstsein für den ledenhof soll gestärkt werden

Der Ledenhof ist eigentlich dem wöchentlichen Wochenmarkt vorbehalten, doch viele Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger kennen den Platz des Ledenhofs auch von großen Veranstaltungen wie dem Tag der Niedersachsen 2025, bei dem die große Blaulicht-Meile mit vielen Aktionen und Ständen für große Freude gesorgt hatte. Um das Bewusstsein Osnabrücks für den Ledenhof weiter auszubauen, wird nun nicht nur der Ledenhof aufwendig saniert, sondern soll auch durch eine Initiative der Marketing Osnabrück GmbH neu belebt werden.

Hands-on-Projekte für den Ledenhof

Durch die Initiativen werden niedrigschwellige Projekte und Aktionen gesucht, die Bürgerinnen und Bürger verbinden sollen. Gerichtet wird sich dabei an Privatpersonen, Vereine und Kleingewerbetreibende, die kreative Ideen besitzen. mO-Geschäftsführer Alexander Illenseer erzählt: „Wir möchten mit dieser Initiative Hands-on-Projekte fördern, die eigenständig von den Bewerbenden organisiert und durchgeführt werden.“ Die mO wird nach der Bewerbungsphase fünf Projekte mit jeweils bis zu 1.500 Euro fördern. Zusätzlich steht das Team den Gewinnerinnen und Gewinnern beratend zur Seite.

Bewerbung für Interessierte noch bis zum 30. April möglich

Die Bewerbungsphase für Interessierte wird noch bis zum 30. April 2026 möglich sein, sodass die Umsetzung der ausgewählten Projekte zwischen dem 1. August und 11. Oktober stattfinden kann. Zugänglich ist die Bewerbung dabei durch ein Online-Formular. Hierbei kann durch beigefügte Skizzen und Bilder das Projekt direkt anschaulich dargestellt werden. Das Marketing Osnabrück achtet in der Auswahl vor allem auf die Umsetzbarkeit der Projekte. Bewerbende sollen hierbei auf Projekte verzichten, die von Strom und Wasser abhängig sind. Auch Projekte mit Feuer, Ausschank oder Pyrotechnik werden in der Bewerbung nicht berücksichtigt. Illenseer betont, dass die Projekte einen Mehrwert für die Stadt haben müssen und vielleicht auch so noch nicht in Osnabrück gesehen wurden. „Wir könnten uns beispielsweise gemeinsames Yoga oder auch ein Bürgerpicknick als Projektidee vorstellen“, so Illenseer.

Zielsetzung der Marketing Osnabrück GmbH

Durch die Projekte soll nicht nur Osnabrücks Stärke nach außen gezeigt werden, sondern auch das zusammenführende Osnabrückgefühl nach innen gestärkt werden. Die durchgehende Belebung des Ledenhofs soll dies im Herzen der Innenstadt symbolisieren. Auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter lässt beim Pressegespräch am Mittwoch, den 17. März, ihre Unterstützung ausrichten, auch wenn sie kurzfristig durch Terminverschiebungen nicht persönlich anwesend sein kann. Bereits vor der eigentlichen Ausführung der Projekte ist nun schon das Osnabrücker Stadtlogo auf dem Ledenhof zu sehen, um die Präsenz des Ledenhofs für Osnabrück zu zeigen. Das Logo wird dabei bis zur Maiwoche an verschiedene, wichtige Standorte in der Stadt wandern, bis es in der Maiwoche dann wieder auf dem Ledenhof zu sehen sein wird.

19. März 2026 0 Kommentare
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