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Markus Söder

Süd-Länder fordern grundlegende Reform des Länderfinanzausgleichs

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen sowie der CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg verlangen eine grundlegende Reform des Länderfinanzausgleichs. In einem gemeinsamen Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe) kritisieren sie die aktuelle Umverteilung als einseitig und fordern strengere Bedingungen für Empfängerländer. Außerdem plädieren sie für mehr Steuerautonomie der Länder bei der Grund­erwerbs- und Erbschaftsteuer.

Unionspolitiker fordern Reform des Finanzausgleichs

Die Ministerpräsidenten Markus SöderBoris RheinManuel Hagel
„Wir müssen dieses System grundlegend reformieren – nach klarer Maßgabe: Hilfe nur gegen Reformen“, heißt es weiter in dem Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Die drei Unionspolitiker verlangen, dass Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich künftig stärker an Bedingungen geknüpft werden.

Kritik am Status quo und Forderung nach Anreizen

Die Politiker fordern „einen Deckel gegen die Überlastung der Geberländer und klare Reformanreize für die Empfänger“. Zusätzliche Mittel für Nehmerländer müssten an Fortschritte in der Standortpolitik gebunden sein, schreiben sie in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). „Wer dauerhaft auf Kosten anderer lebt, ohne die eigene Steuerkraft zu stärken, hat den kooperativen Föderalismus missverstanden“, heißt es in dem Gastbeitrag.
Der aktuelle Zustand des Finanzausgleichs wird von ihnen als „ein einseitiger Kreis der Umverteilung“ bezeichnet. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen stünden für über 99 Prozent des gesamten Länderfinanzausgleichs, führen Söder, Rhein und Hagel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe) aus. Wer die Last des Systems fast im Alleingang trage, für den müsse es Pflicht sein, die eigenen Interessen und die Bedingungen klar zu formulieren, argumentieren sie.

Mehr Steuerhoheit für die Länder

Neben Änderungen am Verteilsystem sprechen sich die drei Unionspolitiker für mehr steuerpolitische Kompetenzen der Länder aus. Sie fordern, den Ländern die Festsetzung der Grunderwerbssteuer und der Erbschaftssteuer zu übertragen. „Wahre Subsidiarität brauche echte Steuerhoheit“, schreiben Söder, Rhein und Hagel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe).
Eine Erhöhung der Erbschaftsteuer, wie die Linke sie fordere, sei „Gift für die Wirtschaft“, heißt es weiter. Wer in der Wirtschaftskrise Steuererhöhungen fordere, sorge dafür, dass Steuereinnahmen ausblieben. Stattdessen brauche es „passgenaue Lösungen nahe am Mittelstand statt starrer Einheitsmodelle“, schreiben die Autoren in ihrem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe).

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Katharina Dröge

Grüne bieten Ampel Sozialstaatsreform und Grundgesetzänderung an

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Katharina Dröge und Britta Haßelmann, bieten der Bundesregierung eine weitreichende Zusammenarbeit für eine Reform des Sozialstaats an. In einem Positionspapier, über das der "Spiegel" berichtet, schlagen sie ein „Sofortprogramm Zukunft“ zur Reform des Renten- und Gesundheitssystems vor und signalisieren dabei auch Bereitschaft zu einer Verfassungsänderung.

Grünen-Spitze bietet Zusammenarbeit bei Sozialstaatsreform an

Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge und Britta Haßelmann, bieten der Bundesregierung eine weitreichende Zusammenarbeit für eine Reform des Sozialstaats an. „Vielleicht braucht es gerade jetzt, gerade in Zeiten von Krisen und Unsicherheit, eine breitere Verständigung über große Reformen“, schreiben Dröge und Haßelmann in einem Positionspapier, über das der „Spiegel“ berichtet.
Die Grünen-Politikerinnen schlagen darin ein „Sofortprogramm Zukunft“ zur Reform des Renten- und Gesundheitssystems vor. „Für ein Sofortprogramm Zukunft verlassen wir den klassischen Korridor der parlamentarischen Opposition“, heißt es in dem Papier, das laut „Spiegel“ die Grundlage für das Angebot an die Bundesregierung bildet.

Opposition will Rolle neu definieren

In dem Positionspapier betonen Dröge und Haßelmann, zwar sei es die Rolle der Opposition, die Regierung zu kritisieren. „Dennoch sollten wir in dieser Situation, wo Reformen des Sozialstaats so dringend nötig sind, einmal ausloten, ob es jenseits dieser grundlegend unterschiedlichen Positionierungen das Interesse und die Kraft für ein gemeinsames Reformprogramm geben kann.“ Mit dieser Formulierung, über die der „Spiegel“ berichtet, skizzieren sie den Anspruch, über das übliche Oppositionsverhalten hinauszugehen.
Für eine Reform des Sozialstaats stellen die Grünen auch ihre Zustimmung zu einer Verfassungsänderung in Aussicht. „Um eine grundlegende Reform des Sozialstaates möglich zu machen, ist eine Änderung des Grundgesetzes notwendig“, schreiben sie. „Wir sind bereit, darüber ernsthaft zu sprechen.“ Diese Aussagen werden ebenfalls vom „Spiegel“ aus dem Papier zitiert.

Kritik am Zustand des Gesundheitssystems

Dröge und Haßelmann sehen in vielen Bereichen Handlungsbedarf. Das deutsche Gesundheitssystem sei ineffizient und zu teuer, die Sozialversicherungsbeiträge seien zu hoch – und gleichzeitig werde die Versorgung der Patienten dadurch nicht besser. Der Fachkräftemangel stelle eine große Herausforderung für das Sozialsystem und die Wirtschaft dar. Zudem sei ein Pflegeplatz so teuer, dass ihn sich Menschen mit normalen Einkommen kaum leisten könnten.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Bundestagsabgeordnete (Archiv)

SPD-Politikerin fordert strengere Anti-Vetternwirtschaft-Regeln im Bundestag

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Eichwede fordert schärfere Regeln gegen Vetternwirtschaft im Bundestag. Verwandte von Abgeordneten sollten nach ihrem Vorschlag auch nicht in den Büros anderer Abgeordneter derselben Fraktion beschäftigt werden dürfen. Es gehe um Vertrauen in die Institutionen und den sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern, betonte sie im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Politico.

„Ich finde, dass sich das nicht gehört“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Eichwede spricht sich für eine Verschärfung der Regeln gegen Vetternwirtschaft im Bundestag aus. Verwandte von Abgeordneten sollten aus ihrer Sicht auch nicht in den Büros anderer Abgeordneter derselben Fraktion beschäftigt werden dürfen: „Ich finde, dass sich das nicht gehört“, sagte Eichwede dem Nachrichtenmagazin Politico.
Es gehe um Vertrauen in die Institutionen und den sensiblen Umgang mit Steuergeldern, sagte sie gegenüber Politico. „Von daher muss es um die Qualität der Arbeit gehen und um das Können auch der Angestellten“, so Eichwede. Da es offenbar Fälle gegeben habe, in denen insbesondere in der AfD-Fraktion kein ausreichendes „Anstandsgefühl“ geherrscht habe, müsse man „wirklich auch über gesetzliche Verschärfung, wie es in einigen Landtagen der Fall ist, nachdenken“, erklärte sie dem Nachrichtenmagazin.

Regeln sollen auf Fraktionskollegen ausgeweitet werden

Konkret schlug Eichwede laut Politico vor, die bestehende Regelung, nach der Abgeordnete keine eigenen Verwandten in ihren Büros beschäftigen dürfen, auch auf die Büros von Fraktionskollegen auszuweiten. So solle gewährleistet werden, dass Einstellungen nach Qualifikation erfolgen und nicht nach familiären Beziehungen.

Abgrenzung zu Parteifreundschaft

Eine generelle Gleichsetzung von Parteifreundschaft mit Vetternwirtschaft lehnte Eichwede hingegen ab. Bei Personen aus der eigenen Partei könne man Leistung und Eignung aufgrund gemeinsamer Zusammenarbeit besser einschätzen, sagte sie Politico. Entscheidend sei, dass die Auswahl nachvollziehbar und qualifikationsbezogen erfolge.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Hamburger Hafen

China bleibt 2025 wichtigster Handelspartner Deutschlands vor USA

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

China ist im Jahr 2025 erneut wichtigster Handelspartner Deutschlands gewesen. Der Außenhandelsumsatz mit der Volksrepublik stieg gegenüber dem Vorjahr, während der Warenhandel mit den USA zurückging. Insgesamt legten die deutschen Importe 2025 stärker zu als die Exporte, wodurch sich der Exportüberschuss im Außenhandel verringerte.

China löst USA als wichtigsten Handelspartner ab

Mit einem Außenhandelsumsatz, also der Summe aus Warenexporten und -importen, von 251,8 Milliarden Euro ist China im Jahr 2025 wie bereits im Zeitraum von 2016 bis 2023 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, löste China damit die USA ab. Die Vereinigten Staaten belegten 2025 Rang 2 mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro. Während der Warenhandel mit China gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent stieg, nahm der Handel mit den Vereinigten Staaten um 5,0 Prozent ab. Dies lag vor allem an den weiter steigenden Importen aus China sowie den gleichzeitig sinkenden Exporten in die USA. Nach China und den USA folgten auf Rang 3 der wichtigsten Handelspartner die Niederlande mit Exporten und Importen im Gesamtwert von 209,1 Milliarden Euro (+3,3 Prozent).

Importe aus China legen deutlich zu

Bereits seit 2015 ist China das wichtigste Lieferland deutscher Importe. Auch 2025 kamen mit Waren im Wert von 170,6 Milliarden Euro wieder die meisten deutschen Importe aus China. Das waren 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber standen Exporte nach China im Wert von 81,3 Milliarden Euro, das waren 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In der Rangfolge der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte lag China im Jahr 2025 auf Rang 6. Durch die steigenden Importe in Verbindung mit den sinkenden Exporten nahm der Importüberschuss im Handel mit China im Jahr 2025 um 22,4 Milliarden Euro auf 89,3 Milliarden Euro zu (2024: 66,9 Milliarden Euro).
Den höchsten Anteil an den im Jahr 2025 aus China nach Deutschland importierten Waren hatten Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 50,9 Milliarden Euro (+4,9 Prozent), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen (32,8 Milliarden Euro; +14,8 Prozent) und Maschinen (13,9 Milliarden Euro; +11,6 Prozent).
Auf Rang 2 der wichtigsten Lieferländer deutscher Importe lagen im Jahr 2025 wie in den Vorjahren die Niederlande (96,7 Milliarden Euro; +3,9 Prozent), gefolgt von den USA auf Rang 3 (94,3 Milliarden Euro; +2,7 Prozent).

USA bleiben wichtigster Absatzmarkt für deutsche Exporte

Wie bereits seit 2015 waren die USA auch im Jahr 2025 das wichtigste Empfängerland deutscher Exporte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro dorthin exportiert. Das waren 9,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Den größten Anteil der im Jahr 2025 in die Vereinigten Staaten exportierten Waren hatten – trotz deutlicher Rückgänge – Kraftwagen und Kraftwagenteile (28,5 Milliarden Euro; -17,8 Prozent), knapp gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen (28,0 Milliarden Euro; +0,5 Prozent). Der deutsche Exportüberschuss im Handel mit den USA betrug im Jahr 2025 nur noch 51,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hatte der Saldo noch bei 69,6 Milliarden Euro gelegen.
Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Empfängerländer deutscher Exporte folgten wie im Vorjahr Frankreich mit dorthin exportierten Waren im Wert von 117,4 Milliarden Euro (+2,0 Prozent) und die Niederlande mit 112,5 Milliarden Euro (+2,9 Prozent).
Insgesamt wurden im Jahr 2025 von Deutschland Waren im Wert von 1.563,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1.362,5 Milliarden Euro importiert. Damit stiegen die Exporte um 0,9 Prozent und die Importe um 4,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2025 mit einem Exportüberschuss von 200,5 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2024 hatte der Saldo 242,9 Milliarden Euro betragen.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Stahlproduktion (Archiv)

Erzeugerpreise sinken im Januar 2026 vor allem durch Energie

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Januar 2026 um 3,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, sanken die Erzeugerpreise gegenüber Dezember 2025 um 0,6 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang waren erneut deutlich niedrigere Energiepreise, während Investitions-, Gebrauchs- und Vorleistungsgüter teurer wurden.

Deutliche Entspannung bei Energiepreisen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie im Januar 2026 um 1,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, gegenüber Dezember 2025 stiegen sie um 0,6 Prozent. Energie insgesamt war im Januar 2026 um 11,8 Prozent billiger als im Januar 2025, im Vergleich zum Dezember 2025 gingen die Energiepreise um 3,2 Prozent zurück. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei Energie hatten laut Destatis die Preisrückgänge bei Erdgas in der Verteilung: Über alle Abnehmergruppen betrachtet fielen die Erdgaspreise gegenüber Januar 2025 um 13,7 Prozent.
Auch elektrischer Strom kostete nach Angaben von Destatis deutlich weniger als im Januar 2025, nämlich 11,2 Prozent, während Fernwärme nur leicht günstiger war und 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Die Preise für Mineralölerzeugnisse fielen gegenüber Januar 2025 um 8,0 Prozent, gegenüber Dezember 2025 stiegen sie jedoch um 2,8 Prozent. Der Anstieg ist nach Darstellung des Bundesamts „auf die ab Januar 2026 gestiegenen Kosten für CO2-Zertifikate zurückzuführen“. Leichtes Heizöl kostete 11,9 Prozent weniger als im Januar 2025, aber 6 Prozent mehr als im Dezember 2025, Kraftstoffe lagen 0,3 Prozent über dem Niveau von Januar 2025 und 7,5 Prozent über dem von Dezember 2025.

Unterschiedliche Entwicklungen bei Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgütern

Die Preise für Investitionsgüter waren im Januar 2026 um 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat, gegenüber Dezember 2025 ergab sich ein Plus von 0,6 Prozent. Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr als im Januar 2025, die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen um 1,2 Prozent. Gebrauchsgüter waren im Januar 2026 um 2,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, im Monatsvergleich mit Dezember 2025 erhöhten sie sich um 0,7 Prozent.
Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter verbilligten sich dagegen insgesamt leicht: Sie kosteten 0,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent weniger als im Dezember 2025. Unter den Verbrauchsgütern fielen die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 1,3 Prozent. Deutlich billiger als im Januar 2025 waren Butter mit einem Minus von 43,7 Prozent und Schweinefleisch mit 14,1 Prozent. Teurer im Vergleich zum Vorjahresmonat waren hingegen Rindfleisch mit einem Anstieg von 24,5 Prozent und Kaffee mit plus 14,7 Prozent.

Vorleistungsgüter: Metalle und Holz teurer, Chemie günstiger

Die Preise für Vorleistungsgüter lagen im Januar 2026 um 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert, gegenüber Dezember 2025 ergab sich ein Plus von 0,9 Prozent. Für den Preisanstieg gegenüber Januar 2025 sorgten „vor allem die höheren Preise von Metallen (+6,6 Prozent)“, so das Bundesamt. Insbesondere die Preise für Edelmetalle stiegen mit plus 68,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich an. Auch für Kupfer und Halbzeug daraus musste mit einem Anstieg von 19,7 Prozent mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Billiger als vor einem Jahr waren dagegen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mit einem Minus von 3,2 Prozent, darunter auch Betonstahl mit 2,1 Prozent Preisrückgang.
Holz sowie Holz- und Korkwaren waren insgesamt 7,0 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Nadelschnittholz verteuerte sich um 14,6 Prozent, Laubschnittholz um 2,0 Prozent. Erhebliche Preisanstiege gab es bei Pellets, Briketts und Scheiten mit plus 41,6 Prozent gegenüber Januar 2025 und plus 3,9 Prozent gegenüber Dezember 2025.
Die Preise für Glas und Glaswaren stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. Veredeltes und bearbeitetes Flachglas war 6,8 Prozent teurer, während die Preise für Hohlglas um 4,2 Prozent unter dem Niveau von Januar 2025 lagen.
Preisrückgänge gegenüber Januar 2025 verzeichneten chemische Grundstoffe mit einem Minus von 2,4 Prozent sowie Papier, Pappe und Waren daraus mit einem Rückgang von 1,0 Prozent. Deutlich günstiger waren zudem Futtermittel für Nutztiere, deren Preise um 8,3 Prozent sanken, sowie Getreidemehl mit einem Minus von 5,0 Prozent im Vergleich zum Januar 2025.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Vor der puq-Fläche in der Möserstraße stehen Kelly Wasajja (links), Gründerin des Xtract Studios, Julia Tepker (Mitte), Citymanagerin der Marketing Osnabrück GmbH, sowie Ilona Block (rechts), Inhaberin von Eva Green Stoffe. Beide Unternehmerinnen haben ihre Konzepte zunächst im Rahmen des pop up quartiers erprobt und führen ihre Geschäftstätigkeit nun dauerhaft fort.

pop up quartier schafft langfristige Perspektiven für zwei Unternehmen in Osnabrück

von PM 20. Februar 2026

Was als temporäre Zwischennutzung begann, wird nun dauerhaft: Mit „Xtract Studio by Kelly Wasajja“ und „Eva Green Stoffe“ haben sich zwei Konzepte nach erfolgreicher Testphase langfristig am Standort Osnabrück etabliert. Damit zeigt das Projekt „puq – pop up quartier“ der Marketing Osnabrück erneut konkrete Wirkung für die Entwicklung des Stadtzentrums.

Beleben von Leerständen und neue Geschäftsideen

Das pop up quartier wurde 2022 ins Leben gerufen, um Leerstände in zentraler Lage gezielt zu beleben und neuen Geschäftsideen eine realistische Chance zu geben. Konzepte können sich unter echten Marktbedingungen erproben, Sichtbarkeit aufbauen und Schritt für Schritt in eine dauerhafte Perspektive wachsen. Mit dem jetzigen Übergang in feste Mietverhältnisse bestätigt sich dieser strategische Ansatz.

Tanz- und Bewegungsangebot in der Theaterpassage

Das Xtract Studio startete in der Theaterpassage mit einem urbanen Tanz- und Bewegungsangebot aus Hip-Hop, Heels und Pilates für unterschiedliche Altersgruppen. Schnell entstand eine feste Community. Nun folgt der nächste Schritt: Das Studio zieht an die Pagenstecherstraße 65a und erweitert dort sein Angebot. „Die Zeit im pop up quartier war für mich eine echte Chance. Ich konnte mein Konzept testen, weiterentwickeln und mir eine Stammkundschaft aufbauen“, sagt Kelly Wasajja. „Dass ich jetzt dauerhaft bleibe, ist für mich ein starkes Signal.“

Innenstadt um Stoffe und Nähzubehör erweitert

Auch Eva Green Stoffe bleibt der Innenstadt erhalten. Das Fachgeschäft für hochwertige Stoffe und Nähzubehör war zunächst als Zwischennutzung in der Möserstraße 2–3 gestartet. Neben dem Verkauf werden dort auch Nähkurse angeboten. Inhaberin Ilona Block erklärt: „Die Begleitung im Rahmen des pop up quartiers hat uns Sicherheit gegeben. Der direkte Kontakt zu Vermietenden und die Unterstützung im Prozess haben den Schritt in eine feste Anmietung deutlich erleichtert.“

Zeichen für die Innenstadtentwicklung

Für die Marketing Osnabrück ist dieser Übergang von temporär zu dauerhaft ein wichtiges Zeichen für die Innenstadtentwicklung. „Das pop up quartier ist bewusst als Instrument angelegt, das unternehmerischen Mut fördert und Perspektiven schafft“, sagt Citymanagerin Julia Tepker. „Wenn aus einer Zwischennutzung ein langfristiger Standort wird, zeigt das, dass unsere Innenstadt Raum für neue Ideen bietet. Solche Entwicklungen stärken die Vielfalt, erhöhen die Aufenthaltsqualität und tragen dazu bei, das Stadtzentrum nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Für eine lebendige Innenstadt

Das pop up quartier ist damit nicht nur ein Instrument gegen Leerstand, sondern ein aktiver Baustein für eine lebendige Innenstadt, in der Handel, Gastronomie, Kreativwirtschaft und Begegnung zusammenkommen. Weitere Informationen zum pop up quartier sowie zu Bewerbungsmöglichkeiten sind online abrufbar.

20. Februar 2026 0 Kommentare
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Symbolfoto Einbrecher

Einbruch in Keller eines Osnabrücker Mehrparteienhauses

von Polizei Pressestelle 20. Februar 2026

In der Nacht zu Mittwoch (18. Februar) kam es zu einem Einbruch in die Kellerräume eines Mehrparteienhauses am Johannistorwall in Osnabrück.

Suche nach Wertgegenständen

Bislang unbekannte Täter gelangten in das Gebäude und drangen gewaltsam in insgesamt acht separate Kellerräume ein. In den Abteilen suchten sie offenbar nach Wertgegenständen. Angaben zum Diebesgut oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit noch nicht gemacht werden.

Zeugenhinweise gesucht

Die Tatzeit liegt zwischen Mittwoch (18. Februar) 01:00 Uhr und 06:00 Uhr. Zeugen, die im angegebenen Zeitraum verdächtige Personen im Bereich des Johannistorwalls beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/327-3203 zu melden.

20. Februar 2026 0 Kommentare
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Anti-Iran-Protest (Archiv)

Bundestagsvize Nouripour fordert Betätigungsverbot für Revolutionsgarden

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Omid Nouripour (Grüne), Vizepräsident des Deutschen Bundestags, fordert ein zügiges Betätigungsverbot für die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland. Zugleich spricht er sich für mögliche Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran aus und warnt vor den Folgen einer Ausweisung des iranischen Botschafters.

Forderung nach Betätigungsverbot für Revolutionsgarden

Omid Nouripour

Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Zudem wünsche sich Nouripour „sehnlichst“, dass die Generalbundesanwaltschaft Ermittlungen prüfe wegen der in den vergangenen Wochen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran. „Das würde den Schlächtern zeigen, dass sie nicht so einfach davonkommen“, sagte der Bundestagsvizepräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Warnung vor Botschafter-Ausweisung und weitere Sanktionen

Eine Ausweisung des iranischen Botschafters aus Deutschland hätte nach Nouripours Einschätzung eher nachteilige Auswirkungen. Man müsse wissen, „dass dann absehbar die deutsche Botschaft in Teheran geschlossen wird“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das sei ein Problem für Leute, die Visa brauchten, um aus dem Land zu kommen. „Und es heißt auch, dass die Bundesregierung keine Informationen mehr von vor Ort hat, wenn das Internet wieder komplett abgeschaltet wird“, gibt der Grünen-Politiker zu bedenken.
„Zielführender wäre es, das Privatvermögen der Regime-Angehörigen hierzulande einzufrieren“, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das trifft sie unmittelbar.“

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Anton Hofreiter

Hofreiter rügt Kanzler Merz für Spekulationen über zweite Amtszeit

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Grünen-Politiker Anton Hofreiter warnt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) davor, bereits öffentlich über eine weitere Kanzlerschaft zu spekulieren. Merz solle sich angesichts der aktuellen Lage auf die Umsetzung seiner Ankündigungen konzentrieren, statt seinen persönlichen Machterhalt vorzubereiten, sagte Hofreiter der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).

Hofreiter rügt Spekulationen über weitere Amtszeit

Grünen-Politiker Anton Hofreiter forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf, Überlegungen zu einer erneuten Kanzlerkandidatur zurückzustellen. „Kanzler Merz wäre gut beraten, nicht schon jetzt an seine nächste Amtszeit zu denken und seinen persönlichen Machterhalt vorzubereiten, dafür sind die Zeiten zu ernst“, sagte Hofreiter der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).
Merz müsse sich nach den Worten Hofreiters stattdessen auf die Umsetzung seiner politischen Vorhaben konzentrieren. Merz solle „lieber darauf konzentrieren, seinen innen- und außenpolitischen Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen“, ergänzte Hofreiter in der „Rheinischen Post“.

Entscheidung liege bei den Wählerinnen und Wählern

Darüber hinaus betonte Hofreiter, dass über die politische Zukunft des Kanzlers nicht dieser selbst entscheiden könne. „Ob Friedrich Merz für eine weitere Amtszeit oder sogar noch länger Kanzler bleibt, werden die Wählerinnen und Wähler zu gegebener Zeit entscheiden“, sagte der Grünen-Politiker der „Rheinischen Post“.

Äußerungen von Merz bei Wahlveranstaltung

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Mittwochabend bei einer Wahlveranstaltung in Trier seine eigene politische Zukunft angesprochen. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“, sagte Merz laut Bericht. Zur Begründung verwies er darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Flüchtlinge an

Özdemir befürwortet Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Der Grünen-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, hat sich für die Auslagerung von Asylverfahren in sichere Drittstaaten ausgesprochen. Er sieht darin eine Möglichkeit, mehr Humanität im Umgang mit Schutzsuchenden zu erreichen und insbesondere Frauen und Kinder besser zu schützen. Zugleich lehnt Özdemir Pläne zur Einrichtung sogenannter Return Hubs für abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten ab.

Özdemir sieht Chance für mehr Humanität im Asylsystem

Grünen-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg Cem Özdemir befürwortet die Verlagerung von Asylverfahren in sichere Drittstaaten. „Wenn es einen Drittstaat gibt, in dem rechtsstaatliche Verfahren eingehalten werden – unter Anleitung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, ist das eine Option, die mehr Humanität verspricht“, sagte Özdemir dem Nachrichtenportal T-Online.
Das gegenwärtige System der Asylverfahren kritisierte Özdemir scharf. Das aktuelle Asylsystem befördere das Recht des Stärkeren, was nach seinen Worten vor allem Frauen und Kinder benachteilige. Diese seien besonders schutzbedürftig, so Özdemir weiter gegenüber T-Online.

EU-Regelungen zu sicheren Drittstaaten

Die Europäische Union hatte Ende vergangenen Jahres die Grundlage dafür geschaffen, Menschen leichter in sogenannte sichere Drittstaaten außerhalb der EU zu überstellen. Dadurch wäre es möglich, Asylverfahren auch in Länder zu verlagern, zu denen Betroffene keinerlei Bezug haben. Die Pläne müssen noch vom EU-Parlament bestätigt werden.
Die Neuregelung würde zudem die Einrichtung sogenannter Return Hubs für abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten außerhalb der EU erleichtern. Diese lehnt Özdemir ab.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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