Am Neumarkt wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern – und zwar zum Besseren. Doch bevor die Arbeiten im Herzen der Innenstadt beginnen, erfasst die Stadt Osnabrück noch einmal ganz genau den Ist-Zustand. Dafür kommt in diesen Tagen modernstes Vermessungsgerät zum Einsatz.
3D-Bild durch modernste Technik
Dabei geht es nicht nur um die Verkehrsflächen. Auch die anliegenden Gebäude werden erfasst – millimetergenau und dreidimensional. Bei dieser Bestandsaufnahme entsteht eine sogenannte Punktwolke. Jedes sichtbare Element wird im Abstand von rund einem halben Zentimeter erfasst und als Punkt dargestellt. Die Summe dieser Punkte ergibt dann ein hochpräzises Bild der Umgebung. Was aufwendig und langwierig klingt, geht verhältnismäßig schnell. Denn innerhalb von nur zwei Minuten können die verwendeten Spezialgeräte rund elf Millionen dieser Punkte erfassen und speichern. Für den Bereich zwischen der Brücke über die Hase (Öwer de Hase) und dem Neuen Graben werden schätzungsweise eine halbe Milliarde dieser Punkte zusammenkommen und ein umfassendes 3D-Bild ergeben. Doch diese sogenannte terrestrische Laserscanaufnahme ist noch nicht alles. Auch aus der Luft kommt ein Laser zum Einsatz, genauer gesagt ein LIDAR-Lasersensor, der an einer Drohne befestigt ist und den Bereich detailliert von oben erfasst. Dabei darf auch die Erstellung eines klassischen Luftbildes nicht fehlen.
Aufnahmen dienen verschiedenen Nutzen
Die Erfassungen, die die Stadt allesamt in Eigenregie ausführt, haben vorrangig zwei Hintergründe. Erstens lassen sich die Arbeiten auf dem Neumarkt umso genauer planen, je besser der Status Quo bekannt ist. Und zweitens dienen die Scans auch der Beweissicherung. Wenn beispielsweise während der Arbeiten oder danach an Gebäuden Setzungsrisse festgestellt werden, lässt sich durch den Scan prüfen, ob diese erst während der Arbeiten entstanden sind oder schon zuvor existierten.
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