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Industrieanlagen (Archiv)

Ifo-Geschäftsklima steigt leicht – deutsche Wirtschaft stabilisiert sich

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Mai nach dem Rückgang im März und April leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 84,9 Punkte, nach 84,5 Punkten im April, wie das Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiere sich vorerst, die Lage bleibe aber fragil.

Leichte Erholung der Unternehmensstimmung

Die Unternehmen in Deutschland waren im Mai etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zugleich fiel der Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch aus. Nach Angaben des Ifo-Instituts verbesserten sich damit sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen.
Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verbessert. Grund dafür waren positivere Urteile zur aktuellen Lage. Die Erwartungen trübten sich hingegen weiter ein, und die Zahl der Neuaufträge ging zurück.

Deutliche Aufhellung im Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor hat der Index deutlich zugelegt. Insbesondere die Erwartungen erholten sich nach dem Einbruch in den letzten beiden Monaten. Die Unternehmen bewerteten auch die laufenden Geschäfte etwas besser. Die Stimmung in der Logistik bleibt angespannt, ist aber „nicht mehr so katastrophal wie im Vormonat“. Gleiches gilt für den Tourismussektor.

Unterschiedliche Entwicklungen in Handel und Bau

Im Handel ist das Geschäftsklima wieder gestiegen. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage, und der Pessimismus bei den Erwartungen nahm etwas ab. Dennoch bleibt die Lage aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel schwierig.
Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Dies war auf eine schlechtere Bewertung der Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen legten nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu. Die Unternehmen sind dennoch weiterhin skeptisch.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Unfall (Symbolbild) / Foto: Heiko Westermann

Schwerer Unfall in Dissen – Unfallflucht in Osnabrück

von Hasepost 22. Mai 2026

Gleich zwei Verkehrsunfälle haben Polizei und Rettungskräfte im Raum Osnabrück beschäftigt. Während es bei einem Frontalzusammenstoß in Dissen vier Schwerverletzte gab, sucht die Polizei in Osnabrück nach einem flüchtigen Autofahrer – und nach einem wichtigen Zeugen im Rollstuhl.

Vier Schwerverletzte nach Frontalcrash in Dissen

Auf der Rechenbergstraße (L94) bei Dissen kam es am Donnerstagabend (21. Mai) gegen 18:15 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit dramatischen Folgen. Nach bisherigen Ermittlungen war ein 42-jähriger Fahrer eines Audi A6 aus Richtung Dissen unterwegs, als er in einer Kurve aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort prallte der Audi frontal mit einem entgegenkommenden VW Arteon zusammen, in dem vier Personen saßen. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert, der VW überschlug sich zusätzlich.

Die vier Insassen des VW – zwei Männer im Alter von 45 und 52 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 40 und 45 Jahren – erlitten schwere Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der Audifahrer kam vorsorglich in eine Klinik. Die Rechenbergstraße musste während der Unfallaufnahme komplett gesperrt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde der Audi beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Unfallflucht an der Weidenstraße in Osnabrück

Bereits am vergangenen Samstag (16. Mai) ereignete sich in Osnabrück ein weiterer Verkehrsunfall, bei dem die Polizei nun dringend Zeugen sucht. Gegen 17:20 Uhr war ein 58-jähriger Autofahrer auf der Weidenstraße stadteinwärts unterwegs, als ein anderer Pkw von dem Parkplatz eines Geschäftszentrums auf die Straße einbog. Dabei kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Statt anzuhalten und seine Personalien anzugeben, entfernte sich der Fahrer oder die Fahrerin des mutmaßlich beteiligten BMW unerlaubt vom Unfallort. Besonders hoffen die Ermittler nun auf einen bislang unbekannten Rollstuhlfahrer, der den Vorfall beobachtet haben soll. Die Polizei bittet diesen sowie weitere mögliche Zeugen, sich telefonisch unter 0541/327-2515 zu melden.

22. Mai 2026 0 Kommentare
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Einbrecher

Einbrecher auf Beutezug: Polizei warnt nach Taten in Bad Rothenfelde und Bad Essen

von Hasepost 22. Mai 2026

Gleich zwei Einbruchdiebstähle innerhalb weniger Stunden beschäftigen derzeit die Polizei im Landkreis Osnabrück. Sowohl in Bad Rothenfelde als auch im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf schlugen bislang unbekannte Täter zu. Nun hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Wohnhaus im Ortskern von Bad Rothenfelde durchsucht

In Bad Rothenfelde drangen die Täter am Donnerstagvormittag (21. Mai) zwischen 8:30 Uhr und 12:00 Uhr in ein Einfamilienhaus im Bereich zwischen Niedersachsenring und Helferner Weg ein. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sie sich gewaltsam Zugang zum Gebäude und durchsuchten mehrere Räume gezielt nach Wertgegenständen. Mit bislang unbekanntem Diebesgut flüchteten die Einbrecher anschließend unerkannt. Wie hoch der entstandene Schaden ist und was genau gestohlen wurde, steht derzeit noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen.

Auch Lagerhalle in Wehrendorf betroffen

Auch im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf waren Einbrecher aktiv. Zwischen Mittwochabend (20. Mai), 20:00 Uhr, und Donnerstagmorgen (21. Mai), 8:00 Uhr, drangen Unbekannte in eine Lagerhalle in einem Gewerbegebiet ein. Dort durchsuchten sie die Räumlichkeiten offenbar gezielt nach Wertgegenständen. Anschließend verschwanden die Täter in unbekannte Richtung. Auch hier können Polizeiangaben zufolge derzeit weder die Höhe des Diebesgutes noch der Sachschaden beziffert werden.

Polizei bittet um Hinweise

In beiden Fällen setzen die Ermittler auf Zeugenhinweise. Wer in den betreffenden Zeiträumen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise zum Einbruch in Bad Rothenfelde nimmt die Polizei in Dissen (Telefon: 05421/931280) entgegen, Informationen zur Tat in Wehrendorf die Polizei in Bohmte (Telefon: 05471/9710).

22. Mai 2026 0 Kommentare
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Frankfurter Börse

Dax legt zu, Halbleiter treiben Börsen zum Wochenschluss

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.805 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An den Börsen bestimmen vor allem die Entwicklung im Technologiesektor, die Rohölpreise und die zähen Verhandlungen im Nahen Osten das Geschehen.

Vorsichtige Anleger und zähe Verhandlungen

„Die Anleger trauen sich weiter nur mit sehr viel Vorsicht und einigen Vorbehalten aus ihrer Deckung“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen nur schleppend voran und es gibt immer noch einige Reizthemen, die als Showstopper gelten“, so Lipkow weiter (CMC Markets).
Am Aktienmarkt legten nach seinen Worten insbesondere Technologiewerte zu: „Am Aktienmarkt legen die Halbleiterunternehmen erneut einen höheren Gang ein und ziehen die Indizes zum Wochenschluss weiter nach oben. Die Quartalszahlen von Nvidia haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und neue Kursfantasie für die gesamte Branche geweckt“ (CMC Markets).

Impulsgeber Asien und Rohstoffmärkte

In Asien setzte sich der positive Trend fort. „In Asien konnte der Nikkei über 2,5 Prozent zulegen und neue Rekordkurse erreichen. Dabei halfen besser als erwartete Verbraucherpreisdaten. Auch in China bleibt die Stimmung gut und wird maßgeblich von Kursgewinnen bei den Technologieaktien bestimmt“ (CMC Markets).
Für den deutschen Leitindex erwartet Lipkow einen eher verhaltenen Verlauf: „Der heutige Handel im Dax dürfte sich eher ruhiger gestalten und das bevorstehende Wochenende auf den Handelsverlauf abstrahlen. Insbesondere die zähen Verhandlungen im Nahen Osten stellen einen schweren Belastungsfaktor dar. Die Spannungen entladen sich immer wieder über die Rohölpreise, die weiter auf einem sehr hohen Preisniveau verweilen. Mit der Ölsorte Brent bei 105 Dollar pro Barrel liegt der Preis immer noch gut 50 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Irankriegs“ (CMC Markets).

Konjunkturdaten und Währungen im Blick

Zu den anstehenden Konjunkturdaten sagte Lipkow: „Die heute anstehenden Wirtschaftsdaten dürften wohl lediglich zur Kenntnis genommen werden und kaum Einflüsse auf die Handelsaktivitäten zeigen. So werden in Deutschland der Ifo-Index und das GfK-Konsumklima erwartet. Am Nachmittag kommen aus den USA die Frühindikatoren und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan“ (CMC Markets).
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1607 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8615 Euro zu haben.
Der Goldpreis gab nach: Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.525 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,5 Prozent. Das entspricht einem Preis von 125,33 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg dagegen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,30 US-Dollar, 2,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Vonovia (Archiv)

Linke startet Mieterportal und verschärft Angriff auf Vonovia

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Die Linke verschärft ihren Kurs gegen hohe Mieten und geht mit einem neuen Portal gezielt gegen den Wohnungskonzern Vonovia vor. Mieterinnen und Mieter sollen dort Mängel und mutmaßliche Verstöße melden, um den politischen Druck auf das Unternehmen zu erhöhen. Parteichef Jan van Aken wirft Vonovia systematische, illegale Praktiken vor und fordert eine Vergesellschaftung der Wohnungen zu deutlich niedrigeren als den veranschlagten Entschädigungskosten.

Neues Portal für Beschwerden gegen Vonovia

Die Linke will weiter gegen den selbst ausgerufenen Mieten-Notstand vorgehen und startet dafür ein neues Portal. Dort sollen Vonovia-Mieter Mängel und Verstöße melden.
Jan van Aken

Kritik an Geschäftsmodell und Forderung nach Vergesellschaftung

In Leipzig sei es nach den Worten von van Aken beispielsweise gelungen, durch Druck der Landtagsabgeordneten Rückzahlungen der Vonovia an die Mieter zu erwirken. „Am Ende musste Vonovia zugeben, sie haben gelogen, und die Menschen kriegen am Ende bares Geld zurück“, erklärte van Aken RTL und ntv. Am Ende müsse Vonovia seine Geschäftspraktiken ändern, für van Aken seien das „fast mafiöse Strukturen“.
Die Partei strebt an, dem Konzern die Wohnungen abzunehmen und zu vergesellschaften. Die Entschädigungskosten von 36 Milliarden Euro, die der Berliner Senat dafür veranschlagt, hält van Aken für „wirklich aus der Luft gegriffen“. Man dürfe für die Überführung nicht mit „irren Marktpreisen“, sondern mit den realen Preisen für Bau und Instandhaltung kalkulieren. „Da kommen Sie auf viel niedrigere Summen und das Geld kommt am Ende natürlich durch die Mieten wieder rein. Das ist ja ein ganz normales Geschäft“, so van Aken gegenüber RTL und ntv.

Pläne für Berlin und Forderung nach bundesweitem Mietendeckel

In Berlin will die Linke der Vonovia alle ca. 138.000 Wohnungen abnehmen. „Hier wird im September gewählt und ich gehe davon aus, dass wir dann eine Bürgermeisterin der Linken haben, und dann wird Rot-Rot-Grün in Berlin genau das tun“, sagte van Aken den Sendern RTL und ntv.
Darüber hinaus fordert der Linken-Chef einen Mietendeckel für alle, der sei der beste Schutz. „Das muss der Bundestag entscheiden und dafür brauchen wir Druck auf die SPD und auf die CDU. Und ich glaube, solche Aktionen helfen auch“, sagte er RTL und ntv. Auch wenn die CDU aktuell noch ablehnt, ist sich van Aken sicher: „Natürlich müssen die irgendwann den Mietendeckel einführen, und das weiß die CDU auch.“

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Gefängnis (Archiv)

Hamburg will Verjährung von Vergewaltigungen deutlich verlängern

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) dringt auf eine Änderung des Sexualstrafrechts, um eine aus ihrer Sicht problematische Verjährungsregelung bei Vergewaltigungen zu beseitigen. Anlass ist eine Gesetzeslücke, durch die Vergewaltigungen regelmäßig nach fünf Jahren verjähren. Das Bundesjustizministerium prüft nach eigenen Angaben bereits, ob eine Anpassung der Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten erforderlich ist.

Hamburg plant Vorstoß bei Justizministerkonferenz

Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) will eine Lücke im Sexualstrafrecht schließen, durch die Vergewaltigungen regelmäßig nach fünf Jahren verjähren. Das geht dem „Spiegel“ zufolge aus einer Beschlussvorlage hervor, die Hamburg im Juni bei der Justizministerkonferenz einbringen will. Auch das Bundesjustizministerium zeigt sich dem Magazin zufolge offen für mögliche Änderungen.
„Aus Angst, Scham oder Traumatisierung zeigt nicht jedes Opfer eine solche Tat zeitnah an“, sagte Gallina dem „Spiegel“. Die eher kurze Verjährungsfrist könne dazu führen, dass Vergewaltigungen nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden könnten. „Das höhlt den Schutzgedanken des Gesetzes aus.“ Es müsse deshalb angepasst werden.

Bundesjustizministerium prüft Verjährungsregeln

Das Bundesjustizministerium erklärte auf Anfrage, es prüfe derzeit, ob „Änderungen an den Verjährungsregeln“ bei Sexualstraftaten nötig seien. „Die Prüfung soll zeitnah abgeschlossen werden“, sagte ein Sprecher dem „Spiegel“.

Nebenfolge der Reform von 2016

Die vergleichsweise kurze Verjährungsfrist ist ein Nebeneffekt der Sexualstrafrechtsreform von 2016. Damals verschärfte die Große Koalition das Recht, sorgte aber gleichzeitig dafür, dass Vergewaltigungen seitdem schon nach 5 statt nach 20 Jahren verjähren können. Recherchen des „Spiegel“ zufolge war diese Änderung ein unbeabsichtigter Nebeneffekt der Reform.

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Verena Hubertz

Bauministerin warnt vor Wohnungsmangel, setzt auf Bau-Turbo

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht die aktuellen Zahlen zu Wohnungsfertigstellungen mit Sorge, betont jedoch erste positive Signale. Die jüngsten Krisenjahre hätten tiefe Spuren hinterlassen, zugleich verweist die Ministerin auf steigende Baugenehmigungen und neue Förderinstrumente.

„Zu wenig“ fertiggestellte Wohnungen

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich alarmiert über die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt geäußert. „Die schlechten Zahlen von 2025 sind das Resultat der vergangenen Krisenjahre. Rund 206.000 gebaute Wohnungen im letzten Jahr sind zu wenig. Das ist die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine Wohnung suchen“, sagte Hubertz der „Rheinischen Post“ (Samstag).
Zugleich machte die Ministerin deutlich, dass sie den Blick auf die kommenden Jahre richtet. „Ich blicke aber nicht nach hinten, sondern nach vorne. Die Baugenehmigungszahlen im Jahr 2025 sowie im ersten Quartal 2026 zeigen deutlich nach oben. Unsere Baupolitik, die auf Investitionen, Beschleunigung und die Reduzierung der Baukosten setzt, zeigt bereits Wirkung“, sagte Hubertz der „Rheinischen Post“.

„Bau-Turbo“ und Rekordmittel für sozialen Wohnungsbau

Hubertz verwies auf bereits angestoßene Maßnahmen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus. „Der vor einem halben Jahr gezündete Bau-Turbo findet in sehr vielen Kommunen bereits heute Anwendung. Wir investieren Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau. Und in Kürze stellen wir das Baugesetzbuch-Upgrade vor, das Planungs- und Genehmigungsprozesse noch einmal deutlich beschleunigen wird“, so die Ministerin gegenüber der „Rheinischen Post“.

Förderprogramme und Gebäudetyp E

Nach den Worten von Hubertz arbeitet das Ministerium an weiteren Instrumenten, um den Wohnungsbau zu erleichtern und zu beschleunigen. „Am Gebäudetyp E für günstiges Bauen und der Einführung einer Zwei-Programme-Förderwelt arbeiten wir intensiv. Um aus genehmigten Bauvorhaben schnell fertige Häuser zu machen, will ich eine Verlängerung des Förderprogramms EH55-Plus auch über den 30. Juni 2026 hinaus“, so die Bauministerin in der „Rheinischen Post“. „All das wird helfen, auch in einer weiterhin schwierigen Lage die Fertigstellungszahlen wieder nach oben zu bringen“, sagte Hubertz der Zeitung.

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Bauarbeiter auf

Wohnungsbau in Deutschland 2025 bricht massiv ein

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

In Deutschland sind im Jahr 2025 deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt worden als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank die Zahl der neuen Wohnungen um 18,0 Prozent auf 206.600. Besonders betroffen war der Neubau in Wohngebäuden, aber auch die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ging zurück.

Deutlicher Rückgang bei Fertigstellungen

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206.600 Wohnungen gebaut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, waren das 18,0 Prozent oder 45.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen im zweiten Jahr in Folge deutlich (2024: -14,4 Prozent zum Vorjahr), nachdem sie in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils bei rund 294.000 gelegen hatte. Zuvor war die Zahl neuer Wohnungen von ihrem Tiefststand von 159.000 im Jahr 2009 auf den Höchststand von 306.400 im Jahr 2020 gestiegen. Niedriger als im Jahr 2025 war die Zahl neuer Wohnungen zuletzt im Jahr 2012 (200.500). In den Ergebnissen sind sowohl Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.
In neu errichteten Wohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 172.600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren 20,0 Prozent oder 43.300 Neubauwohnungen weniger als im Vorjahr. Rückgänge gab es sowohl bei den meist von Privatpersonen errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern als auch bei den vor allem von Unternehmen gebauten Mehrfamilienhäusern: Mit 41.800 Einfamilienhäusern wurden 23,3 Prozent oder 12.700 weniger fertiggestellt als im Vorjahr. Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern fiel um 21,4 Prozent oder 3.800 auf 13.800. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, wurden 109.800 Neubauwohnungen geschaffen, das waren 18,9 Prozent oder 25.500 weniger als im Jahr 2024. In neu errichteten Wohnheimen sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen um 15,1 Prozent oder 1.300 auf 7.200.
In neuen Nichtwohngebäuden entstanden im Jahr 2025 insgesamt 3.300 Wohnungen und damit 31,8 Prozent oder 1.500 weniger als im Vorjahr. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 30.700 Wohnungen fertiggestellt, das waren 1,8 Prozent oder 600 weniger als im Vorjahr.

Unterschiedliche Entwicklungen in Ost und West

In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen in Wohngebäuden im Jahr 2025 im Osten prozentual mehr als doppelt so stark zurückging wie im Westen. Während die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen im Westen gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent (-29.200 auf 145.700) abnahm, sank die Zahl im Osten um 34,3 Prozent (-14.000 auf 26.900). Besonders deutlich war der Unterschied bei Mehrfamilienhäusern: Während im Jahr 2025 im Westen 13,9 Prozent oder 15.000 weniger Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern fertiggestellt wurden, waren es im Osten 38,3 Prozent oder 10.600 Wohnungen weniger als im Vorjahr.
Nach Bauherrengruppen betrachtet entfielen von den im Jahr 2025 fertiggestellten Neubauwohnungen 89.500 auf Unternehmen (-17,8 Prozent oder -19.400 zum Vorjahr) und 72.300 auf Privatpersonen (-23,7 Prozent oder -22.400). Von Trägern der öffentlichen Hand wurden 7.900 Neubauwohnungen fertiggestellt (-15,6 Prozent oder -1.500), von Organisationen ohne Erwerbszweck 2.900 (+1,7 Prozent oder +50).

Längere Bauzeiten, kleinere Wohnungen, hoher Bauüberhang

Die durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen in Wohngebäuden, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung, hat sich bei den im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäuden auf 27 Monate verlängert. Im Jahr 2024 hatte der Bau einer Wohnung noch durchschnittlich 26 Monate gedauert, im Jahr 2020 lediglich 20 Monate.
Eine Neubauwohnung hatte im Jahr 2025 eine durchschnittliche Wohnfläche von 95,2 Quadratmetern. Damit hielt der Trend zu kleineren Wohnungen an. Die bisher größte durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche Wohnungsgröße ab.
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent auf 238.100 und war damit höher als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Der Bauüberhang, das sind bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, bewegte sich zum Jahresende 2025 mit 760.700 Wohnungen auf Vorjahresniveau (2024: 759.700). Davon befanden sich 307.200 Wohnungen bereits im Bau (158.600 Wohnungen davon waren im Rohbau fertiggestellt).
Im Jahr 2025 erloschen 35.700 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenüber 2024 und um etwa die Hälfte gegenüber den Jahren 2022 und 2023 (2024: 29.000; 2023: 22.700; 2022: 22.800). Zur Zahl der im Bauüberhang enthaltenen Bauvorhaben, deren Genehmigung zwar noch nicht erloschen sind, die aber nicht mehr weiterverfolgt werden, liegen keine Informationen vor.
Auch die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Der zentrale Indikator für die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Bei den im Jahr 2025 fertiggestellten Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Jahr 2024 um 3,8 Prozent auf 170,9 Millionen Kubikmeter. Besonders stark war der Rückgang bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden mit -19,5 Prozent, so das Bundesamt.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Baukran auf

Bauhauptgewerbe: Auftragseingang sinkt deutlich im März 2026

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Im Bauhauptgewerbe ist der preisbereinigte Auftragseingang im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent gesunken. Während der Hochbau im Vormonatsvergleich zulegen konnte, verzeichnete der Tiefbau deutliche Rückgänge. Im Jahresvergleich stand einem realen Minus beim Auftragseingang ein höherer Umsatz und eine gestiegene Beschäftigtenzahl gegenüber, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.

Rückgang im Auftragseingang trotz Zuwachs im Hochbau

Der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im März 2026 gegenüber Februar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 1,6 Prozent gefallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, nahm der Auftragseingang im März 2026 im Vormonatsvergleich im Hochbau um 9,2 Prozent zu und im Tiefbau um 10,7 Prozent ab.
Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von Januar 2026 bis März 2026 um 1,6 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Destatis bezifferte den Rückgang im Hochbau in diesem Zeitraum auf 2,4 Prozent, im Tiefbau auf 0,9 Prozent.

Deutlicher Rückgang im Jahresvergleich

Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im März 2026 um 7,7 Prozent. Im Hochbau nahm der Auftragseingang um 9,9 Prozent zu und im Tiefbau um 20,1 Prozent ab. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag nach Angaben von Destatis 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreswerts.

Umsatz und Beschäftigung im Plus

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe war im März 2026 um 2,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Der nominale Umsatz stieg im gleichen Zeitraum laut Destatis um 5,3 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro.
Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf rund 545.000 Personen zu. Alle Angaben beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen, so die Behörde.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Amtsgericht (Archiv)

Unternehmensinsolvenzen leicht rückläufig, Gläubigerforderungen deutlich gesunken

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Im Februar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte nach vorläufigen Ergebnissen 2.053 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht dies einem Rückgang um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Gläubigerforderungen aus diesen Verfahren beliefen sich auf rund 2,5 Milliarden Euro und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von rund 9,0 Milliarden Euro.

Leichter Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen

Nach vorläufigen Ergebnissen haben die deutschen Amtsgerichte im Februar 2026 insgesamt 2.053 beantragte Unternehmensinsolvenzen erfasst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, waren das 0,7 Prozent weniger als im Februar 2025.
Bei den veröffentlichten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate vor der statistischen Erfassung.
Zudem lagen für Februar 2026 keine Daten aus Rheinland-Pfalz vor. Für die Berechnung des Bundesergebnisses wurden für Rheinland-Pfalz daher die Vorjahreswerte verwendet.

Deutlich geringere Gläubigerforderungen

Die Forderungen der Gläubiger aus den im Februar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Februar 2025 hatten die Forderungen bei rund 9,0 Milliarden Euro gelegen.
Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Februar 2026 insgesamt 5,8 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,1 Fällen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte das Gastgewerbe mit 9,7 Fällen und das Baugewerbe mit 8,8 Insolvenzen.

Leichtes Plus bei Verbraucherinsolvenzen

Im Januar 2026 gab es 6.112 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, so Destatis.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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