Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht die aktuellen Zahlen zu Wohnungsfertigstellungen mit Sorge, betont jedoch erste positive Signale. Die jüngsten Krisenjahre hätten tiefe Spuren hinterlassen, zugleich verweist die Ministerin auf steigende Baugenehmigungen und neue Förderinstrumente.
„Zu wenig“ fertiggestellte Wohnungen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich alarmiert über die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt geäußert. „Die schlechten Zahlen von 2025 sind das Resultat der vergangenen Krisenjahre. Rund 206.000 gebaute Wohnungen im letzten Jahr sind zu wenig. Das ist die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine Wohnung suchen“, sagte Hubertz der „Rheinischen Post“ (Samstag).
Zugleich machte die Ministerin deutlich, dass sie den Blick auf die kommenden Jahre richtet. „Ich blicke aber nicht nach hinten, sondern nach vorne. Die Baugenehmigungszahlen im Jahr 2025 sowie im ersten Quartal 2026 zeigen deutlich nach oben. Unsere Baupolitik, die auf Investitionen, Beschleunigung und die Reduzierung der Baukosten setzt, zeigt bereits Wirkung“, sagte Hubertz der „Rheinischen Post“.
„Bau-Turbo“ und Rekordmittel für sozialen Wohnungsbau
Hubertz verwies auf bereits angestoßene Maßnahmen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus. „Der vor einem halben Jahr gezündete Bau-Turbo findet in sehr vielen Kommunen bereits heute Anwendung. Wir investieren Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau. Und in Kürze stellen wir das Baugesetzbuch-Upgrade vor, das Planungs- und Genehmigungsprozesse noch einmal deutlich beschleunigen wird“, so die Ministerin gegenüber der „Rheinischen Post“.
Förderprogramme und Gebäudetyp E
Nach den Worten von Hubertz arbeitet das Ministerium an weiteren Instrumenten, um den Wohnungsbau zu erleichtern und zu beschleunigen. „Am Gebäudetyp E für günstiges Bauen und der Einführung einer Zwei-Programme-Förderwelt arbeiten wir intensiv. Um aus genehmigten Bauvorhaben schnell fertige Häuser zu machen, will ich eine Verlängerung des Förderprogramms EH55-Plus auch über den 30. Juni 2026 hinaus“, so die Bauministerin in der „Rheinischen Post“. „All das wird helfen, auch in einer weiterhin schwierigen Lage die Fertigstellungszahlen wieder nach oben zu bringen“, sagte Hubertz der Zeitung.
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