Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.805 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An den Börsen bestimmen vor allem die Entwicklung im Technologiesektor, die Rohölpreise und die zähen Verhandlungen im Nahen Osten das Geschehen.
Vorsichtige Anleger und zähe Verhandlungen
„Die Anleger trauen sich weiter nur mit sehr viel Vorsicht und einigen Vorbehalten aus ihrer Deckung“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen nur schleppend voran und es gibt immer noch einige Reizthemen, die als Showstopper gelten“, so Lipkow weiter (CMC Markets).
Am Aktienmarkt legten nach seinen Worten insbesondere Technologiewerte zu: „Am Aktienmarkt legen die Halbleiterunternehmen erneut einen höheren Gang ein und ziehen die Indizes zum Wochenschluss weiter nach oben. Die Quartalszahlen von Nvidia haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und neue Kursfantasie für die gesamte Branche geweckt“ (CMC Markets).
Impulsgeber Asien und Rohstoffmärkte
In Asien setzte sich der positive Trend fort. „In Asien konnte der Nikkei über 2,5 Prozent zulegen und neue Rekordkurse erreichen. Dabei halfen besser als erwartete Verbraucherpreisdaten. Auch in China bleibt die Stimmung gut und wird maßgeblich von Kursgewinnen bei den Technologieaktien bestimmt“ (CMC Markets).
Für den deutschen Leitindex erwartet Lipkow einen eher verhaltenen Verlauf: „Der heutige Handel im Dax dürfte sich eher ruhiger gestalten und das bevorstehende Wochenende auf den Handelsverlauf abstrahlen. Insbesondere die zähen Verhandlungen im Nahen Osten stellen einen schweren Belastungsfaktor dar. Die Spannungen entladen sich immer wieder über die Rohölpreise, die weiter auf einem sehr hohen Preisniveau verweilen. Mit der Ölsorte Brent bei 105 Dollar pro Barrel liegt der Preis immer noch gut 50 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Irankriegs“ (CMC Markets).
Konjunkturdaten und Währungen im Blick
Zu den anstehenden Konjunkturdaten sagte Lipkow: „Die heute anstehenden Wirtschaftsdaten dürften wohl lediglich zur Kenntnis genommen werden und kaum Einflüsse auf die Handelsaktivitäten zeigen. So werden in Deutschland der Ifo-Index und das GfK-Konsumklima erwartet. Am Nachmittag kommen aus den USA die Frühindikatoren und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan“ (CMC Markets).
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1607 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8615 Euro zu haben.
Der Goldpreis gab nach: Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.525 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,5 Prozent. Das entspricht einem Preis von 125,33 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg dagegen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,30 US-Dollar, 2,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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