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Lars Klingbeil

Klingbeil warnt vor Flächenbrand und Risiken für Finanzmärkte

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat angesichts der Unruhe an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten infolge des Kriegs im Nahen Osten angekündigt, die Risiken für Märkte, Handel und Wirtschaft eng zu verfolgen. Zugleich mahnte er eine schnelle Rückkehr zu ernsthaften Verhandlungen mit dem Ziel einer dauerhaften Abkehr Irans von seinem Nuklear- und Raketenprogramm sowie von einer destabilisierenden Rolle in der Region an.

Regierung beobachtet Finanzmärkte und Handel

Lars Klingbeil
Nach seinen Worten steht die Bundesregierung dabei in engem Austausch mit Partnern und Institutionen. "Wir stehen dazu in permanentem Kontakt mit unseren europäischen Partnern und den Finanzinstitutionen", sagte Klingbeil dem "Spiegel".

Appell zur Verhinderung eines Flächenbrands

Klingbeil verband seine wirtschaftspolitischen Aussagen mit einem außenpolitischen Appell. Er forderte eine rasche Rückkehr zu ernsthaften Verhandlungen mit dem Ziel, dass Iran dauerhaft von einem Nuklear- und Raketenprogramm sowie von einer destabilisierenden Rolle in der Region abrückt.
"Es geht jetzt darum, einen Flächenbrand durch die maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes zu verhindern. Die Zivilbevölkerung in der gesamten Region muss geschützt werden", sagte Klingbeil dem "Spiegel".

Recht der Iraner auf freie Regierungswahl

Für den Fall eines möglichen Zusammenbruchs des iranischen Regimes formulierte Klingbeil eine klare Erwartung an die künftige politische Ordnung im Land. Die Menschen im Iran müssten dann frei über ihre neue Regierung entscheiden können.
"Für uns ist klar: Das iranische Volk hat das Recht, über seine Zukunft selbst zu bestimmen, wenn die Terrorherrschaft des Mullah-Regimes zu Ende geht", sagte Klingbeil dem "Spiegel".

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2. März 2026 0 Kommentare
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Frankfurter Börse

Dax rutscht deutlich ab – Nahost-Konflikt treibt Ölpreis

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Der Dax hat zum Wochenstart deutliche Verluste verzeichnet. Der deutsche Leitindex schloss am Montag im Xetra-Handel mit 24.638 Punkten und damit 2,6 Prozent niedriger als am vorherigen Handelstag. Parallel dazu verteuerten sich Öl und Gold, während der Euro gegenüber dem US-Dollar nachgab.

Aktienmärkte reagieren moderat auf Eskalation im Nahen Osten

Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Dax am Montag mit 24.638 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 2,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Trotz des deutlichen Abschlags bewertet Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, die Marktreaktion als insgesamt begrenzt. "Auch wenn heute ein dickes Minus im Dax auf der Frankfurter Anzeigetafel aufleuchtet, fallen die Reaktionen an den Finanzmärkten auf die Eskalation im Nahen Osten alles in allem doch eher moderat aus", sagte Lipkow laut CMC Markets.
"In Anbetracht der stark steigenden Energiepreise hätten die Kursverluste rund um den Globus durchaus höher ausfallen können. Investoren schauen jetzt explizit darauf, wie lange das höhere Preisniveau in den Rohölsorten anhalten und wie sich das Währungspaar Euro/US-Dollar weiter entwickeln wird", so Lipkow weiter (CMC Markets).

Konjunkturrisiken durch Ölpreis und Konfliktdauer

Lipkow verwies laut CMC Markets auf Einschätzungen aus den USA: "US-Präsident Trump geht derzeit offiziell von einer potenziellen Dauer des militärischen Konflikts von vier bis fünf Wochen aus. Dies wäre für die europäische Konjunktur insgesamt verkraftbar. Rohölpreise zwischen 80 und 85 US-Dollar dürften vorerst keine größeren Verwerfungen hervorrufen. Erst wenn es zu dramatischeren Steigerungen auf über 100 US-Dollar kommen und dieses Preisniveau über mehrere Monate anhalten sollte, wäre das ein ernstzunehmender Einflussfaktor für die konjunkturelle Entwicklung in Europa."
Auch die Auswirkungen auf andere Weltregionen ordnet Lipkow ein: "Auch in Asien hängen Länder wie Japan und China von externen Öllieferungen ab. Eine lang anhaltende Störung der Lieferketten würde damit die globale Konjunkturentwicklung ausbremsen und die Inflation erneut beflügeln. US-Unternehmen sind dagegen weniger direkt von der Eskalation im Nahen Osten betroffen. Die USA haben sich in den vergangenen Jahren durch das Fracking-Verfahren zu einem Nettoexporteur für Rohölprodukte entwickelt. Das lässt die wirtschaftliche Situation in den USA im Gegensatz zu Europa und China deutlich anders aussehen. Auch deshalb kann die Wall Street die vorbörslichen Verluste fast wieder ganz aufholen."
Noch sehe man krisentypische Marktreaktionen auf die geänderte Lage im Nahen Osten, so Lipkow laut CMC Markets. Die Situation müsse weiter beobachtet und dürfe keineswegs unterschätzt werden. "Insbesondere die diplomatischen Positionierungen von Russland und China sind hier wichtige Einflussfaktoren", sagte Lipkow.

Währungs-, Gold- und Ölmarkt in Bewegung

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1677 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8564 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 5.307 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 0,6 Prozent. Das entspricht einem Preis von 146,11 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,98 US-Dollar, das waren 7,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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2. März 2026 0 Kommentare
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Anti-Iran-Protest (Archiv)

Verfassungsschutz richtet Meldestelle für bedrohte Iraner in Deutschland ein

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) reagiert auf den Krieg um den Iran und richtet eine spezielle Meldestelle für iranische Staatsbürger in Deutschland ein. Die Anlaufstelle soll Iranern helfen, die sich hierzulande durch Aktivitäten iranischer Geheimdienste bedroht fühlen und Verdachtsfälle direkt an die Behörde melden wollen.

Neue Meldestelle für bedrohte Iraner in Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) richtet nach eigenen Angaben eine spezielle Meldestelle ein, die sich gezielt an iranische Staatsbürger in Deutschland richtet. Wie die "Bild" (Dienstagsausgabe) berichtet, soll diese Meldestelle Anlaufpunkt für Iraner sein, die sich in Deutschland durch iranische Geheimdienstaktivitäten bedroht fühlen.
Wer glaube, ins Visier iranischer Geheimdienste geraten zu sein oder entsprechende Aktivitäten beobachtet habe, könne sich telefonisch oder per E-Mail an die Behörde wenden, teilte das BfV auf "Bild"-Anfrage mit. Die Kontaktaufnahme soll demnach niedrigschwellig möglich sein, um Verdachtsfälle möglichst direkt erfassen zu können.

Sorge vor zunehmender Bedrohung

Hintergrund der Maßnahme ist laut "Bild" die Sorge vor einer zunehmenden Bedrohung iranischer Staatsbürger in Deutschland. Wie die Zeitung weiter meldet, versuchten iranische Nachrichtendienste derzeit verstärkt, oppositionelle Landsleute in Deutschland zu identifizieren und auszuspähen.
Die Bundesregierung stuft diese Aktivitäten als "transnationale Repression" ein, wonach Staatsorgane eines anderen Landes außerhalb ihrer Grenzen Oppositionelle überwachen, einschüchtern oder unter Druck setzen.

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2. März 2026 0 Kommentare
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Tatort in der Jahnstraße in Bramsche. / Foto: Heiko Westermann

Tote von Bramsche (86 und 62 Jahre alt): Wer erschoss wen?

von Heiko Pohlmann 2. März 2026

Nach der tödlichen Auseinandersetzung in einem Mehrparteienhaus im Bramscher Stadtteil Gartenstadt steht inzwischen fest: Bei den Opfern handelt es sich um einen 86-jährigen Mann und eine 62-jährige Frau. Beide starben noch am Einsatzort, vermutlich durch Schussverletzungen. In der Wohnung wurde nach Angaben der Ermittler eine Schusswaffe sichergestellt. Die Hintergründe sind weiterhin unklar.

Was geschah am Montagmittag in Bramsche?

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, ging am Montag gegen 12:20 Uhr ein Notruf bei der Polizei ein. Gemeldet wurden mehrere Schussgeräusche sowie Schreie aus einem Wohnhaus in der Gartenstadt.
Daraufhin wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Adresse entsandt, darunter ein Mobiles Einsatzkommando (MEK). Das betroffene Gebäude sowie umliegende Straßen wurden zunächst abgesperrt, um eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen. Spezialkräfte betraten anschließend das Haus und durchsuchten es systematisch.

Wer sind die Opfer aus der Jahnstraße in Bramsche?

Im Inneren des Wohnhauses fanden die Einsatzkräfte zwei Personen: einen 86 Jahre alten Mann und eine 62 Jahre alte Frau. Der Mann konnte nur noch leblos aufgefunden werden. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt entdeckt und notärztlich versorgt, erlag jedoch noch am Einsatzort ihren schweren Verletzungen.

Wurde eine Tatwaffe am Tatort in Bramsche gefunden?

Nach Angaben der Ermittler wurde in dem Wohnhaus eine Schusswaffe aufgefunden. Ob und in welchem Zusammenhang diese mit dem Geschehen steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Vor Ort erfolgte eine umfangreiche Spurensicherung. Spezialisten dokumentierten die Situation im Gebäude und sicherten mögliche Beweismittel.

Was ist bislang zu den Hintergründen bekannt?

Zu den Hintergründen des Vorfalls machen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit keine weiteren Angaben. Unklar ist insbesondere, in welchem Verhältnis die beiden Verstorbenen zueinander standen und wie sich die Ereignisse im Detail abgespielt haben.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Informationen sollen bekanntgegeben werden, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.


HASEPOST geht mit Berichten über mögliche Suizide äußerst zurückhaltend um. Eine unangemessene oder detaillierte Darstellung solcher Ereignisse kann unter Umständen Nachahmungseffekte begünstigen. Wenn Sie sich in einer seelischen Krise befinden oder an Suizid denken, erhalten Sie rund um die Uhr anonym und kostenfrei Unterstützung bei der Telefonseelsorge unter 0800 1110 111 oder 0800 1110 222 sowie online unter www.telefonseelsorge.de. Für Kinder und Jugendliche ist zudem das „Nummer gegen Kummer“-Telefon unter 116 111 erreichbar

2. März 2026 0 Kommentare
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Emmanuel Macron

Deutschland beteiligt sich an französischer Nuklearabschreckung in Europa

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Frankreich und Deutschland wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Abschreckung deutlich ausbauen. Beide Länder richten dazu eine hochrangige Nuklear-Steuerungsgruppe ein, die als bilateraler Rahmen für verteidigungspolitischen Austausch und die Koordinierung strategischer Maßnahmen dienen soll. Die Pläne gehen aus einer gemeinsamen Erklärung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vom Montag hervor.

Neue Nuklear-Steuerungsgruppe vereinbart

Frankreich und Deutschland haben beschlossen, ihre Zusammenarbeit im Bereich der Abschreckung zu intensivieren. Dazu richten beide Länder eine hochrangige Nuklear-Steuerungsgruppe ein, die als bilateraler Rahmen für den verteidigungspolitischen Austausch und die Koordinierung strategischer Maßnahmen dienen soll. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Emmanuel Macron und Friedrich Merz (CDU) vom Montag hervor.
Die Kooperation umfasse Konsultationen über "die geeignete Mischung aus konventionellen Fähigkeiten, Raketenabwehr sowie französischen Nuklearfähigkeiten". Frankreich und Deutschland planen, erste konkrete Schritte in diesem Jahr zu unternehmen, darunter die konventionelle Beteiligung Deutschlands an französischen Nuklearübungen und gemeinsame Besuche strategischer Einrichtungen.

Schwerpunkt Eskalationsmanagement

Zudem wollen Frankreich und Deutschland ihre "Fähigkeit zum Eskalationsmanagement unterhalb der nuklearen Schwelle verbessern", hieß es weiter. Die deutsch-französische Zusammenarbeit basiere auf dem "Verständnis, dass die Nukleardimension der Abschreckung ein Eckpfeiler der europäischen Sicherheit bleibt".

Einbindung in Nato-Strukturen und Nichtverbreitung

Die vertiefte Kooperation ergänze der Erklärung zufolge die nukleare Abschreckung der Nato und die nukleare Teilhabe, zu der Deutschland weiterhin beitragen werde. Frankreich und Deutschland bekräftigten gleichzeitig ihre Verpflichtung zur Einhaltung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen.

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2. März 2026 0 Kommentare
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Bundeswehr-Soldat (Archiv)

Macron stellt gemeinsame Atomübungen mit Deutschland in Aussicht

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland in Aussicht gestellt und eine engere Zusammenarbeit beider Länder bei der nuklearen Abschreckung betont. Zudem kündigte er an, das französische Atomarsenal aufzustocken und zugleich künftig keine Zahlen mehr zur Größe der Nuklearstreitmacht zu veröffentlichen.

Macron nennt Deutschland „Schlüsselpartner“

Emmanuel Macron sieht Deutschland als zentralen Partner für die französische Nuklearstrategie. „Deutschland ist ein Schlüsselpartner“, sagte Macron am Montag in einer Grundsatzrede auf dem Marinestützpunkt Ile Longue zur nuklearen Abschreckung. Wie das französische Staatsoberhaupt ausführte, sollen die ersten Schritte der Zusammenarbeit noch in diesem Jahr beginnen. Diese könnten Besuche strategischer Standorte sowie gemeinsame Übungen umfassen, so Macron.

Aufstockung des Atomarsenals angekündigt

In derselben Rede kündigte Macron an, das Atomarsenal seines Landes aufzustocken. „Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden“, sagte er. Zugleich machte er deutlich, dass Frankreich künftig keine Angaben mehr zur Größe seiner nuklearen Streitmacht machen werde. Man werde „keine Zahlen mehr zum nuklearen Arsenal veröffentlichen“, so der Präsident der mittlerweile einzigen Atommacht in der Europäischen Union.

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Jobcenter (Archiv)

Union und SPD erzielen Kompromiss bei strengerem Bürgergeld

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Union und SPD haben sich nach Angaben aus Koalitionskreisen auf einen Kompromiss zur Reform des Bürgergeldes verständigt. Das Gesetz soll demnach am Donnerstagvormittag im Bundestag verabschiedet und die neue Grundsicherung zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. Vorgesehen sind schnellere und schärfere Sanktionen, mehr Spielraum für Jobcenter sowie strengere Regeln bei Wohnkosten.

Einigung auf letzte Streitpunkte

Union und SPD haben sich offenbar über die letzten Streitpunkte bei der Reform des Bürgergeldes geeinigt. Das schreibt der "Stern" unter Berufung auf Koalitionskreise. Das Gesetz soll demnach am Donnerstagvormittag im Bundestag verabschiedet werden. Damit wäre ein zentraler Konflikt der Koalition gelöst.
Im parlamentarischen Verfahren ging es dem Bericht zufolge zuletzt nur noch um Detailfragen. So sollen die Jobcenter etwa mehr Spielraum bei der Wiedereingliederung in Arbeit erhalten als im Kabinettsentwurf geplant. Etwas lockerer sollen in Härtefällen die neuen Maximalhöhen für Mieten gehandhabt werden, zumindest dann, wenn Kinder im Haushalt sind.

Strengere Sanktionen und mehr Kontrolle

Nachgeschärft wird dagegen bei Terminversäumnissen: Jobcenter können künftig sogar ein amtsärztliches Attest verlangen, nicht nur einen Krankenschein vom Hausarzt. Auch Arbeitgeber sollen bei Sozialleistungsmissbrauch nun stärker belangt werden. Die letzten Streitpunkte hatten Unionsfraktionschef Jens Spahn und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch miteinander verhandelt.
Grundsätzlich sind deutlich schnellere Sanktionen geplant und eine weitgehende Rückkehr zum Vermittlungsvorrang in Arbeit gegenüber der Qualifizierung. Nach dem dritten versäumten Termin werden Zahlungen vorerst ganz gestrichen, auch das Geld für die Unterkunft. Bevor die Leistungen komplett eingestellt werden, wird den Betroffenen die Gelegenheit zur persönlichen Anhörung gegeben.

Strengere Regeln bei Wohnkosten und Zeitplan

Die Regeln zu Wohnungsgröße und Mieten werden strenger. Die neue Grundsicherung soll dem Vernehmen nach noch im März vom Bundesrat gebilligt werden. Ab dem 1. Juli 2026 soll das neue Gesetz in Kraft treten.

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Emmanuel Macron

Macron verstärkt französische nukleare Abschreckung für Europas Sicherheit

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die nukleare Abschreckung des Landes verstärken. Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine und wachsender Spannungen mit Russland und China kündigte er eine Anpassung der französischen Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie an. Macron stellte dabei klar, dass Frankreich seine atomare Abschreckung künftig ausbauen und anders kommunizieren will.

Macron warnt vor „gewaltiger Gefahr“ für Europa

In Ile Longue, wo sich die Militärbasis für Frankreichs Atom-U-Boote befindet, schilderte Emmanuel Macron am Montag seine Sicht auf die weltpolitische Lage. Die Welt habe sich "verhärtet", was die letzten Stunden überdeutlich gemacht hätten, sagte Macron. Er ergänzte, dass Frankreich seine Abschreckungsstrategie bis in die "Tiefe des europäischen Kontinents" durchdenken müsse, unter Achtung der Souveränitäten und mit einem allmählichen Aufbau einer fortgeschrittenen Abschreckung.
Macron wies darauf hin, dass die Ukraine einen "großen Krieg" führe, der eine "gewaltige Gefahr" für Europa darstelle. Russland zeige sich "revisionistisch" und offenbare einen "brutalen Imperialismus" mit einem reichen nuklearen Arsenal. Auch China habe sich darauf eingestellt, die USA militärisch einzuholen, und stelle mehr Waffen her als jedes andere Land der Welt.

Anpassung der französischen Sicherheitsstrategie

Diese Entwicklungen, so Macron, erforderten eine Anpassung der nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie, um Europa zu ermutigen, sich stärker um die eigene Sicherheit zu kümmern. Der französische Präsident sagte weiter, dass die Risiken einer nuklearen Eskalation zunähmen und dass Frankreich seine Abschreckung "zukunftsträchtig" gestalten müsse.
Er kündigte an, die Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe zu erhöhen, "um jede Spekulation zu unterbinden". Zudem erklärte Macron, dass Frankreich künftig keine Angaben mehr zur Anzahl der Sprengköpfe machen werde.

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2. März 2026 0 Kommentare
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Polizeieinsatz in der Jahnstraße in Bramsche

Schüsse in Bramsche: Todesopfer ein Mann und eine Frau

von Heiko Pohlmann 2. März 2026

Nach den Schüssen in einem Wohnhaus an der Jahnstraße in Bramsche (Landkreis Osnabrück) sind am Montag zwei Menschen ums Leben gekommen – ein Mann und eine Frau. Das bestätigte die Polizei am Nachmittag. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

Zuvor war gegen Mittag ein Notruf bei der Polizei eingegangen. Gemeldet worden waren mehrere Schüsse aus einem Einfamilienhaus sowie Hilferufe. Daraufhin rückten zahlreiche Einsatzkräfte an und sperrten den Bereich rund um das Gebäude weiträumig ab.

Zweite Person verstarb noch am Einsatzort in Bramsche

Ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) sicherte das Haus und betrat das Objekt unter besonderen Schutzmaßnahmen. Zwischenzeitlich war von einer schwer verletzten Person die Rede, später bestätigte die Polizei auch den Tod der zweiten betroffenen Person noch am Einsatzort.

Nach Angaben der Polizei bestand für Anwohnerinnen und Anwohner zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr. Die Maßnahmen bezogen sich ausschließlich auf das Innere des Wohnhauses.

Polizei kündigt Pressemitteilung für den Tagesverlauf an

Am Nachmittag verschafften sich Vertreter der Staatsanwaltschaft Osnabrück vor Ort einen Überblick über die Lage. Für den weiteren Verlauf des Tages hat die Polizei eine mit der Staatsanwaltschaft abgestimmte Pressemitteilung mit zusätzlichen Informationen angekündigt.


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2. März 2026 0 Kommentare
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Zapfsäule (Archiv)

Iran-Krieg: Verband warnt vor langen Schlangen an Tankstellen

von Hasepost Redaktion 2. März 2026

Der Tankstellen-Interessenverband erwartet in den kommenden Tagen und Wochen deutlich mehr Andrang an den Zapfsäulen. Hintergrund sind der Iran-Krieg und die steigenden Preise für Benzin und Diesel, die nach Einschätzung des Verbands viele Verbraucher zu Vorratskäufen veranlassen.

Verbraucher füllen Tanks und Reservekanister

Sprecher Herbert Rabl sagte der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe), dass viele Verbraucher bereits ihr Auto volltanken würden "und den Reservekanister gleich noch dazu". Erste Schlangen an den Tankstellen gebe es bereits.
Rabl erklärte weiter, da die Preise für Benzin und Diesel weiter steigen würden, "werden viele Kunden versuchen, den bestehenden Preisvorteil noch mitzunehmen". Zumal viele Konzerne bereits an der Preisschraube drehten, "obwohl sich das in der Lieferkette noch gar nicht abbildet", sagte Rabl der "Rheinischen Post".

Preisanstieg an den Zapfsäulen

Nach Einschätzung von Rabl hängen die weiteren Preisentwicklungen eng mit der Lage im Nahen Osten zusammen. "Je größer das Angstpotenzial ist, was da unten am Persischen Golf gerade produziert wird, desto höher werden die Preise an den Tankstellen steigen", sagte er der "Rheinischen Post".

Kein Engpass erwartet, aber höhere Preise

Trotz der erwarteten Schlangen rechnet Rabl aktuell nicht mit Versorgungsproblemen. "Einen Engpass sehe ich jetzt noch nicht", sagte er der "Rheinischen Post". Zugleich wies der Experte darauf hin, dass die Tankstellen vom Preisanstieg nicht profitieren würden. "Wir haben unsere Verträge, wir kriegen ein bis zwei Cent pro Liter, je nachdem, was ich für einen Vertrag habe", erklärte Rabl der "Rheinischen Post".

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2. März 2026 0 Kommentare
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