München setzt auf neue Maßnahmen gegen Überfüllung auf der Wiesn.
Rund eineinhalb Monate vor dem Start des 191. Münchner Oktoberfestes hat die Stadt neue Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Nach den Schockmomenten im vergangenen Jahr, als es vor den Festzelten zu massiven Menschenansammlungen kam, sollen KI-gestützte Kameras künftig frühzeitig warnen. „Man sieht ganz frühzeitig: Wo braut sich was zusammen“, erklärte Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) gegenüber idowa. Die Technologie soll helfen, punktuelle Überfüllungen zu vermeiden, wie sie im Vorjahr am sogenannten Italiener-Samstag auftraten. Damals war das Festgelände kurzzeitig aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, was unter den Besuchern für Verunsicherung sorgte.
Neue Koordinierungsstelle für mehr Sicherheit
Zusätzlich wird die Koordinierung zwischen Sicherheitsbehörden und Stadt verbessert. Dafür gibt es erstmals eine zentrale Koordinierungsstelle, die den Informationsfluss optimieren soll. Das Wiesn-Fundbüro zieht dafür in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums um, wie Scharpf mitteilte. Auch die Blasmusik in den Zelten soll eine Rolle spielen: Um internationale Gäste unter der Woche stärker anzulocken, darf die Musik eine Stunde früher beginnen. Ziel ist es, die Besucherzahlen an Wochenenden zu entlasten. Allerdings betonte Scharpf, dass es „keine aufheizende Musik“ geben werde – diese bleibt den Abendstunden vorbehalten.
Oktoberfest startet mit neuem Oberbürgermeister
Die Maßnahmen sind Teil einer breiteren Strategie, um das größte Volksfest der Welt sicherer zu gestalten. Das 191. Oktoberfest startet am 19. September. Erstmals wird dann der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das traditionelle „Ozapft is“ ausrufen, wie die dpa berichtet. Krause hat den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) an der Stadtspitze abgelöst.