Stall und Wohnhaus in Flammen – fünf Verletzte, Millionen-Schaden
Ein schwerer Brand hat am Freitagnachmittag ein landwirtschaftliches Anwesen in den Hessenhöfen bei Blaubeuren zerstört. Wie die Polizei und lokale Medien berichten, brach das Feuer gegen 15:55 Uhr in einem Stallgebäude aus, in dem Fahrzeuge und Pferde untergebracht waren. Die Flammen griffen schnell auf das angrenzende Wohnhaus über. Der Stall brannte vollständig aus, während der Dachstuhl des Wohngebäudes ebenfalls in Brand geriet. Glücklicherweise befand sich niemand im Haus, sodass das Erdgeschoss und der größte Teil des ersten Stocks gerettet werden konnten. Die Pferde wurden rechtzeitig von den Besitzern oder Nachbarn in Sicherheit gebracht und blieben unverletzt.
Brand verursacht hohe Sachschäden und Verletzungen
Nach Angaben des Wochenblatts wurde ein 28-jähriger Zeuge bei dem Versuch, ein Fahrzeug aus dem brennenden Stall zu bergen, leicht am Arm verletzt und in eine Klinik gebracht. Die Schwäbische Zeitung berichtet hingegen von fünf leicht verletzten Personen, darunter drei zivile Helfer und ein Feuerwehrmann, der einen hitzebedingten Kreislaufkollaps erlitt. Die genauen Umstände der Verletzungen sind noch unklar, da die Ermittlungen zur Brandursache noch laufen. Der Sachschaden wird auf mindestens 800.000 Euro geschätzt, wobei die Schwäbische Zeitung von einem Schaden in Millionenhöhe spricht.
Schwierige Löscharbeiten mit über 200 Einsatzkräften
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der abgelegenen Lage und der Bauweise des Gebäudes besonders schwierig. Ein Blechdach mit Photovoltaikanlage erschwerte den Löschangriff von oben, sodass erst nach dem Durchbrennen von Dachteilen die Feuerwehr mit zwei Drehleitern aus Blaubeuren und Laichingen eingreifen konnte. Über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungsdienst waren im Einsatz. Landwirte aus der Region unterstützten mit Wasseranhängern, die bis zu 20.000 Liter auf einmal transportieren konnten. Zudem kam ein Kettenbagger des THW zum Einsatz, um eingestürzte Gebäudeteile abzutragen und Glutnester zu bekämpfen.
Explosionen und Rauchsäule erschweren Brandbekämpfung
Während der Löscharbeiten kam es immer wieder zu Explosionen, da in der Werkstatt gelagerte Gasflaschen durch die Hitze detonierten. Auch ein Öltank könnte das Feuer weiter genährt haben. Fachberater des THW beurteilten permanent die Statik der Ruinen, um einen koordinierten Abriss zur Gefahrenabwehr zu ermöglichen. Die Rauchsäule war kilometerweit sichtbar, sogar bis nach Ulm.
Ermittlungen zu Brandursache noch offen
Die genauen Ursachen des Brandes sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen werden vom Polizeirevier Ehingen geführt. Die Wasserversorgung auf dem abgelegenen Gehöft stellte eine besondere Herausforderung dar, doch ein vorbereiteter Einsatzplan der Feuerwehr Blaubeuren half, die Löscharbeiten zu organisieren. Tanklöschfahrzeuge aus Blaustein und Ulm brachten zusätzlich dringend benötigtes Wasser zur Brandstelle.