Der Ort hätte kaum treffender gewählt werden können: Auf der Ehrenamtsmeile des 43. Meller Geranienmarktes hat die stellvertretende Bürgermeisterin Malina Kruse-Wiegand das neue Drehleiterfahrzeug an die Ortsfeuerwehr Melle-Mitte mit ihrem Ortsbrandmeister Gerrit Kruse an der Spitze offiziell übergeben. „Mit dieser Investition von knapp einer Million Euro setzen wir ein klares Signal: Wir rüsten unsere Feuerwehr für die Herausforderungen der Zukunft“, sagte die Politikerin während der Feierstunde.
Über zwei Jahre Lieferzeit für Drehleiterfahrzeug
Zu Beginn ihrer Ansprache wandte sich Malina Kruse-Wiegand an die Anwesenden und stellte die Bedeutung des Moments heraus: „Oft sagen wir: ‚Gut Ding will Weile haben.‘ Oder im Falle unserer neuen Drehleiter könnten wir auch sagen: ‚Was lange währt, wird heute offiziell.‘“ Die Rednerin erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass das Drehleiterfahrzeug nach über zwei Jahren Lieferzeit schon Ende Oktober 2025 bei der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte eingetroffen sei und seitdem bereits im Einsatz war. Die offizielle Übergabe diene nun dazu, diesen Schritt für die Stadtgesellschaft feierlich zu würdigen. Die Rednerin hob an dieser Stelle der technische und strategische Wert der Investition hervor: Die neue Drehleiter ersetze nach 32 Jahren Einsatz eine ältere Drehleiter vom Typ IVECO-Magirus DLK 23-12 und sei als Sonderbau speziell auf die Anforderungen der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte zugeschnitten. Bei der Investition von knapp einer Million Euro handele es sich um ein zentrales Invest in die öffentliche Sicherheit, die „technologisch auf dem neuesten Stand“ sei und im Ernstfall entscheidende Zeitvorteile bringe.
Vielseitiges Einsatzmittel
Die Funktion des Fahrzeugs beschrieb die stellvertretende Bürgermeisterin als vielseitiges Einsatzmittel: Es werde künftig Menschen aus Höhenlagen retten, Brände von außen eindämmen und den Rettungsdienst beim patientenschonenden Transport unterstützen. In der Ansprache unterstrich Malina Kruse-Wiegand außerdem die finanzielle Dimension: Mit „knapp einer Million Euro“ werde ein klares Zeichen gesetzt, dass die Stadt ihre Feuerwehr konsequent für zukünftige Herausforderungen ausstatte. Malina Kruse-Wiegand schloss ihre Ansprache mit den Worten: „Mein Dank gilt allen, die die Drehleiter in enger Abstimmung geplant und konfiguriert haben. Danke an alle, die sie hegen und pflegen und sich in ihrer Bedienung schulen lassen. Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden, dass sie von jedem Einsatz mit diesem Fahrzeug wohlbehalten zurückkehren. Möge die Drehleiter öfter bei Übungen und Festen glänzen als bei schweren Bränden und im Ernstfall die Zuverlässigkeit bieten, die wir alle von ihr erwarten.“
Zentrale Investition in die öffentliche Sicherheit
Als „ein ganz besonderes Ereignis“ würdigte Alfred Reehuis, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, die Indienststellung des Fahrzeugs, komme doch die Übergabe einer neuen Drehleiter „nur alle 25 bis 32 Jahre vor“. Sicherlich habe das Ganze seinen Preis. Aber der Rat der Stadt Melle sei sich einig gewesen, mit dem Erwerb der Drehleiter in die Zukunft der Feuerwehr zu investieren. „Ich freue mich, dass wir das Fahrzeug übergeben können und wünsche ihm viele Übungen und möglichst wenig echte Einsätze“, erklärte Alfred Reehuis abschließend. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Dirk Niederwestberg hob hervor, das das neue Drehleiterfahrzeug dem aktuellen Stand der Technik entspreche, „die das Arbeiten im Ernstfall erleichtert und auch beschleunigt“. Das sei gerade in heutiger Zeit besonders wichtig. Denn, So der Redner: „Schließlich können Sekunden bei Einsätzen entscheidend sein.“ Für den stellvertretenden Stadtbrandmeister gab es keinen Zweifel: „Hier wurde in die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger investiert – jeder Cent ist gut angelegt.“ Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Dirk Niederwestberg dem Rat und der Verwaltung der Stadt Melle für die zur Verfügung gestellten Finanzmittel, „um diese wichtige Anschaffung zu tätigen“, und bei allen, „die durch ihre konstruktive Mitarbeit mit dazu beigetragen haben, was wir hier heute sehen“. Die Stadt Melle könne stolz auf diese Anschaffung sein.
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