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Startseite AktuellMobilitäts-App OS.mobil: Erst Hype, dann Flop?
AktuellOsnabrück

Mobilitäts-App OS.mobil: Erst Hype, dann Flop?

von Maurice Guss 13. Januar 2025
von Maurice Guss 13. Januar 2025
Foto: Dominik Lapp
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Im April 2024 führte die Stadt Osnabrück im Rahmen des millionenschwer geförderten Projekts „Umweltsensitives Verkehrsmanagement“ (UVM) die App OS.mobil ein, um den Bürgerinnen und Bürgern eine umweltfreundliche und effiziente Fortbewegung zu ermöglichen. Fast ein Jahr später zeigt sich, dass der anfängliche „Hype“ um die App vergangen ist. Die Stadt verspricht sich in Zukunft dennoch einiges davon.

Vielversprechender Start mit Nachholbedarf

Insgesamt wurde die App seit ihrer Einführung bis Anfang Januar dieses Jahres 1.926 Mal installiert. Besonders in den ersten Monaten war das Interesse groß: Im April wurden 341 Downloads und im Mai 291 Downloads verzeichnet. Im weiteren Jahresverlauf nahm das Interesse jedoch ab, mit einem Tiefpunkt von 75 Downloads im Dezember.

Constantin Binder, Sprecher der Stadt Osnabrück, ordnet ein: „Seit Beginn der Arbeiten an der App hat sich der Markt der Kartendienste rasant verändert. Globale Unternehmen wie Google oder Apple haben ihre Dienste ständig erweitert und verbessert. Die App OS.mobil bewegt sich also auf einem umkämpften Markt und bildet dort eine Nische ab.“

Stadt sieht weiterhin Mehrwert für den urbanen Alltag

Dennoch biete die App zielgerichtete Mehrwerte für Menschen, die in Osnabrück leben oder hierhin pendeln, sagt Binder. In der Tat ermöglicht die OS.mobil-App Zugriff auf Echtzeitinformationen zu Verkehrsmitteln und Parkplatzverfügbarkeiten, basierend auf Daten der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG). Virtuelle Verkehrsschilder zeigen aktuelle Entwicklungen an und sind direkt mit dem städtischen Verkehrsrechner verknüpft. Interaktive Kartenfeatures erlauben es, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Carsharing- und Bikesharing-Standorte sowie Parkplätze für Mobilitätseingeschränkte zu finden. Zudem können Nutzer Reisezeit, Kosten und CO₂-Ausstoß verschiedener Routen vergleichen.

„Gerade die Verknüpfung zum städtischen Verkehrsrechner und die Möglichkeit, durch virtuelle Schilder stets aktuelle Entwicklungen abzubilden, sind ein Alleinstellungsmerkmal der App“, betont Binder. Individuelle Einstellungen würden es erlauben, verschiedene Verkehrsmittel optimal zu kombinieren und personalisierte Mobilitätslösungen zu schaffen.

Nutzerbewertungen fallen positiv aus

Die Nutzerbewertungen der OS.mobil-App sind durchaus positiv. Die iOS-Version erreicht 5,0 Sterne bei vier Bewertungen, die Android-Version 4,429 Sterne bei sieben Bewertungen.

Stadt setzt mit Blick auf 2030 große Hoffnungen in die App

Angesichts der positiven Bewertungen und trotz zuletzt geringer Downloadzahlen setzt die Stadt weiterhin große Hoffnungen in die App. Insbesondere mit Blick auf die ab 2030 geltenden strengeren Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub könne die App eine zentrale Rolle spielen, betont Binder: „Mit Blick auf die bereits beschlossenen deutlich strengeren NO₂- und Feinstaubgrenzwerte ab 2030 ist davon auszugehen, dass nicht nur der App, sondern dem gesamten umweltsensitiven Verkehrsmanagement langfristig eine höhere Bedeutung zukommen wird und die Stadt damit gute Werkzeuge an der Hand hat, um die Grenzwerte auch künftig einzuhalten.“

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Maurice Guss

Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

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