Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) registrierte seit Jahresbeginn 320 tödliche Wasserunfälle. Während der Badesaison starben sogar mehr Menschen als im Vorjahr, besonders im Juni mit einem neuen Höchstwert.
Juni mit Rekordzahl an Ertrinkungstoten
Zwischen Anfang Mai und dem Ende der Sommerferien 2026 gab es 248 Todesfälle, zwölf mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Juni ertranken mindestens 101 Menschen, was auf die lang anhaltenden hohen Temperaturen und den Andrang an Gewässern zurückgeführt wird. Rund 43 Prozent aller Todesfälle in den unfallreichsten Monaten Mai bis August entfielen auf den ersten Sommermonat – ein neuer Höchstwert.
Junge Männer besonders betroffen
Seit Jahresbeginn ertranken mindestens 88 Menschen zwischen elf und 30 Jahren, 15 mehr als im gesamten Vorjahr. Mehr als 90 Prozent der Opfer in dieser Altersgruppe waren männlich. Die DLRG führt dies auf häufig vermeidbare Risiken zurück.
Regionale Unterschiede und Gewässertypen
Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Seen und Teichen (146 Opfer, +4 zum Vorjahr). In Flüssen und Bächen sank die Zahl auf 103 (Vorjahr: 120). In Kanälen (+9), Meeren (+2) und Schwimmbädern (+2) stieg die Opferzahl. In Bayern gab es mit 61 Todesfällen die höchste absolute Zahl, obwohl die Zahl dort im Vergleich zum Vorjahr sank (73).
Entgegen dem bundesweiten Trend verzeichneten Nordrhein-Westfalen (+16), Sachsen (+10), Schleswig-Holstein (+4), Berlin (+3) und Rheinland-Pfalz (+2) mehr Ertrinkungstote. Insgesamt 24 Menschen starben bei Unfällen mit Booten oder Wassersportgeräten wie Kajaks oder SUP-Boards.