Linke und Grüne haben den Vorstoß des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge positiv aufgenommen. Beide Parteien sehen darin eine Möglichkeit, die betriebliche Rente zu stärken und Arbeitgeber stärker in die Verantwortung zu nehmen. Zugleich betonen sie die Bedeutung tarifvertraglicher Lösungen und freiwilliger Teilnahme durch die Beschäftigten.
Unterstützung aus der Linken
Linken-Chefin Ines Schwerdtner sagte dem Nachrichtenportal T-Online: „Ich begrüße den Vorstoß des DGB für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge.“ Dabei solle die Arbeitgeberseite paritätisch einbezogen werden, forderte sie. Mit Blick auf das am Mittwoch im Kanzleramt anstehende Treffen zwischen Regierung und Sozialpartnern fügte sie hinzu: „Die Linke stärkt dem DGB den Rücken, den Arbeitgebern und deren Kumpels in der Regierung die Stirn zu bieten.“
Grüne setzen auf obligatorisches Angebot
Auch die Grünen-Fraktion begrüßte laut T-Online den Vorschlag des DGB, der mittlerweile auch von SPD-Chef Lars Klingbeil unterstützt wird. Der arbeitspolitische Sprecher der Fraktion, Armin Grau, sagte T-Online, man trete seit längerem für ein obligatorisches Angebot einer betrieblichen Altersvorsorge durch die Arbeitgeber ein. Am besten seien dabei tarifvertragliche Lösungen. „Den Arbeitnehmenden soll es aber freistehen, ob sie das Angebot annehmen“, so Grau.
Öffnung des Standardprodukts gefordert
Wichtig sei, dass das öffentlich-rechtliche Standardprodukt, das jetzt in der privaten Altersvorsorge eingeführt werde, für die Betriebsrenten geöffnet werde, forderte Grau gegenüber T-Online. Dann gebe es ein kostengünstiges, unbürokratisches und renditestarkes Angebot gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen.
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