Angesichts steigender Eintrittspreise für Schwimmbäder fordert Linken-Chef Luigi Pantisano vom Bund eine stärkere finanzielle Unterstützung für kommunale Bäder. Neben Förderprogrammen zum Erhalt der Einrichtungen verlangt er eine Milliarde Euro für kostenlose, sichere Badestellen an Seen und Flüssen.
Linke kritisiert steigende Schwimmbadpreise
Parteichef Luigi Pantisano hat angesichts gestiegener Eintrittspreise für Schwimmbäder mehr kostenlose Badestellen und eine Milliarde Euro Förderung vom Bund gefordert. „Es ist nicht OK, dass mit den Temperaturen auch die Schwimmbadpreise steigen“, sagte Pantisano den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es werde eh schon alles teurer. Bei Sommerhitze schwimmen gehen müsse für jeden möglich sein.
Schwimmbad als „kleiner Urlaub“ für Menschen mit wenig Geld
Über 20 Prozent der Deutschen könnten sich keinen Urlaub leisten, führte Pantisano an. Das Schwimmbad sei der kleine Urlaub für Menschen mit wenig Geld. Das dürfe nicht zum Luxus werden. An vielen Orten, sagte Pantisano weiter, drohten Schwimmbäder wegen Schließungen ohnehin schon ganz zu verschwinden. „Umso gefährlicher wird es, wenn es dann doch mal an den Baggersee geht.“
Forderung nach Förderprogrammen und kostenlosen Badestellen
Der Linken-Chef fordert deshalb mehr Einsatz vom Bund: „Wir brauchen bundesweit Förderprogramme, die den Erhalt kommunaler Schwimmbäder sichern und die Eintrittspreise bezahlbar halten“, sagte Pantisano den Funke-Zeitungen. Zusätzlich sollten, wo immer möglich, kostenlose sichere Badestellen an Seen und Flüssen eingerichtet werden. Dafür müsse der Bund einen Fördertopf in Höhe von einer Milliarde Euro bereitstellen und nach dem Konnexitätsprinzip an die Kommunen auszahlen. Jede Familie müsse Zugang zu Badestellen in Wohnortnähe haben. „Jedes Kind muss schwimmen lernen können.“
