Das Landgericht Berlin hat einen 41-jährigen Palliativarzt wegen Mordes in mehr als einem Dutzend Fällen zur Höchststrafe verurteilt. Das Gericht verhängte am Mittwoch eine lebenslange Freiheitsstrafe mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, anschließend Sicherheitsverwahrung sowie ein lebenslanges Berufsverbot. Dem Mann wurde vorgeworfen, 15 Patienten heimtückisch und aus sonstigen niedrigen Beweggründen getötet zu haben.
Lebenslange Freiheitsstrafe und Berufsverbot
Das Landgericht Berlin verurteilte den Palliativarzt wegen Mordes in über einem Dutzend Fällen zur Höchststrafe. Wie von der Staatsanwaltschaft beantragt, wurde gegen ihn am Mittwoch lebenslange Freiheitsstrafe mit Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld und anschließende Sicherheitsverwahrung sowie ein lebenslanges Berufsverbot verhängt.
Vorwürfe: Heimtückische Tötung von Patienten
Dem 41-Jährigen wurde vorgeworfen, in 15 Fällen aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen Patienten ermordet zu haben. Der Mann soll zwischen September 2021 und Juli 2024 den in der Betreuung eines Pflegedienstes stehenden Patienten „ohne medizinische Indikation und ohne deren Wissen und Zustimmung“ jeweils ein Narkoseeinleitungsmittel und anschließend ein Muskelrelaxans verabreicht haben, wie es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt.
Todesfolge und mutmaßliche Spurenverwischung
Das verabreichte Muskelrelaxans habe zu einer Lähmung der Atemmuskulatur und innerhalb weniger Minuten zum Atemstillstand und Tod geführt. Mehrmals soll er Feuer gelegt haben, um Spuren zu verwischen.
