Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat die Forderung nach einer bundesweiten „Freibad-Offensive“ zurückhaltend kommentiert. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing betonte die Bedeutung von Freibädern, verwies aber auf die Grenzen pauschaler Programme. Stattdessen plädierte er für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der gesamten Bäderlandschaft mit langfristiger Unterstützung durch Bund und Länder.
VKU: Freibäder wichtig, pauschale Offensive greift zu kurz
VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing unterstrich gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe die Rolle kommunaler Bäder für die Bevölkerung. „Freibäder seien ein wichtiger Teil der kommunalen Infrastruktur und gerade in den Sommermonaten unverzichtbar für die Lebensqualität vor Ort“, sagte Liebing den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Eine pauschale Offensive greife aber zu kurz, machte er deutlich.
Forderung nach „Freibad-Offensive“ aus der Bundesregierung
Zuvor hatte Tourismus-Koordinator der Bundesregierung Christoph Ploß (CDU) eine „Freibad-Offensive“ gefordert. Die Kommunen sollten die vom Bund bereitgestellten Infrastrukturmittel stärker für die Sanierung und den Ausbau von Freibädern nutzen, lautete seine Forderung. Freibäder dürften „nicht zum Luxus werden“, sondern gehörten „zur Grundausstattung für Familien“, sagte Ploß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Fokus auf bedarfsgerechte Bäderlandschaft und Schwimmlernstätten
Liebing sprach sich stattdessen für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Bäderlandschaft aus. „Entscheidend sei eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Bäderlandschaft – vor allem mit Blick auf dringend benötigte Schwimmlernstätten in Hallenbädern“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Kommunale Betreiber benötigten dafür „verlässliche, langfristige Förderprogramme von Bund und Ländern“, um Sanierung, Modernisierung und Neubau stemmen zu können, so Liebing gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
