Evakuierungen in Wallersheim und Pfaffendorf für kontrollierte Entschärfung
Im Rhein bei Koblenz wurden am Wochenende zwei Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Wie der NR-Kurier berichtet, handelt es sich um eine Bazooka-Rakete im Stadtteil Wallersheim und eine Gewehrgranate in Pfaffendorf. Beide Sprengkörper sollen am Dienstag, 11. August 2026, kontrolliert unschädlich gemacht werden. Die Stadt Koblenz hat Evakuierungsbereiche eingerichtet, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.
Evakuierung bis 8 Uhr für Bazooka-Sprengung
In Wallersheim muss der betroffene Bereich spätestens bis 8 Uhr geräumt sein. Ab diesem Zeitpunkt führt das Ordnungsamt Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass sich niemand mehr im Evakuierungsradius von etwa 100 Metern aufhält. Erst dann kann der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz mit der Sprengung der Bazooka-Rakete beginnen, wie der NR-Kurier weiter mitteilt. Die Bazooka-Rakete war bereits am Freitagnachmittag, 7. August, am Rheinufer entdeckt worden.
Gewehrgranate in Pfaffendorf muss bis 10 Uhr entschärft
Anschließend folgt die Entschärfung der Gewehrgranate in Pfaffendorf. Dort muss der Evakuierungsbereich spätestens bis 10 Uhr verlassen sein, wie der ben-kurier.de berichtet. Auch hier wird das Ordnungsamt die Räumung überwachen, bevor der Kampfmittelräumdienst die Sprengung durchführt. Die Gewehrgranate war am Samstagabend, 8. August, gefunden worden. Beide Kampfmittel wurden seit ihrer Entdeckung von Mitarbeitern des Koblenzer Ordnungsamtes bewacht.
30 Haushalte und Gewerbe in Evakuierungszonen betroffen
Laut Angaben der Stadt Koblenz sind in Wallersheim etwa 30 Anwohner betroffen, in Pfaffendorf rund 130 Menschen. Zudem liegen Gastronomie, Gewerbe, eine Kinderkrippe und eine Arztpraxis in den Evakuierungsbereichen. Die Betroffenen wurden per Handzettel informiert. Sammelstellen werden nicht eingerichtet, da die Evakuierungszeiten als überschaubar eingestuft werden. Allerdings kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen und weiteren Einschränkungen kommen.
Sprengungen sperren Luftraum und Rhein vorübergehend
Während der Sprengungen werden Luftraum und Rhein kurzzeitig gesperrt, wie die Stadt mitteilt. Die Behörden betonen, dass von den Funden keine akute Gefahr für die Bevölkerung ausging. Die kontrollierte Sprengung soll nun die endgültige Sicherheit gewährleisten.