Zum offiziellen Start der Kampagne „Stadt für alle“ des Bündnisses Osnabrück – bunt und solidarisch versammelten sich am Montag (8. Juni) Aktive der Kampagne und Unterstützende. Rund 40 Organisationen unterstützen die Initiative, die sich für soziale Teilhabe, Zusammenhalt und ein solidarisches Miteinander in Osnabrück einsetzen will.
Bündnis setzt auf Zusammenhalt statt Spaltung
Zum offiziellen Kampagnenstart versammelten sich Aktive des Bündnisses sowie Vertreter zahlreicher unterstützender Organisationen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, sicheren Arbeitsbedingungen, guten Zukunftschancen für Kinder und einer Stadtgesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenssituation teilhaben können.
„Unsere Kampagne heißt Stadt für Alle – und das meinen wir wörtlich“, erklärte Sprecherin Helga Kramer. Man wolle sich gegen Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung stellen und stattdessen das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt stärken. Friedemann Pannen von der Diakonie Osnabrück und Maren Wilmes von den Caritas Osnabrück betonen: „Eine Stadt für alle bedeutet, dass niemand zurückgelassen wird.“
Zahlreiche Organisationen unterstützen die Initiative
Zu den Unterstützern gehören unter anderem die Diakonie, die Caritas, die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), die OMAS gegen RECHTS, die Christliche Arbeiterjugend (CAJ), die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), EXIL e.V., die Lebenshilfe, terre des hommes, die Refugee Law Clinic sowie weitere soziale und zivilgesellschaftliche Organisationen.
Marita Tolksdorf-Krüwel von den OMAS gegen RECHTS warnte bei der Vorstellung der Kampagne vor zunehmendem Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Die Unterstützer sehen die Kampagne als Zeichen für eine offene und solidarische Stadtgesellschaft. Silke Schawe von der Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO) ergänzt: „Für uns bedeutet eine Stadt für alle: Jeder Mensch kann sich einbringen, mitmachen, dazugehören – nicht trotz seiner Behinderung, sondern mit ihr. Das ist keine Utopie, sondern eine Frage des politischen Willens – und dafür lohnt es sich einzutreten.“
„Bunter Deckel“ soll Gespräche über Demokratie anregen
Bereits vor dem offiziellen Kampagnenstart war das Bündnis bei Veranstaltungen in der Stadt präsent, etwa mit einem Redebeitrag bei einer Fridays-for-Future-Demonstration oder durch Informationsstände in der Innenstadt. Um niedrigschwellige Gespräche über Politik und Demokratie zu fördern, hat das Bündnis außerdem das Projekt „Der Bunte Deckel“ ins Leben gerufen. Die bunten Untersetzer werden an Cafés, Restaurants und Organisationen verteilt und sollen mit Fragen zum Nachdenken und zum Austausch über gesellschaftliche Themen anregen.
Parteiunabhängige Initiative
Nach Angaben des Bündnisses ist „Osnabrück – bunt und solidarisch“ parteiunabhängig und unterstützt im Wahlkampf keine bestimmte Partei. Stattdessen wolle man Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, sich für ein buntes und solidarisches Osnabrück zu engagieren.
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