Das iranische Militärkommando hat die Straße von Hormus erneut für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. Als Begründung werden neue Angriffe der Gegenseite sowie Verstöße gegen eine Nachkriegsvereinbarung und die Waffenruhe im Südlibanon angeführt. Ein geplanter vorläufiger Friedensschluss zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz war zuvor gescheitert, während die Schweiz nach eigenen Angaben weiter Gesprächsrahmen bietet.
Sperrung der strategisch wichtigen Seestraße
Das iranische Militärkommando hat die Straße von Hormus offiziell wieder für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. Wie das iranische Staatsfernsehen am Samstag meldete, werde dies mit neuen Angriffen der Gegenseite begründet.
In einer offiziellen Erklärung vom Samstag teilte das iranische Zentralkommando demnach mit, die Sperrung erfolge als Reaktion auf „den eindeutigen Bruch der ersten Klausel der Nachkriegsvereinbarung durch die Vereinigten Staaten“ und „die fortgesetzten Verstöße des zionistischen Regimes gegen die Waffenruhe im Südlibanon“. Beide Zitate wurden vom iranischen Staatsfernsehen wiedergegeben.
Geplatzter Termin für vorläufigen Friedensschluss
Ursprünglich war vereinbart worden, dass der Iran und die USA bereits am Freitag in der Schweiz feierlich einen vorläufigen Friedensschluss unterschreiben. Der Termin war geplatzt, ob aber trotzdem noch an diesem Wochenende Gespräche stattfinden, war unklar.
Schweiz bietet weiterhin Gesprächsrahmen
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte mit, die Schweiz biete „weiterhin einen diskreten und verlässlichen Rahmen, damit Gespräche zur Umsetzung des Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock möglich sind“. Offensichtlich sollen Diplomaten aus verschiedenen Ländern bereits anwesend sein.
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