Die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, hat sich am Mittwoch (6. Mai) einen persönlichen Eindruck von den Bauarbeiten in der ehemaligen Pommernkaserne in Fürstenau verschafft. „Bei der Aufnahme von Geflüchteten sind wir auf die Kommunen angewiesen, daher hat es mich besonders gefreut, dass sich bei dem Bürgerentscheid eine Mehrheit der Fürstenauerinnen und Fürstenauer für die Aufnahmeeinrichtung ausgesprochen hat“, so Behrens. Das Gelände wird derzeit hergerichtet, um künftig bis zu 500 Unterbringungsplätze für Asylsuchende für die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) vorzuhalten, die die Liegenschaft anmieten wird. Die Inbetriebnahme der neuen Aufnahmeeinrichtung ist für 2028 geplant.
Freude über Beginn der Bauarbeiten ist groß
Ministerin Behrens freut sich über den Beginn der Bauarbeiten: „Das Land Niedersachsen steht zu seiner humanitären Verpflichtung, Schutzsuchende aufzunehmen und zu unterstützen. Bei der Aufnahme von Geflüchteten sind wir allerdings auf die Kommunen angewiesen, wenn es darum geht, geeignete Flächen für die landeseigenen Unterkünfte zu finden. Daher hat es mich besonders gefreut, dass sich bei dem Bürgerentscheid eine Mehrheit der Fürstenauerinnen und Fürstenauer für die Aufnahmeeinrichtung ausgesprochen hat. Zwar sind die Zugangszahlen in den vergangenen Monaten zurückgegangen, wir brauchen aber weiterhin Kapazitäten in der Erstaufnahme wie hier in Fürstenau.“
Räumlichkeiten sollen gewissen Standard erfüllen
In den vorgesehenen Räumlichkeiten für die soziale Betreuung werden zudem Freizeit- und Bildungsangebote ermöglicht. Darüber hinaus werden unter anderem ein Bereich für die medizinische Versorgung sowie eine Kantine und Verwaltungsbereiche eingerichtet. Unterkünfte brauchen eine gewisse Qualität, sagt der Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Klaus Dierker: „Auch wenn die Zugangszahlen in Niedersachsen nicht mehr mit denen von vor wenigen Jahren vergleichbar sind, ist es uns wichtig, dass wir gute Unterkünfte bauen. Da wir durch längere Aufenthaltszeiten der Menschen in unseren Einrichtungen die Kommunen in ihrer eigenen Aufnahmeverpflichtung entlasten, muss die Qualität der Unterbringung den neuen Anforderungen auch entsprechen. Nur so kann ein gutes Zusammenleben, auch mit der Nachbarschaft, funktionieren.“ Die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen nutzte das Gelände bereits im Jahr 2022 zur Unterbringung von Vertriebenen aus der Ukraine sowie später von Asylsuchenden. Die Anmietung endete zum Jahresende 2023. In einem Bürgerentscheid im Februar 2024 sprachen sich 55,2 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürstenau für eine erneute Vermietung des Geländes an die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen aus. Der Rat der Stadt Fürstenau billigte die entsprechenden Pläne im vergangenen August.
Mehr Nachrichten aus der Region?