Eine französische Passagierin des Kreuzfahrtschiffs ‚Hondius‘ ist schwer an einer Hantavirus-Infektion erkrankt.
Die Frau war zusammen mit vier weiteren französischen Passagieren am Samstag in Paris angekommen und wurde unmittelbar isoliert. Einen Tag später verschlechterte sich ihr Zustand rapide, und ein Hantavirus-Test fiel positiv aus. Die vier anderen Franzosen sind weiterhin negativ getestet und befinden sich in gutem Zustand, wie die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist mitteilte. Derweil ist eine deutsche Kontaktperson des deutschen Todesopfers bei dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff ‚Hondius‘ weiter symptomfrei. Die 65-Jährige wurde aus der Düsseldorfer Uniklinik in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt, wie die Düsseldorfer Uniklinik mitteilte.
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrt fordert drei Tote
Wegen der variablen Inkubationszeit des Virus von bis zu sechs Wochen seien aber weitere Kontrollen und klinische Beobachtung erforderlich. Die ‚Hondius‘ war während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen. Drei Passagiere starben: ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Bei zwei von ihnen wurde das Virus des Typs Andesvirus nachgewiesen, beim dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion als wahrscheinlich. Insgesamt wurden bei sieben weiteren evakuierten Insassen der ‚Hondius‘ das Virus bestätigt, bei einem weiteren Fall gilt eine Infektion als wahrscheinlich.
Reisende weltweit nach Hantavirus-Exposition isoliert
Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder hatten das Kreuzfahrtschiff verlassen und von Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten. In Italien wurden unterdessen zwei weitere Menschen auf eine mögliche Infektion mit dem Hantavirus getestet. Dabei handelt es sich um eine argentinische Touristin und einen Mann aus der italienischen Region Kalabrien. Großbritannien hat beschlossen, zehn Staatsangehörige nach Hause zu bringen und diese vorsorglich zu isolieren, da sie sich in abgelegenen Inselterritorien aufgehalten haben oder Kontakt zu nachweislich infizierten Personen hatten.
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