Historisches Renaissanceschloss in Sachsen-Anhalt schwer beschädigt – Ursache unklar
In der Nacht zum Donnerstag ist im historischen Schloss Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz ein Großbrand ausgebrochen. Wie der MDR berichtet, stand der Dachstuhl gegen 3 Uhr in Vollbrand und griff auf das erste und zweite Obergeschoss über. Augenzeugen beschrieben, das Schloss habe „von allen Seiten lichterloh“ gebrannt. Die Feuerwehr war mit bis zu 150 Kräften und 30 Fahrzeugen im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.
Rauchgasvergiftung nach Hotelbrand
Nach Angaben der dpa musste ein Hotelgast aufgrund einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden, weitere Verletzte gab es nicht. Sieben Personen konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. T-Online berichtet, dass die Warnung vor Rauchgasen zunächst für mehrere umliegende Orte galt, darunter Sangerhausen und Brücken.
Denkmal-Schloss verliert Dachgeschoss durch Feuer
Am Morgen wurde die Warnung jedoch aufgehoben. Die Feuerwehr bat die Bevölkerung, den Einsatzbereich weiträumig zu meiden, um die Löscharbeiten nicht zu behindern. Das denkmalgeschützte Renaissanceschloss, das zwischen 1606 und 1613 von der Adelsfamilie von der Asseburg errichtet wurde, wird seit 2005 als Hotel, Restaurant und Kulturort genutzt. Landrat André Schröder (CDU) äußerte sich gegenüber dem MDR enttäuscht über den Verlust des Dachgeschosses, das nicht mehr gerettet werden konnte.
Brandstiftung als mögliche Ursache im Fokus
Die Löscharbeiten dauerten den ganzen Tag an, ein Ende des Einsatzes wurde erst für den frühen Abend erwartet. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) spekuliert unterdessen über eine mögliche Brandstiftung, ohne dass es dafür bisher Belege gibt. Die Polizei betont, dass alle Ursachen geprüft werden, sobald das Gebäude abgekühlt und sicher betretbar ist.