Der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex bei Selbständigen und Kleinstunternehmen hat sich im August zum vierten Mal in Folge verbessert. Der Indikator stieg von -22,6 auf -19,7 Punkte. Treiber waren weniger pessimistische Erwartungen und eine bessere Bewertung der laufenden Geschäfte.
Stimmung bei Dienstleistern verbessert
Laut Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber wurde der Indikator zuletzt vor allem durch die weniger pessimistischen Erwartungen gestützt. „Gestützt wurde der Indikator zuletzt vor allem durch die weniger pessimistischen Erwartungen. Diesmal bewerteten die Selbständigen jedoch auch ihre laufenden Geschäfte seltener negativ“.
"Trotz der positiven Signale bleibt die Situation herausfordernd."
Branchenunterschiede und Einzelhandel
Bei den Dienstleistern verbesserte sich die Stimmung leicht. Die Selbständigen zeigten sich seltener unzufrieden mit ihrer aktuellen Lage und korrigierten ihre Geschäfts- und Umsatzerwartungen nach oben. IT-Dienstleister und Unternehmensberatungen waren zuversichtlicher als in den Vormonaten. Im Gastgewerbe und bei den Kreativen blieb die Lage dagegen schwierig.
Demmelhuber erklärte: "Wenn sich Krisen zuspitzen, wächst bei Selbständigen die Verunsicherung über die eigene Zukunft". "Sie sind auf stabile Rahmenbedingungen und Planungssicherheit angewiesen."
Einzelhandel profitiert von besser laufenden Geschäften
Im Einzelhandel stieg der Geschäftsklimaindex, allerdings auf niedrigem Niveau. Der Anstieg ging auf besser laufende Geschäfte zurück, während die Skepsis bei den Erwartungen anhielt.
Aktuell haben 32,2 Prozent der Befragten Schwierigkeiten, ihre künftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen. Im April, während der Zuspitzung der Nahost-Krise, lag dieser Anteil bei 38,8 Prozent.