Altweibersommer bringt Sonne und Hitze – doch Regen naht im Westen.
Der September 2026 geht in Deutschland mit ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen zu Ende. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, stellte sich zum Monatsende eine Wärmephase ein, die im klimatologischen Vergleich außergewöhnlich war. Bei viel Sonnenschein und Höchsttemperaturen zwischen 22 und 30 Grad Celsius konnte der September auch am Mittwoch noch sommerlich verabschiedet werden. Damit zählt dieser Monat zu den zehn wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Regnerisch wird es erst zum Monatswechsel, wie der DWD mitteilt. Deutschlandweit brachte der September nur knapp 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, wobei der Norden und die Küstenregionen besonders betroffen waren. Im Südwesten fiel dagegen kaum Regen, in Teilen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurden teilweise weniger als 10 Liter gemessen. Bei Sonnenschein brachte es der Monat auf 192 Stunden, besonders sonnig war es im Süden mit gebietsweise über 250 Stunden.
Rhein-Pegel bei Kaub auf Rekordtief
Die lange Trockenheit hat auch Auswirkungen auf die Flüsse in Deutschland. Besonders der Rhein verzeichnete zuletzt extrem niedrige Wasserstände. Der Pegelstand in Kaub erreichte in den vergangenen Tagen mehrfach den Nullpunkt oder unterschritt ihn sogar, wie die Bundesanstalt für Gewässerkunde mitteilt. Dies führt dazu, dass Schiffsführer ihre Schiffe weniger schwer beladen müssen, um die flache Fahrrinne zu passieren. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht: In den nächsten zwei bis drei Wochen bleiben die Pegelstände voraussichtlich sehr niedrig, erst in der sechswöchigen Vorschau zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Notwendig wäre jedoch mehrtägiger, großflächiger Landregen, der vorerst nicht in Aussicht steht.
Regen bleibt im Osten vorerst aus
Während der Westen Deutschlands bereits erste Wolkenfelder und örtlichen Regen am Abend verzeichnet, bleibt der Osten und Südosten noch sonnig, wie die ZEIT unter Berufung auf den DWD berichtet. Die Höchsttemperaturen liegen dort bei rund 25 Grad, während im Norden nur noch 18 bis 22 Grad erreicht werden. Ab Freitag verlagert sich der Regen allmählich ostwärts, erreicht den Osten jedoch voraussichtlich nur in abgeschwächter Form. Das Wochenende präsentiert sich dann heiter bis wolkig und vielerorts wieder trocken, mit Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad.
Altweibersommer bringt späte Hitze
Der Altweibersommer, der typischerweise zwischen Mitte September und Anfang Oktober auftritt, bringt in diesem Jahr besonders sommerliche Temperaturen mit sich. Wie die Ruhr Nachrichten erklären, ist diese Phase durch warme Tage und kühle Nächte gekennzeichnet, in denen sich Tau bildet und Spinnfäden sichtbar werden. Eine feste „Altweibersommer-Woche“ gibt es jedoch nicht, und die genaue Herkunft des Begriffs bleibt ungeklärt.