Über 220.000 Menschen evakuiert, 42.000 Hektar verbrannt – Lage bleibt angespannt
Im Südwesten Frankreichs wüten seit Tagen verheerende Waldbrände, die bereits eine Fläche von rund 42.000 Hektar zerstört haben. Wie der ADAC berichtet, wurden allein im Département Gironde rund 220.000 Menschen evakuiert, darunter viele Urlauber aus beliebten Ferienregionen wie dem Becken von Arcachon. Die Flammen nähern sich der Stadt Bordeaux bis auf etwa 15 Kilometer, doch eine Evakuierung der Metropole sei derzeit nicht geplant, betont Bürgermeister Thomas Cazenave, wie die Tagesschau schreibt. Die Behörden warnen jedoch vor starkem Brandgeruch und erhöhten Feinstaubwerten, die Aufenthalte im Freien einschränken.
Macron warnt vor schlimmsten Bränden seit 1945
Bisher wurden 240 Häuser sowie zahlreiche Campingplätze und Ferienzentren zerstört. Im benachbarte Département Landes bei Biscarrosse konnte der Brand zwar unter Kontrolle gebracht werden, doch rund 15.000 Evakuierte durften erst am Dienstag in ihre Häuser zurückkehren. Präsident Emmanuel Macron sprach bei einem Besuch in Bordeaux von den „heftigsten Waldbränden seit Ende des Zweiten Weltkriegs“ und warnte vor „harten Wochen“, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.
15.000 Evakuierte kehren erst nach Tagen zurück
Über 2.500 Feuerwehrleute, 1.500 Soldaten und 1.200 Polizeikräfte sind im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Deutschland unterstützt mit zwei Transporthubschraubern und einem Transportflugzeug. Die Lage bleibt jedoch unberechenbar, da eine neue Hitzewelle die Brände wieder anheizen könnte.
2.500 Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz
Die Regionalregierung rief Urlauber auf, die betroffenen Gebiete zu meiden, und setzte Ferienlager sowie Sport- und Kulturveranstaltungen aus. Auch in anderen Regionen Frankreichs, etwa im Var oder auf Korsika, kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen. Die Behörden betonen, dass die Lage sich schnell ändern kann und appellieren an die Bevölkerung, Evakuierungsanordnungen zu befolgen.