Fifa-Präsident Gianni Infantino findet keine Mehrheit für den Verkauf von Anteilen an der Weltmeisterschaft an private Investoren. 136 der 211 Mitgliedsverbände lehnen die Pläne ab. Der leitende Berater des Präsidenten, Carlos Cordeiro, trat zurück.
Widerstand der Verbände
Nach der öffentlichen Ablehnung durch die Uefa und den nord- und mittelamerikanischen Fußballverband Concacaf äußerte am Freitag auch der asiatische Verband AFC "ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Vorschlags der Fifa".
Der AFC betonte, der Vorschlag könne nicht den notwendigen breiten Konsens und die Einheit erreichen. "Jeder Vorschlag, der die Einheit und den universellen Charakter des Wettbewerbs zu untergraben droht, muss überdacht werden", so der Verband.
Carlos Cordeiro, leitender Berater von Infantino, erklärte laut Sky News seinen Rücktritt. Er sei nicht an dem Investoren-Vorschlag beteiligt gewesen. Der Plan sei seiner Ansicht nach schlecht für die Mitgliedsverbände, den Fußball und die langfristige Zukunft.
Die Fifa hatte zunächst an den Plänen festgehalten, Medien falsche Berichte vorgeworfen und beteuert, niemand verkaufe den Fußball. "Das würde die Fifa niemals in Betracht ziehen", hatte der Verband mitgeteilt.