Erste Weinlese in Deutschland bereits im August – Federweißer ab Mittwoch erhältlich
In Staufen im Breisgau hat am Montag die erste Weinlese Deutschlands begonnen, wie der SWR berichtet. Damit startet die Federweißer-Saison in diesem Jahr eine Woche früher als im Vorjahr und so früh wie noch nie zuvor. Die Winzer des Weinguts Löffler haben mit der Sorte Solaris die ersten Trauben für den teilweise gegorenen Traubenmost gelesen. Der Federweißer soll bereits ab Mittwoch im Handel erhältlich sein.
Frühe Weinlese durch Klimawandel beschleunigt
Kellermeister Wolfgang Löffler erklärt, dass der gesamte Wein in diesem Jahr etwa zwei Wochen früher reif sei als üblich. Das Mostgewicht der Trauben lag bei rund 100 Grad Oechsle, später sogar bei 114 Grad Oechsle nach dem Pressen. Die frühe Reife liegt laut Löffler nicht nur an der anhaltenden Hitze, sondern auch an milderen Wintern, die ein früheres Austreiben der Reben begünstigen. In der Vergangenheit galt der 3.
Trockenheit zwingt Winzer zur Bewässerung der Reben
Oktober als traditioneller Termin für die große Lese, doch in diesem Jahr könnte die Ernte bereits abgeschlossen sein, ähnlich wie 2023. Aufgrund der Trockenheit mussten einige Weinberge, insbesondere an Steilhängen, bewässert werden, um die Reben zu erhalten. Auch in anderen Regionen wie der Mosel ist die Bewässerung notwendig, wie der SWR weiter berichtet. Der Federweißer, regional auch als Bitzler oder Rauscher bekannt, ist ein Getränk, dessen Gärung in der Flasche fortschreitet, wie der Merkur erklärt.
Federweißer erfordert besondere Lagerung im Handel
Supermärkte wie Edeka und Rewe warnen daher vor den Besonderheiten: Die Flaschen müssen stets aufrecht gelagert und transportiert werden, da sie nicht vollständig luftdicht verschlossen sind. Andernfalls kann der Inhalt auslaufen. Einige Filialen stellen sogar Schilder mit Hinweisen auf, um Kunden auf die korrekte Handhabung aufmerksam zu machen. Die Saison des Federweißen beginnt meist im August und sorgt bei Fans für große Vorfreude.