FDP-Politikerin Susanne Seehofer hat sich klar hinter den neuen Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki gestellt und zur Geschlossenheit in der Partei aufgerufen. Zuvor hatte sie sich als Unterstützerin der unterlegenen Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann zu erkennen gegeben. Seehofer mahnt, angesichts der Lage der FDP gehe es „um nicht weniger als ums Überleben“.
Rückendeckung für neuen FDP-Chef Kubicki
Susanne Seehofer
Vor dem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende, auf dem Kubicki überraschend von Marie-Agnes Strack-Zimmermann herausgefordert wurde, hatte sich Seehofer als Fan der Europapolitikerin zu erkennen gegeben. Strack-Zimmermann unterlag mit knapp 40 Prozent der Stimmen.
Appell zu Geschlossenheit und inhaltlicher Auseinandersetzung
Seehofer forderte, die Partei müsse Wähler überzeugen und sich mit politischen Gegnern in anderen Parteien auseinandersetzen. Darauf solle man seine Kraft verwenden. Die stellvertretende bayerische FDP-Chefin mahnte, wer jetzt weiter Öl ins Feuer gieße und parteiinternen Streit ohne Not betone, habe nicht verstanden, was es geschlagen habe für die FDP. Es gehe um nicht weniger als ums Überleben.
Starkes Präsidiumsergebnis und prominente Familienverbindung
Die 35-jährige Seehofer wurde auf dem Parteitag mit dem zweitbesten Ergebnis wieder ins Präsidium gewählt. Sie ist die Tochter des früheren CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.
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