Der designierte Spitzenkandidat der Berliner CDU zur Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, hat sich für ein gemeinsames Lagezentrum für Krisenfälle ausgesprochen, um die Stromversorgung der Hauptstadt besser vor Angriffen zu schützen. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" forderte er zudem Umschichtungen im Haushalt, Einschnitte bei teuren Vorschriften und ein Ende von Gratisangeboten für gutverdienende Eltern. Zugleich verteidigte er die geplante Teilnahme des Berliner Senats am Christopher Street Day (CSD) mit einem eigenen Wagen.
Schutz kritischer Infrastruktur nach Brandanschlag
Der designierte Spitzenkandidat der Berliner CDU zur Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, will künftigen Brandanschlägen auf die Berliner Stromversorgung mit einem gemeinsamen Lagezentrum für Krisenfälle vorbeugen. Das sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wir müssen kritische IT-Strukturen auch bei Stromausfällen in Betrieb halten können“, so Evers. Im Januar waren im Berliner Südwesten etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe nach einem Brandanschlag bis zu fünf Tage von der Stromversorgung abgeschnitten.
Haushalt, Sozialleistungen und Müllproblem
Nach der Abgeordnetenhauswahl will Evers zudem für Umschichtungen im Haushalt eintreten. „Wir können uns viele teure Vorschriften schlicht nicht mehr leisten, zum Beispiel beim Bauen oder beim Datenschutz. Ich halte auch nichts von Kostenlos-Politik für gutverdienende Eltern, die sich Schulmittagessen leisten können“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Um das Müllproblem Berlins zu lösen, will der bisherige Finanzsenator Empfänger staatlicher Leistungen als Reinigungskräfte einsetzen. Diese sollten helfen, „Berlin sauber zu halten“.
Politikstil und Haltung zum Christopher Street Day
Über seinen Politikstil sagte Evers der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Meine Stärke liegt im Management. Aber ich mache keine Politik aus dem Elfenbeinturm.“ Er stehe für einen „modernen Konservatismus“. „Und ich werde alles tun, eine linksgrüne Regierung in Berlin zu verhindern.“
Die geplante Teilnahme des Berliner Senats mit einem eigenen Wagen am Christopher Street Day (CSD) verteidigte Evers gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der CSD gehöre zur DNA Berlins. SPD, Grüne und AfD hatten kritisiert, dass die Senatskanzlei für den Wagen und eine begleitende Werbekampagne 140.000 Euro ausgeben will.
