Froher Kindergesang, muntere Bläserklänge und wohlgesetzte Reden: Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe durch Bürgermeisterin Jutta Dettmann an Schulleiter Matthias Ostner und Hausmeister Kai Strothmann ist der Erweiterungsbau der Kantor-Wiebold-Schule in Neuenkirchen offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben worden. Die Gesamtkosten für die Umsetzung der Baumaßnahme einschließlich der Renovierung des Bestandsgebäudes belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro. Besondere Freude herrschte während der Einweihungsfeier auch darüber, dass das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren und Frauen finanziell gefördert wurde.
Kapazität und Barrierefreiheit der Kantor-Wiebold-Schule sollte erweitert werden
„Ich freue mich, Sie und Euch zu diesem schönen Anlass begrüßen zu dürfen“, sagte Jutta Dettmann in ihrer Eröffnungsansprache an die rund 40 geladenen Gäste gerichtet, darunter Vertreter der Lehrerschaft, des Ortsrates, des Bildungsausschusses, der Stadtverwaltung und der beteiligten Planungsbüros. In einer kurzen Rückschau erinnerte die Rednerin daran, dass der Rat der Stadt Melle den Beschluss zur Erweiterung der Grundschule in seiner Sitzung am 11. Oktober 2023 einstimmig gefasst habe. Der Hintergrund für diese Entscheidung: Aufgrund der für die kommenden Jahre prognostizierten Schülerzahlen sollten durch den Umbau und durch die Sanierung der bestehenden Räumlichkeiten sowie durch die Erweiterung des Bestandsgebäudes die Kapazität der Grundschule auf eine durchgängige Dreizügigkeit vergrößert und Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit realisiert werden.
Sanierung startete in Mai 2024
Nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen, so die Bürgermeisterin weiter, sei im Mai 2024 zunächst der Erste Spatenstich zur Schulerweiterung vollzogen worden. In der Folge hätten dann im November 2024 das Versenken der Zeitkapsel im mittelalterlichen Brunnen, der während der Bauarbeiten zutage getreten trat, und im April 2025 das Richtfest stattgefunden. Im November 2025 seien daraufhin zunächst das Ober- und das Kellergeschoss des Anbaus in Betrieb genommen worden, bevor im Februar 2026 die Inbetriebnahme der Mensa im Erdgeschoss erfolgte. Die Sanierung des Bestandsgebäudes schreite stetig voran und solle bis zum Sommer zum Abschluss gebracht werden.
Einweihung der „Neuenkirchener Bildungsstraße“ erhielt erstes Highlight
„Mit der heutigen Einweihung erhält die ,Neuenkirchener Bildungsstraße‘ ihr erstes Highlight“, stellte die Bürgermeisterin freudestrahlend fest. Sie verband damit den Hinweis, dass sich an der Wieboldstraße nicht nur die Grundschule, sondern auch die Kita „Miteinander sein“ und die Wilhelm-Fredemann-Oberschule befinden. „Ob Kita, Grund- und Oberschule – das Bildungsangebot erstreckt sich an dieser Straße von Klein bis Groß“, betonte Jutta Dettmann. „Dass drei Bildungseinrichtungen so komprimiert nebeneinanderstehen, haben wir in Melle nicht so häufig.“
Bürgermeisterin Dettmann freut sich über Erfolg des Projekts
Die 5,3 Millionen Euro, die in das Projekt investiert wurden, wertete die Bürgermeisterin als Invest in die Zukunft, „weil unserer Gesellschaft mit jedem Euro, der hier in die Hand genommen wurde, später etwas zurückgegeben wird“. Worte des Dankes richtete die Rednerin in diesem Zusammenhang zum einen an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren und Frauen für die gewährte Förderung, zum anderen aber auch an alle diejenigen, die zum Gelingen des Bauvorhabens beitrugen. „Wichtig ist jetzt, dass das Gebäude mit Leben erfüllt wird – aber wie ich sehe, ist das schon gut gelungen“, befand Jutta Dettmann. Sie äußerte bei dieser Gelegenheit den Wunsch, „dass sich Kinder und Lehrkräfte hier dauerhaft wohlfühlen“.
Besonderer Dank an die Schulgemeinschaft
„Es ist etwas Schönes dabei herausgekommen.“ Mit diesen Worten würdigte Ortsbürgermeister Alfred Reehuis das Bauvorhaben. Er sprach allen Beteiligten seinen Dank aus und hob insbesondere die Geduld und das Verständnis der Schülerschaft, der Lehrkräfte sowie der Mitarbeitenden hervor, die während der Bauphase mit spürbaren Einschränkungen im Schulalltag umgehen mussten. „Umso schöner ist es, dass sich das Ganze nun in diesem gelungenen Ergebnis widerspiegelt.“ Mit Blick auf die derzeit noch laufende Bestandssanierung merkte der Redner an: „Wir sind noch nicht ganz fertig, aber auf einem guten Weg – und darüber können wir uns freuen.“ Ähnlich positiv äußerte sich Schulleiter Matthias Ostner. „Heute ist nicht nur ein besonderer Tag für unsere Schule, sondern für den ganzen Stadtteil Neuenkirchen“, meinte er, um danach das gesamte Bauvorhaben anhand einer Bilddokumentation Revue passieren zu lassen. Abschließend dankte Oster den Vertretern aus Politik und Verwaltung, aber auch den Planern und Mitarbeitern der bauausführenden Unternehmen für ihren Einsatz: „Ohne ihr Engagement, ihre Kompetenz und ihre Ausdauer wäre es nicht möglich gewesen, dieses Projekt zu verwirklichen.“
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