Mit einer mal wieder ungewöhnlichen Aktion haben das so genannte „Unordnungsamt“ und das Bündnis „Osnabrück für Alle“ auf die aus ihrer Sicht problematischen Folgen von Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt von Osnabrück aufmerksam gemacht. Am Dienstagabend (21. April) brachten sie eigene Warnschilder in Bereichen der Johannisstraße und am Neumarkt an.
Zugespitzte Botschaften
Die Schilder enthalten zugespitzte Botschaften wie „Achtung! Hier wird Alkoholkrankheit mit Platzverweisen therapiert“ oder Hinweise auf mögliche Diskriminierung durch verdachtsunabhängige Kontrollen. Ziel der Aktion sei es nach Angaben der Initiatoren, eine öffentliche Debatte über die Auswirkungen der bestehenden Regelungen anzustoßen. Hintergrund sind die seit dem 29. Juni 2024 geltenden Waffen- und Alkoholverbotszonen in Teilen der Osnabrücker Innenstadt. Diese ermöglichen der Polizei unter anderem anlasslose Kontrollen. Die Stadt begründet die Maßnahmen mit einem Zugewinn an Sicherheit.
Gruppen üben Kritik
Die beteiligten Gruppen sehen das kritisch. Sie werfen der Stadt vor, mit den Regelungen vor allem sozial benachteiligte Menschen zu verdrängen. Insbesondere Obdachlose und Suchtkranke seien stärker von Kontrollen und Platzverweisen betroffen. Zudem bestehe die Gefahr von Diskriminierung. Mit den Warnschildern wollen die Initiatoren nach eigenen Angaben auf diese Aspekte aufmerksam machen und eine stärkere Ausrichtung auf soziale Hilfsangebote anstoßen.
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