Country-Ikone stirbt friedlich in Nashville – Familie bestätigt Tod
Die US-amerikanische Country-Legende Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Wie der Spiegel und n-tv berichten, bestätigte ihre Familie den Tod in einer Erklärung auf sozialen Medien. Parton sei friedlich in Nashville verstorben, so ihre PR-Agentur gegenüber der dpa. Über die genaue Todesursache wurde zunächst nichts bekannt gegeben. Ihr Neffe und Sicherheitschef Bryan Seaver betonte in einem Video auf Instagram, Parton habe ihn bereits vor Jahren gebeten, ihren Tod auf diese Weise bekanntzugeben. „Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat im Licht gelebt“, sagte Seaver. Die Sängerin habe Generationen von Künstlern inspiriert und stets an die Macht der Träume geglaubt. In Anspielung auf einen ihrer bekanntesten Songs fügte er hinzu: „She will always love you.“
Dolly Parton: Musikikone mit Millionen-Erfolg
Parton prägte über sechs Jahrzehnte die Musik- und Popkultur. Mit Hits wie „Jolene“, „Nine to Five“ und „I Will Always Love You“ – später ein Welterfolg in der Version von Whitney Houston – wurde sie zur unbestrittenen Königin der Country-Musik. Wie n-tv und Focus berichten, verkaufte sie mehr als 100 Millionen Alben und veröffentlichte fast 50 Studioalben. Neben ihrer Musikkarriere war sie als Schauspielerin, Geschäftsfrau und Philanthropin aktiv. Sie besaß unter anderem den Vergnügungspark „Dollywood“ und spendete jährlich Millionen für Bildungsprojekte, etwa durch ihre Organisation „Imagination Library“, die Kindern kostenlos Bücher zur Verfügung stellt.
Von der Holzhütte zur Country-Legende
Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Januar 1946 in einer kleinen Holzhütte in Tennessee. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für Musik. Schon mit zehn Jahren trat sie in lokalen Radio- und Fernsehshows auf, später in der berühmten „Grand Ole Opry“ in Nashville. Nach ihrem Schulabschluss 1964 zog sie in die Musikmetropole und begann ihre Karriere als Songwriterin und Sängerin. Ihr Durchbruch gelang ihr mit dem Album „Hello, I’m Dolly“ und dem Titel „Dumb Blonde“, mit dem sie ihr markantes Image als blonde, selbstbewusste Künstlerin prägte.
Gesundheitliche Kämpfe und privater Verlust
In den letzten Jahren kämpfte Parton mit gesundheitlichen Problemen. Wie n-tv und Focus übereinstimmend berichten, sagte sie im Mai eine für September geplante Konzertreihe in Las Vegas ab. Bereits 2025 hatte sie Auftritte wegen Erkrankungen verschoben. Damals gab sie an, ihr Immun- und Verdauungssystem seien aus dem Gleichgewicht geraten, zudem leide sie an Nierensteinen. Im vergangenen Jahr verlor sie zudem ihren Ehemann Carl Dean, mit dem sie fast 60 Jahre verheiratet war. Trotz dieser Rückschläge blieb sie bis zuletzt aktiv und veröffentlichte noch kurz vor ihrem Tod den Song „If You Hadn’t Been There“ als Hommage an ihren verstorbenen Mann.