Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht trotz des Kriegs im Iran derzeit keine konkrete Gefährdung von Fan-Veranstaltungen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Grenzkontrollen hätten sich aus seiner Sicht als wirksames Instrument zur Erhöhung der Sicherheit und zur Begrenzung illegaler Migration erwiesen. Zugleich äußerte er Zweifel, ob die WM in den USA, Kanada und Mexiko die Stimmung in Deutschland grundlegend verändern kann, zeigte sich aber optimistisch bezüglich der sportlichen Chancen der Nationalmannschaft.
„Deutschland ist ein sicheres Land“
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht durch den Krieg im Iran keine unmittelbare Gefahr für Fanfeste und andere Großveranstaltungen in Deutschland zur Fußball-Weltmeisterschaft. „Deutschland ist ein sicheres Land, und wir werden alles dafür tun, damit Großveranstaltungen – egal, ob Fanfeste oder das Oktoberfest – sicher bleiben`, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir haben das, was durch den Krieg im Iran ausgelöst wird, dabei sehr genau im Blick – was einzelne Personen und auch extremistische Gruppen anbelangt. Es gibt aktuell keinen Anlass, von einer abstrakten in eine konkrete Bedrohungslage zu wechseln.`
Gleichzeitig verwies Dobrindt laut Funke-Mediengruppe darauf, dass sich die Lage schnell verändern könne. Wenngleich sich das, fügte er hinzu, „jeden Tag immer ändern kann`.
Fortgesetzte Grenzkontrollen als Sicherheitsfaktor
Der Minister hob nach Angaben der Funke-Mediengruppe die Bedeutung fortgesetzter Grenzkontrollen hervor. „Wir werden das Instrument der Grenzkontrollen funktionsfähig halten – in Anbetracht der internationalen Lage`, sagte Dobrindt. Bisher seien 35.000 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen worden. Darin sei ein „wesentlicher Teil des europäischen Erfolgs im Zurückdrängen der illegalen Migration` begründet.
„Ganz nebenbei haben Grenzkontrollen dazu geführt, dass wir fast 9.000 Personen mit offenen Haftbefehlen und mehr als 1.400 Schleuser festnehmen konnten`, führte er aus.
Zweifel an Stimmungswende – Zuversicht beim sportlichen Abschneiden
Mit Blick auf die anstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko zeigte sich Dobrindt gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe skeptisch, ob das Turnier die allgemeine Stimmungslage in Deutschland grundlegend verbessern wird. „Ich weiß nicht, ob der Fußball die Stimmung in Deutschland diesmal grundsätzlich verändern kann. Wünschenswert wäre es`, sagte er. „Eine erfolgreiche deutsche Mannschaft wird erheblich mehr beitragen können zur Stimmungsverbesserung als eine weniger erfolgreiche. Ich rate der Nationalmannschaft, sich deswegen mehr auf den Sport zu konzentrieren und weniger auf die Politik.`
Mit diesen Aussagen spielte Dobrindt nach Darstellung der Funke-Mediengruppe wohl auf das vergangene Turnier in Katar und die Diskussionen um das Tragen der Regenbogenbinde an. Mit Blick auf den sportlichen Erfolg zeigte sich der Minister allerdings optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass die deutsche Nationalmannschaft ins Finale kommt.`
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