Laut einer Studie genießt Deutschland in arabischen Ländern einen überwiegend guten Ruf. Besonders hoch ist die Zustimmung in Syrien mit 73 Prozent und in Tunesien mit 70 Prozent. In Syrien halten zudem 27 Prozent Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für den europäischen Regierungschef mit der besten Nahostpolitik.
Israel als größte Bedrohung wahrgenommen
Auf die Frage nach dem Land, das die größte Bedrohung für die Region darstellt, wurde Israel von relativen Mehrheiten in Libanon (67 %), Jordanien (62 %), Syrien (57 %), Tunesien (45 %), den palästinensischen Gebieten (41 %) und Ägypten (40 %) am häufigsten genannt.
Die Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt lässt laut der Studie in der jungen Bevölkerung nach. In den palästinensischen Gebieten unterstützt rund ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren ein solches Modell, im Vergleich zu 62 % über dieser Altersgrenze.
Die Umfrage wurde vom 8. Mai bis zum 3. Juli 2026 in Marokko, Tunesien, Ägypten, den palästinensischen Gebieten, Jordanien, Libanon und Syrien durchgeführt. Dabei wurden 8.475 Personen (etwa 1.200 pro Land) telefonisch zu politischen Haltungen, wirtschaftlichen Erwartungen und regionalen sowie internationalen Themen befragt. Über die Ergebnisse berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".